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#1 RE: Kastration, oder Hengsthaltung ? von Sunnyboy75 27.11.2012 12:38

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EDIT CRISTINO: Hier darf nun weiter über Hengsthaltung, bzw. Kastration geredet werden (ausgelöst durch den Thread Mister Cool Cat)

Ein schickes Pferd, der war mir auch schon aufgefallen.

Ein Auge macht nicht viel aus, vielleicht ein wenig schwieriger zu gymnastizieren und beim spielen holt der sich ein paar Macken mehr, aber bisher schien er ja gut klar gekommen zu sein. Mein Pirat wäre auch mit Auge ein "Vollmeisenkandidat" gewesen, die blinde Seite konnte man imme rgut nutzen, wenn Monster in der gegend waren Meine ehemalige RB bekam ihr Pflegepferd geschenkt, als es sein Auge verlor- die Besitzerin fand das so abstossend

Aaaaber: eine alten Hengst würde ich nicht legen lassen. Wenn der jetzt brav ist, ändert sich da nichts am Verhalten in dem Alter, der Charakter ist ausgeprägt. Ich hätte auch Angst vor den Risiken. Und: Rennbahn ist anders als zu Hause, meiner war dort auch immer todbrav, seit er weniger arbeitet (und der tut gewiss noch genug) und im Offenstall wohnt, testet er gnadenlos jeden, der ihm die Möglichkeit dazu gibt. Der ist schon eine andere Persönlichkeit als zu Rennbahnzeiten und lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Überlege gut, ob du mit durchgängiger Konsequenz leben kannst, oder ob du ein schlechtes Gewissen bekommst und denkst "Och, der arme, einmal darf er ja"- nein, darf er nicht, niemals bei einem Hengst!
Auch was die Haltung angeht: du wirst immer Miteinsteller haben, die sich am Hengst stören, selbst mit meinem spätgeletem Wallach hatte ich große Probleme im Reitstall. Und die Haltungsbedingungen, Hengst ist vielfach gleich Box mit Gitter ohne Auslauf und Sozialkontakt. Nur deswegen legen zu lassen... ich weiß nicht... ich würde keine Hengste halten, wenn ich einstellen müßte. Und als Hengstanfänger würde ich mir nicht gleich einen kaufen, sondern erstmal irgendwo gucken, ob ich damit leben und umgehen kann.

[ Editiert von Administrator Cristino am 29.11.12 14:26 ]

#2 RE: Kastration, oder Hengsthaltung ? von Carlucia 27.11.2012 12:49

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@ sunny: Ja ich müßte ihn irgendwo einstellen, einen eigenen Stall haben wir nicht Ganz, ganz sicher würde es Probleme mit Miteinstellern geben.
Dann noch meine fehlende Erfahrung mit Hengsten und der doch sehr knapp bemessenen Zeit. Vielleicht ist der Hübsche bei jemand anderen doch besser aufgehoben.

Mein Mann hat das leider auch rasant schnell erkannt und mir die "Levitten gelesen".

Er ist 5 jährig. Ist das schon zu alt um einen Hengst legen zu lassen ?

#3 RE: Kastration, oder Hengsthaltung ? von Cristino 27.11.2012 12:53

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Nein, 5jährig ist nicht zu alt. Aber wenn, dann würde ich es sofort tun.
Ich bin/ bleibe aber auch auf dem Standpunkt - es IST eine Aufgabe. Wenn Du vorher weißt, dass die Zeit schon allein nicht reicht ...

#4 RE: Kastration, oder Hengsthaltung ? von Sunnyboy75 27.11.2012 13:07

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Ein ehemaliges Rennpferd ist eine Aufgabe, ein Hengst ist eine Aufgabe, ein Einäugiger ist eine Aufgabe. Und diese Aufgabe benötigt auf jeden Fall Zeit. Und Geld. Und wenn man das Wissen noch nicht hat, ist es nicht schlimm, da kann man sich helfen lassen, aberd as kostet ncoh mehr Geld und Zeit. Ich würde mich in meinr derzeitgen Situation vor solchen Projekten schützen...
Der wird es auch woanders gut haben

Zitat
Gepostet von Carlucia


Er ist 5 jährig. Ist das schon zu alt um einen Hengst legen zu lassen ?



Zu alt ist das nicht, ich kenne auch einen, der mit 18 noch gelegt wurde. Aber es ist schon anders als bei einem zweijährigen. Der Charakter wird mit 5 deutlich stärker sein, mit 13 wie bei meinem sowieso...

[ Editiert von Sunnyboy75 am 27.11.12 13:10 ]

#5 RE: Kastration, oder Hengsthaltung ? von Carlucia 27.11.2012 13:19

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@ christino: Von wegen " Wendy", du bist ja knallhart, keine Gefühlsduselei Da kommt man um die Realität nicht herum.
Aber hast ja recht , in zwei,drei Jahren sieht es besser aus. Bis dahin hat meine Stute ihre Ausbildung hoffentlich auch größtenteils abgeschlossen.
Wenn mir dann nochmal so ein schicker Rappe vor die Nase kommt...

@ sunny: Du hast es gut. Ich hätte auch so gerne einen eigenen Stall. Da würde ich es mit einem Hengst mal probieren.
Als Einsteller Da ist ja eine brave VB Stute, die sich mehr bewegt als ein Haflinger, schon ein Problem.

#6 RE: Kastration, oder Hengsthaltung ? von Cristino 27.11.2012 13:29

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@Carlucia: Nee, ach gar nicht .. ich bin nicht knallhart. Aber ich denke, wenn man wirklich helfen will, dann kommt man eben auch um die Wahrheit nicht herum.
Was nützt es Dir, wenn ich nur schreibe "Ach, der ist soo schick - den kauf´ mal" !? Dazu noch der Handkuss-Smiley.
Und dann ?

Ich meine, letztlich ist und bleibt es IMMER Deine Entscheidung. Aber ich glaube, es sind gerade die Denkanstösse von anderen, die man manchmal braucht, wenn man auf der rosaroten Wolke sitzt. Ich kann mich noch gut erinnern, als ich wegen meiner Sattel-Entscheidung (ob Western, oder nicht) so unschlüssig war. Und ich war es wirklich. Am meisten hat mir geholfen, wenn mir jemand knallhart gesagt hat, was er meint & warum.

Wichtig ist ja nur, dass Du alles einmal bedenkst. Wenn Du dann sagst - ich mach´s. Dann wird es auch gut. Verstehste, was ich meine ?!

Oder, noch anders: Wenn ich mein Leben gerade so sehe - Job (naja - bald wieder), 3jährige Tochter, Pferd, Katze, fast erblindete Mutter, usw. .. dann würde ich mir zu DIESEM Zeitpunkt kein Pferd kaufen. Bei der ganzen Verantwortung, die sich über den Tag zieht, könnte ich mir kein Pferd neu aufbauen. Tino (bzw., das Reiten) ist das erste, wo ich Abstriche machen muss. Das geht. Jetzt. Dank RB, Offenstall und einem Tino, der sich mit mir gefunden hat. Vor 4 Jahren hätte ich ernsthaft überlegen müssen, ob ich ihm damit einen Gefallen tue.

[ Editiert von Administrator Cristino am 27.11.12 13:35 ]

#7 RE: Kastration, oder Hengsthaltung ? von Carlucia 27.11.2012 14:16

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Ich hab das schon richtig verstanden Ich wollte ja auch eure ehrlichen Meinungen hören. Danke dafür :danke:

Wenn der Hübsche in den nächsten Wochen und Monaten wirklich gar keinen Platz findet, dann denke ich nochmal darüber nach.

Die ideale Besitzerin wäre ich für dieses Pferd wohl leider nicht

#8 RE: Kastration, oder Hengsthaltung ? von Allegro 27.11.2012 14:36

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Ich sehe es auch so: das eine Auge ist das geringste Problem. Wenig Zeit ist ein ganz anderes. Ich habe eine zeitlang mal mehr oder weniger zwei gehabt, würde ich nie und nimmer mehr wollen. Und das war noch zu einer Zeit, wo ich einen "gemütlichen" Job hatte und Single war. Heute? Nein, auf keinen Fall. Mein Bub fordert mich genug, und auch mit einem habe ich noch oft genug ein schlechtes Gewissen und mache mir selbst Stress Und Hengst ist auch so ein Thema. Ich persönlich mag Hengste sehr gern, hatte bei der Besitzertrainerin viel mit Hengsten zu tun und auch jetzt noch mit dem Hafi-Hengst bei uns im Stall. Aber genau aus dem Grund, dass ich einstellen muss und Du so gut wie keine Ställe findest, die überhaupt Hengste nehmen, habe ich mich für einen Wallach entschieden. Und selbst wenn der Stall einen Hengst nimmt, oft gibt es da wirklich Ärger über Ärger und da sind die Stallbesitzer oft noch das kleinste Problem. Nichtdenkende Miteinsteller und Provokanten sind da das größte Übel.

#9 RE: Kastration, oder Hengsthaltung ? von Sintra 27.11.2012 18:32

@Sunny: ich möchte herzlichst wiedersprechen. Einen Hengst, der nicht gedeckt hat kann man ohne Weiteres legen lassen. Es gibt Ausnahmetiere, die sich aufgeben können. Aber wie gesagt, das ist die Ausnahme.
Der Vater meines Hengstes musste mit 16 Jahren gelegt werden, da Mister Hodenkrebs hatte. Er war danach ein abgeklärter Wallach. Und er hat in seinem Leben mindestens 5 Stuten jährlich aktiv gedeckt.

Ist Euch schon mal aufgefallen, dass ein Hengst nie einen Namen hat? Er heisst immer "der Hengst". :cuckoo:

[ Editiert von Sintra am 27.11.12 18:35 ]

#10 RE: Kastration, oder Hengsthaltung ? von Sunnyboy75 27.11.2012 23:36

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Zitat
Gepostet von Sintra
@Sunny: ich möchte herzlichst wiedersprechen. Einen Hengst, der nicht gedeckt hat kann man ohne Weiteres legen lassen. Es gibt Ausnahmetiere, die sich aufgeben können. Aber wie gesagt, das ist die Ausnahme.
Der Vater meines Hengstes musste mit 16 Jahren gelegt werden, da Mister Hodenkrebs hatte. Er war danach ein abgeklärter Wallach. Und er hat in seinem Leben mindestens 5 Stuten jährlich aktiv gedeckt.

Ist Euch schon mal aufgefallen, dass ein Hengst nie einen Namen hat? Er heisst immer "der Hengst". :cuckoo:

[ Editiert von Sintra am 27.11.12 18:35 ]



Mag sein. Ich habe nie Sinn darin gesehen (eine Erkranung ist ja was anderes), die noch so spät legen zu lassen und konnte sie auch immer entsprechend halten. Den Spruch "Wer einen guten Hengst hat kann einen sehr guten Wallach draus machen" kenne ich auch... meine reichen mir in "gut"

Klar, Hengste haben wirklich keine Namen, das stimmt. Komisch!

#11 RE: Kastration, oder Hengsthaltung ? von Allegro 28.11.2012 08:31

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Klar, Hengste haben wirklich keine Namen, das stimmt. Komisch![/b][/quote]

Nein, dem muss ich widersprechen. Unser Hafi-Hengst heißt bei keinem "der Hengst", sondern wird von allen beim Namen genannt oder liebevoll "der Pony-Mann". Und auch die Hengste bei der Besitzertrainerin nicht, da hätte das auch wenig Sinnn gehabt, mit mehreren Hengsten im Stall.

#12 RE: Kastration, oder Hengsthaltung ? von Sintra 28.11.2012 09:42

Mein Hengst ist 16 Jahre alt. Dieses Jahr habe ich mich aufgrund der Stallsituation über eine späte Kastration informiert. Rein medizinisch spräche nichts dagegen.
Sunny (das ist der Spitzname meines Hengstes) ist ein Pferd wie jedes andere auch. Er steht auf Gras und Mähnenkraulen. Wenn er weiterhin als Aussätziger behandelt worden wäre, hätte ich ihn wirklich legen lassen. Jeder Kontakt, sogar Sichtkontakt mit anderen Pferden, sollte vermieden werden. Seitdem zwei Boxen frei geworden sind und seine beiden lebenslangen Freunde (Stute und Wallach) wieder im Stall sind, habe ich das Thema verworfen.
Aber so einen Monat lasse ich mein Pony nicht mehr durchstehen

#13 RE: Kastration, oder Hengsthaltung ? von Carlucia 28.11.2012 10:04

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Ich wollte mit meinen 2 Stuten mal in einen Stall ziehen, da gab es (warum auch immer) nur Wallache und einen Hengst. Ich war nur die mit den Stuten.

Sozusagen war es dort andersherum. Da hieß es nur :"Stuten sind zickig und kompliziert..."

Meine Stuten haben ja dann auch den Zaun zerstört, da sie unbedingt zu den" Herren" wollten. :cuckoo:

aber so wars:
Die Pferde wurden frei von der Koppel in den Stall laufen lassen und haben sich dann am Zaun ( wo meine Zwei standen ) das Kabbeln gekriegt.

Wir wurden dort nach 2 Monaten gekündigt. Lustich oder ?

Hengsthaltung würde ich mir persönlich nur in einem eigenen Stall zutrauen. Da hat man die Fäden selbst in der Hand. Ich bin Stallbesitzern und Einstellern gegenüber eher mißtrauisch. Wer weiß was so abgeht, wenn man nicht da ist. Ist vielleicht etwas übertrieben aber das steckt in mir drin.

Seit ich mal 2 Jahre meinen eigenen Stall hatte, fällt es mir sowieso sehr schwer mich als Einsteller wieder zurechtzufinden.

Obwohl bei uns im Stall alles abgesprochen wird, läuft es letzlich doch so wie der Stallbesi es will. Naja, ist halt sein Stall. Verstehe ich ja.

#14 RE: Kastration, oder Hengsthaltung ? von Kati2 28.11.2012 11:36

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Hihi das mit den Stuten hab ich hier jetzt auch schon öfter gehört. Ganz viele Ställe (gerade Laufställe, Offenställe usw) wollen nur Wallache einstellen. Habe da schon so viele angefragt, da hieß es auch immer es geht nur Wallach, Stute bringt zu viel Unruhe rein .

#15 RE: Kastration, oder Hengsthaltung ? von Tannenprinzessin 28.11.2012 12:04

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Hier gibts das Theater eher mit Eisen. Da kann das Pferd klinisch tot sein, nein ohne Eisen, darfs nicht im Offenstall wohnen.
Es gibt immer ein Verletzungsrisiko, ob mit oder ohne Eisen. Und das ist meine Entscheidung, ob mein Pferd Eisen trägt oder nicht.

Und dann die nächste Hürde - die Größe des Pferdes. Dabei sind die Unterstände alle groß genug. Aber nein, das "Großpferd" darf nicht zum Pony. Als ich Mozart geholt hab, lag er genau 2 cm über dem, was alle möglichen Offenställe hier gefordert haben.
Achja, sein liebster Spielgefährte ist das Shetty...
Also manche Leute sind einfach bescheuert.

Und bei nem Hengst dreht dann gern der halbe Stall am Rad, was man sich da alles für nen Unfug anhören muss. Aber andersrum finde ich es trotzdem sinnvoll zu kastrieren, wenn man keine Zuchtgedanken hegt. Man macht dem Pferd und sich selber das Leben einfacher.

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