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#16 RE: Erster Frühjahrsausritt nach Schnee und Frost von smarten die 21.04.2013 00:00

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Also wenn ich das so lese muss ich sagen, dass mein Smartus ein richtiges Lämmchen ist. Grundsätzlich Nerven aus Stahl und recht mutig. Ich habe ihn seit zwei Jahren und bin schon nach ca zwei Monaten mit ihm ausgeritten. Allein!
Allerdings war er gar nicht geländegängig, weil Unebenheiten ihn ziemlich aus der Balance gebracht haben. Bergab war anfangs katastrophal bis unmöglich, weil er den Hintern nicht genug setzen konnte.
Das hat sich aber massiv gebessert, seit wir sehr guten, konsequenten Dressurunterricht haben, bei dem extrem Wert auf Vorwärts-abwärts, auf aktive Hinterhand, und auf gleichmäßige Beanspruchung und Dehnung der Rückenmuskulatur gelegt wird. Mein Lehrer geht in der Ausbildung lieber zwei Schritte weniger als einen zu schnell.
Dann kam die "Hausaufgabe": Ausreiten, wann immer das Wetter und der Boden es zulassen und dabei alles klettern, was uns vor die Füße kommt.
Ergebnis: Das Pferd ist so geländegängig geworden, dass es schmale gewundene Waldwege langschreddern kann, ohne zu stolpern oder sonstwie Probleme zu haben.
Er hatte ja auch lange keine Lust auf Galopp. Erst dieses Jahr fragt er immer wieder gerne an, egal ob in Halle/Platz, oder Gelände.
Er hat gelernt, sich zu tragen, wenn er auch immer wieder die Chance nutzt, wenn er sich drücken kann.
Oft sind übrigens wir die, die als ruhiges Führpferd dienen.
Ich glaube aber, dass das durchaus ne echte Ausnahme ist.

Übrigens würde ich mich NIE auf ein sediertes Pferd setzen, auch wenns nur wenig gekriegt hat. Und Schlaufzügel sind im Gelände das gefährlichste, was ich mir vorstellen kann.
Tatsächlich denke ich, dass unsere Pferde im Gelände oft sicherer zu reiten sind, zumal in der Gruppe, weil sie das doch irgendwo kennen. Renntraining geht nicht in Hallen, und findet doch quasi immer in Gruppen statt.

#17 RE: Erster Frühjahrsausritt nach Schnee und Frost von le0nii 21.04.2013 07:22

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@smarten die

Bei der Balance wars mit meinem ähnlich. Und nach der langen Boxenruhe ists jetzt wieder grosse Arbeit.
Das Problem ist, er hat wieder zugelegt und fühlt sich gut, aber die Balance und die Muslulatur fehlt.
Das gibt ein riiiesen Konflikt und ist stressig.

Meiner ist halt ein Kleber. Anfangs brachte ich ihn kein Meter vom Stall weg. Aber ich denke das hat auch mit seiner Vergangenheit zu tun.

Er ist auch nervenstark, mutig und neugierig. Meistens eine Versicherung. Vorallem das ruhigste Pferd das ich kenne.
Aber Phasenweise lebensgefährlich..
Bei mir gehts, weil ich ihn kenne. Andere schmeisst er ohne zu blinzeln runter..
Aber fertig von uns geredet.

Ich würde anfangs nicht alleine raus, da sie sichs gewohnt sind, in der Gruppe zu sein.
Vielleicht ablongieren?
Auf KEINEN Fall Schlaufzügel reinhauen oder sonstige Sedationsmittel verabreichen...

#18 RE: Erster Frühjahrsausritt nach Schnee und Frost von alina1987 21.04.2013 08:00

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ich hab wohl auch ziemlich gück was stütchen betrifft, wir hatten ja auch keinen ganz einfachen winter mit viel verletzung und krankheit und daher nie kontinuirlich geritten, allerdings muss ich sagen das ich mich jederzeit mit retsina raus trauen kann , weil sie mich nicht enttäuscht, sie ist mir niemals durchgegangen oder hat so ernsthaft gebuckelt das es gefährlich gewesen wäre, und das gebisslos oder am knoti.das was sie am meisten stört ist das alleine ohne begleitung raus müssen, sie war ja auch ein ziemlicher kleber und daher kommt sie alleine anfangs eher auf spinnereien als mit anderen pferden in begleitung. man merkt aber auch das sie laufen und arbeiten möchte, denn sobald sie erstmal anfangen darf zu traben ist meist alles andere vergessen,
ich würde auch niemals ein pferd mit schlaufis ins gelände reiten, mit der sedierung wäre ich auch sehr vorsichtig, erst recht beim blüter, der wird nämlich ziemlich sicher auch halb verschlafen noch seine instinkte und reaktionen zu nutzen versuchen und das halte ich für seeehr gefährlich bei einem pferdetyp das sich eh sofort die beine verknotet.
ich habe allerdings mal kurze zeit meinem kaltblut eine oberflächliges seedierungsmittel geben müssen vor den ausritten, aber abgesprochen mit meinem tierarzt da pferd im gelände einfach nur noch faxen gemacht hat und sich dieser schema angewöhnt hat. mit dem mittel wurde sozusagen dieses hochspulen abgeschaltet und sie konnte gelassender mit ihrer umgebung umgehen, für mich war das aber auch kein dauerzustand ich habe sehr schnell versucht auch ohne wieder klar zu kommen eben auch weil ich es bei jedem pferd grundsätzlich gefährlich finde!

#19 RE: Erster Frühjahrsausritt nach Schnee und Frost von Kati2 21.04.2013 08:07

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Zitat
Gepostet von smarten die
[b]Also wenn ich das so lese muss ich sagen, dass mein Smartus ein richtiges Lämmchen ist. Grundsätzlich Nerven aus Stahl und recht mutig. Ich habe ihn seit zwei Jahren und bin schon nach ca zwei Monaten mit ihm ausgeritten. Allein!
Allerdings war er gar nicht geländegängig, weil Unebenheiten ihn ziemlich aus der Balance gebracht haben. Bergab war anfangs katastrophal bis unmöglich, weil er den Hintern nicht genug setzen konnte.
Das hat sich aber massiv gebessert, seit wir sehr guten, konsequenten Dressurunterricht haben, bei dem extrem Wert auf Vorwärts-abwärts, auf aktive Hinterhand, und auf gleichmäßige Beanspruchung und Dehnung der Rückenmuskulatur gelegt wird. Mein Lehrer geht in der Ausbildung lieber zwei Schritte weniger als einen zu schnell.
Dann kam die "Hausaufgabe": Ausreiten, wann immer das Wetter und der Boden es zulassen und dabei alles klettern, was uns vor die Füße kommt.
Ergebnis: Das Pferd ist so geländegängig geworden, dass es schmale gewundene Waldwege langschreddern kann, ohne zu stolpern oder sonstwie Probleme zu haben.
Er hatte ja auch lange keine Lust auf Galopp. Erst dieses Jahr fragt er immer wieder gerne an, egal ob in Halle/Platz, oder Gelände.
Er hat gelernt, sich zu tragen, wenn er auch immer wieder die Chance nutzt, wenn er sich drücken kann.
Oft sind übrigens wir die, die als ruhiges Führpferd dienen.
Ich glaube aber, dass das durchaus ne echte Ausnahme ist.



Ich denke schon, dass es typabhängig ist, wie die Pferde anfangs reagieren. Daran muss man seine Arbeit anpassen. Ich denke aber nicht, dass es ne Ausnahme ist, dass es schnell funktionieren kann.
Wir sind früher im Winter auch mit den aktiven Galoppern raus, die nebenher auch trainiert wurden. Von denen ist nie einer durchgegangen oder war überängstlich.
Natürlich reagieren die alle unterschiedlich und der Eine war unruhiger als der Andere, aber mit mehr Regelmäßigkeit wird das auch.

Ich bin allerdings der Meinung, dass das Ganze "drumherum" bei sehr aufgeregten Pferden sehr viel ausmacht und letztendlich auch, wie sich der Mensch verhält. Das meine ich jetzt zu Niemandem hier persönlich, sondern einfach allgemein.
Leider musste ich mir das oft auch selbst eingestehen und beobachten, dass andere Leute sich auf Pferde setzen und die laufen einfach - während sie bei anderen auf dicke Hose machen . Aber da kann man auch dran arbeiten.

#20 RE: Erster Frühjahrsausritt nach Schnee und Frost von Tannenprinzessin 21.04.2013 09:14

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Ich muss gestehen, ich bereite gar nichts vor. Er ist manchmal blöd im Gelände, aber das hat nichts mit Winter zu tun, sondern mit seiner Ekelphase die er hin und wieder schiebt.
z.B. ist er mal an einem Hochsommertag an der Hand beim Spazierengehen völlig ausgeflippt und man hatte das Gefühl ein ziemlich nerviges Pferd im Führring zu führen, seitwärts Trab und das die nächsten 3 km. Da hatte seine zweite RB das erste Mal einen Spaziergang mit ihm gemacht, ich war aber dabei und musste irgendwann nehmen, weil ihr irgendwann echt die Kraft ausgegangen ist, ihn zu halten. Kann ich verstehen, danach hatte ich nen lahmen Arm.

Das ist bei ihm aber nie Wetterabhängig, sondern Situationsabhängig. So sollte ich es zumindest tunlichst vermeiden, wenn das Schützenfest auch nur aufgebaut wird, rauszugehen, weil dann ist bei ihm einfach Ende. Das mag er nicht.

Ich war die letzten Wochen wieder viel draußen, mein erster Ausritt nach dem Frost war klasse, hatte 2 Wochen nix getan wegen Frost und wir waren im Schritt mit fremdem Pferd draußen. Nix.

Je weniger ... pardon ... Geschisse man ums Ausreiten macht, desto weniger machts auch das Pferd.

#21 RE: Erster Frühjahrsausritt nach Schnee und Frost von Schnattje 21.04.2013 09:55

Da ich meine Stute ( Trakener mal Vollblut ) als total durchgeknallte Durchgängerin übernomen habe , kann ich sehr gut nachvollziehen , wie das ist wenn das Gelände so garnicht geht oder nur mit ner Knallerbse unter Hintern .
"Mein" Vollblutprinz ging garnicht mehr alleine in´s Gelände , spätestens nach 100 meter fing er an zu steigen ,versuchte umzudrehen usw. das wurde echt gefährlich. Meine Freundin hatte daraufhin Gelände ganz gestrichen.
Wir haben dann angefangen ( o.k. ich musste ganz schön überreden ) die Zossen erstmal wirklich in der Bahn zu arbeiten und ne BummelschrittSchlussgeländerunde hinten dran zu hängen .
Ich glaub das hatte den Effekt das nicht nur die Pferde schonmal ein biscchen Energie abgebaut hatten , sondern auch der Reiter das erstemal groggy war und sich garnicht mehr soviele Gedanken machte wie das jetzt wohl im Gelände wird. Irgendwann hat es sich gedreht und ich hab den Vollblutprinzen und seine Besitzerin zu echten Geländejunkys gemacht. *stöhn*

Sicher mit nem zweiten geländeerfahrenen Pferd ist es wesentlich einfacher , wobei ich da festgestellt ahbe .. ist es nicht wichtig ob das Pferd ruhig im Gelände ist oder nicht , sondern es muß in Schrittfrequenz und Trabfrequenz passen. Nix ist schlimmer als mit einem im Tempo nicht passenden Gegenüber auszureiten. Wenn das nicht da ist lieber alleine raus und kreativ werden. Ich kann mich an 100 meter Feldweg erinnern , wo ich tausend gefühlte Volten , Schritt / Halt Übergänge und Abkauübungen gemacht habe , alles nur um meine Madam vom rennen abzulenken . Und ich hab festgestellt das es auch beim Vollblüter wirkt , wenn der sich aufspielte, Dressur im Gelände zu reiten .
Allerdings war es so , das ich meine Stute wegen der Durchgeherei bestimmt gute 2 Jahre ausschließlich Schritt geritten bin , beim Vollblutprinzen hat sich das ganze auf vielleicht 8 Monate beschränkt. Und wir sind wirklich konsequent bei jedem Wetter raus .

Lange Rede kurzer Sinn.... inzwischen haben wir großartige Geländepferde .... wir waren gestern gute 2, 5 Stunden unterwegs ( ca. 18 km ) Schritt und Trab ( Galopp wegen der Distanz gestrichen ) ... die Rehe waren immer schnell genug vom Weg weg , gut die Wildschweinherde war ein bischen gruselig und die Kiste mit der Plane im Gelände... naja ... einen Ausraster ahben unsere Zossen immer gut , man will ja schließlich was zu erzählen haben wenn man aus dem Gelände kommt

P.S. Unsere zwei beiden Pferde sind inzwischen 23 Jahre alt

#22 RE: Erster Frühjahrsausritt nach Schnee und Frost von Sansugu 30.06.2013 20:18

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Wie geht's denn deinem Spezi?ist ja nun auch schon wieder länger her das der Unfall passiert ist...

#23 RE: Erster Frühjahrsausritt nach Schnee und Frost von Spezi2005 01.07.2013 10:20

Danke, dem Spezi gehts gut. Seit Ende April wird er von einem 14 jähr. Mädchen mitgeritten, die sehr talentiert ist. Auch Gelände, vorerst mit Dreieckszügeln. Aber er ist seit Wochen auf Dauerkoppel und sehr sehr brav dadurch. Immer ausgeglichen. Der Bereiter hatte übrigens keinen Kreuzbandriss. Unter dem MRT hat sich herausgestellt, dass es nur ein Verdacht war, der sich nicht bestätigte.

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