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#31 RE: Ein Tipp zur Ausbildung von smarten die 17.01.2014 20:33

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Hatte heute morgen Reitstunde. Zitiere meinen Lehrer: "Wenn ein Pferd dann anfängt, in seine besten Jahre zu kommen - so zwischen 10 und 20, und danach (nach 20!) immer noch in bester Verfassung ist und lediglich altersgemäße Schwächen zu erkennen sind, dann hast Du reell gearbeitet."
Hab ich erwähnt, dass der Mann Neindorf-Schüler ist? Und IMMER das Pferd im Mittelpunkt sieht? Und ihm egal ist, ob ich oben drauf sterbe, solange das Pferd zweckentsprechend und ordnungsgemäß seinen Anlagen und seinem Vermögen nach gefordert und gefördert wird.

#32 RE: Ein Tipp zur Ausbildung von Platinum 17.01.2014 20:47

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Hihi das mit dem obendrauf sterben, kenn ich auch.
Meine RL vertritt die selbe Meinung. Die beste Übung von ihr: Reiter hebt die Zehen und durch das minimale Anspannen der Wade erhöht das Pferd sein Tempo
Bisher hat sie mich immer auf meinem Dressurcrack RB Pony unterrichtet, demnächst auch auf meinem. Bin schon sehr gespannt wie das wird.

#33 RE: Ein Tipp zur Ausbildung von Taff 17.01.2014 21:06

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@ smarten: Da sieht man mal, wie die klassische Lehre vom Sport abweicht. Da ist ein Pferd mit 12 Jahren alt. Klaus hat auch zu mir gesagt, Taff sei ein junges Pferd (er ist jetzt 11) und da kann man noch alles erreichen, wo die Sportreiter immer meinten, aus dem kriegt man nichts mehr raus.

@ winnie: Ich hab da nur Glück gehabt. Mit gezielter Suche hätte ich solche Leute nicht kennengelernt.

#34 RE: Ein Tipp zur Ausbildung von winningdash 17.01.2014 21:13

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... ja das glaub ich gerne! Ich finde es aber so schön, dass solche Koryphäen sich auch mit uns "normalen" Reitern (und Du weißt bestimmt wie ich das meine) "abgeben". Es muß nicht ein teures SuperabstammungsdressurWunder sein, mit dem man bei Deinen RLs Unterricht bekommt. Die sehen das Pferd und sein Potential und seine Leistungsbereitschaft! ... und natürlich Dich!

#35 RE: Ein Tipp zur Ausbildung von Taff 17.01.2014 21:16

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Genau das zeichnet einen guten RL aus. Die Liebe zum Pferd und zum Reiten und nicht irgendwelche sportlichen Erfolge. Ich glaube, Klaus würde auch umsonst unterrichten, nur damit er mit Pferden arbeiten kann. Deswegen mag ich den Mann ja auch so unglaublich gerne.

Und Klaus hat erst kürzlich gesagt, dass er sich schon unheimlich auf den Galopper freut. Da hab ich mich natürlich gleich mitgefreut

[ Editiert von Taff am 17.01.14 21:18 ]

#36 RE: Ein Tipp zur Ausbildung von winningdash 17.01.2014 21:21

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juchu, da lacht auch mein Herz , und dass Du uns ja genau berichten tust danach...

#37 RE: Ein Tipp zur Ausbildung von Taff 17.01.2014 21:25

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Aber natürlich werde ich berichten Ich hab ja die heimliche Hoffnung, dass meine Ma mitkommt und Fotos oder Videos macht. Die findet Klaus auch ganz toll und sagt immer, wenn sie ihn unterrichten sieht, lernt sogar sie als absoluter Laie was übers reiten

#38 RE: Ein Tipp zur Ausbildung von Victoria_L 18.01.2014 10:56

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ich bin auch so wahnsinnig gespannt, was du berichtest taff !! und wenn es auch videos und fotos gibt, wäre das so cool !
Kommt der zu dir in den Stall, oder fährst du zu einer Art Lehrgang irgendwo regelmäßig hin?

Ich habe bei den vielen "Bereitern", RL und Trainern die ich va in den Anfangsjahren mit der "unreitbaren" Patsy kennengelernt habe, auch unglaubliches gesehen !
Ich habe bisher genau 2 RL kennen gelernt, von denen ich was halte. Der Rest, mehr als fragwürdig, mit sehr wenig Gespür fürs Pferd sondern Schema F.
Und wenns nicht läuft, dann aber...

Ich war letztes Jahr auf einer Fuchsjagd mit Patsy, die ein eher schwierigeres springendes Feld bereithielt: Lange Distanzen in schnellem Tempo, Gelände bergauf/bergab, die Sprünge sehr gut platziert aber auch nicht so einfach. Irgendeiner sprach mich auf mein unglaubliches PFerd an, als ich beiläufig ihr Alter erwähnte (19), ist der andere fast aus dem Sattel gekippt.
Einer der älteren Jagdreiter der Equipe kam dann näher, meinte sein SChimmelwallach sei 22, Jagdpferde würden zwischen 15-25 am besten sein - Ruhe, und Erfahrung bei noch recht guter körperlicher Verfassung.
Ich hätte mir gewünscht, dass so mancher Spring RL diesen Satz des alten Herrn gehört hätte... wie oft musste ich mir anhören, was deine ist 14? wie das war euer erstes L - Springen? Geht mal gaaar nicht.
Auch in England reiten die ihre PFerde bis ins hohe Alter auf diversen Jagden... und da gehts noch ganz anders zur Sache, dagegen ist eine deutsche Jagd Kindergarten. In England gehts nämlich wirklich querfeldein. Über Steinwälle. Büsche, Gräben. Keine Begrenzung der Sprünge auf maximal 90cm Höhe, wie hier in D. Ne, da ist selbst mir als waghalsiger durchgeknallter Vielseitigkeitsreiterin das Herz in die Hose gerutscht, wenn da ein riesiger Steinwall auftaucht. Aber die FPerde dort: mit einer Sicherheit ran und drüber. Die Hecken mit danach Tiefsprüngen. Mamma mia. Und das waren 3 absolute Profi Sicherheitsjagden, die ich da mitgeritten bin.
Auch das Tempo war viel schneller , die Distanzen weiter. Ein Pferd was mitging war mit 27 das älteste - man merkte es der Stute nicht an. Waren einige Pferde mit einer "2" im Alter vorne dran.

Es ist ja auch überhaupt nicht sinnvoll sondern eine Perversität des moderenen PFerdeleistungssports, die Tiere so früh so auszupowern.
Ein Pferd war ja schon immer ein wertvolles Tier - selbst der Kavallerie früher, die alles andere als zimperlich mit Pferden umging, war es wichtig ein Pferd lang zu erhalten...

#39 RE: Ein Tipp zur Ausbildung von Taff 18.01.2014 12:38

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Das ist noch nicht ganz geklärt, aber momentan sieht es so aus als würde er zu uns an den Stall kommen.

Bei uns am alten Stall war auch ein junges Mädchen das bis M-Springen gegangen ist. Allerdings hatte sie keine Ahnung wie man ein Pferd korrekt reitet. Die hat dann auch einen fünfjährigen bekommen und ist mit dem sofort in Springen gestartet. Ich glaube nicht, dass der das lange aushält.

Das mit dem Alter bei Jagdpferden glaub ich sofort. Da ist Gelassenheit ja wirklich wichtig und das haben die wenigsten jungen Pferde, vor allem in so ner großen Gruppe im Galopp.

#40 RE: Ein Tipp zur Ausbildung von Sunnyboy75 18.01.2014 20:59

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Ist echt erstaunlich, Patsy. Wo doch die Jagdreiter alle schief im Stuhlsitz auf ihren Pferden hängen und nur schnellen Galopp und Zum- Schnapstrinken- Stehen kennen
Unser Markus, ein grobes Warmblut vom alten Schlag, war das beste Jagdpferd der Welt, ähnlich wie deine Patsy, wenn ich ihn beschreiben müsste. Der ist bis Mitte 20 sicher und flott im Springerfeld gelaufen, mit jedem Reiter. Der hat mich als Kind durch meine erste Jagd getragen (mehr aus der Not heraus, mein Bekannter wollte zur Jagd und hatte ein junges Pferd, Markus sollte als Lehrmeister mit und es gab keinen anderen Reiter als mich). Je älter er wurde, desto angenehmer war er zu reiten und desto schwierigere Aufgaben konnte man ihm stellen. In der Reithalle hat er jeden runter gebockt, über bunte Stangen ist er nicht gegangen. Aber auf der Jagd ein Traum. Habe gerade vorhin noch von ihm geschwärmt.

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