#1 RE: Hufrehe von Kentucky Moon 11.06.2013 22:18

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Das Pony bei meiner RB lahmt zur Zeit vorne rechts. Es weiß keiner so genau warum. Der Tierarzt tippte auf Hufgeschwür, Huf gebadet, bis jetzt aber keine Besserung. Sie hat auch wohl leicht Athrose, doch bislang ging sie immer erst etwas steif am Anfang vom reiten und dann war es ok und sie lief normal. Nun nickt sie im Trab schon doll. Der Hufschmied meinte nun, das es auch eine einseitige Hufrehe gibt, Tierärzte sagen, das es das nicht gibt.

Wisst ihr mehr darüber?

#2 RE: Hufrehe von smarten die 11.06.2013 22:47

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Meines Wissens muss das nicht symmetrisch sein. Wenn der eine Huf stärker betroffen ist ls der andere wird das Pferd den schlechteren Huf entlasten und es sieht eben einseitig aus. Irgendwann ist der gesündere dann überlastet und reagiert auch. Dann kommt es zu der typischen Haltung.
Ich würde für eine medizinische Klärung plädieren, da Ponies Rehe ja schon gerne mal kriegen.

#3 RE: Hufrehe von Shirana 12.06.2013 10:36

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Klar gibt's das auch einseitig. Vor allem, wenn es sich um eine Belastungsrehe handelt. Da reicht es ja schon, wenn der eine Huf z.B. etwas länger ist als der andere oder anders geraspelt oder ausgeschnitten wurde. Oder halt das andere Bein geschont wird und der jetzt betroffene Huf dadurch überlastet wurde.

Aktuell hat unser Ponylein ja leider auch wieder einen Reheschub (nach 2006 der zweite in ihrem Leben). Bei ihr ist's allerdings das Gras . Aber bei ihr sind mehr die Hinterhufe betroffen statt wie üblich hauptsächlich die Vorderhufe. (Vorne ist durchaus auch was, aber halt kaum zu erkennen - vermutlich, weil ich hinten zu lange nicht dran geraspelt hab. :shame
Weil ich's kenne, hab ich's sehr früh gesehen: Pony fußt anders auf. Der Huf wird quasi etwas nach vorn geschleudert und dann flach soweit wie möglich mit der Trachte zuerst aufgesetzt. Weiß nicht, wie ich's beschreiben soll...Außerdem fußen die betroffenen Beine früher wieder ab - also die ganze Bewegung ist etwas anders als sonst. Je später man das merkt und je weiter die Rehe fortgeschritten ist, desto deutlicher wird das natürlich.
Dann kommen folgende Hauptsymptome hinzu: Der Huf wird warm (zuerst oben am Kronrand. Der Kronrand selbst wirkt (ist) dicker und ebenfalls warm. Von dort wächst der Huf steiler nach unten (das sieht man aber natürlich nicht nach ein paar Tagen sondern erst wenn die Rehe schon länger da ist - müsste beim Pony Deiner Bekannten also vermutlich schon so sein. Der Huf wächst in dem Winkel runter, in dem die gekippte Zehe steht! Also kann man dort recht gut von außen ablesen, wie schlimm es schon ist.
Der Puls in der Fesselbeuge ist deutlich stärker als sonst zu fühlen und auch schneller.
Und: Das Pony entlastet auf jedene Fall nach vorne, stellt also das Bein ungefähr so auf, wie wir Menschen, wenn wir ein Bein abknicken wenn wir z.B. in der Kassenschlange stehen oder so. Dabei gibt es sich aber Mühe, die Zehe möglichst wenig zu belasten.
Und beim Barhuf gut zu erkennen: Wenn man den Tragrand etwas beraspelt, so dass man die Weiße Linie frisch freilegt, dann erkennt man eine leichte Verfärbung ins rötliche (super bei hellen Hufen, schlecht zu sehen bei dunklen) und die Linie ist breiter! Aber auch das ist erst zu sehen, wenn die Rehe sich schon durch den ganzen Huf durchgearbeitet hat - was aber auch sehr schnell gehen kann...
Ganz schlimm und aktu ist's natürlich, wenn schon die berühmte Bock-Stellung eingenommen wird, die man auf vielen Bildern als Rehesymptom sieht. Dann wird's echt heftig und gefährlch.

Absolut sichere Diagnose bring nur eine Röntgenaufnahme. (Bei Futterrehe sieht man auch im Blut was, aber bombensicher ist nur die Aufnahme)
Auf keinen Fall würde ich das Pferd mehr bewegen als es möchte. Sonst - wenn's wirklich Rehe ist, wird der angegriffene Huf noch mehr zerstört.
Weicher Untergrund, kühlen (Huf in Eimer mit kaltem Wasser), nur Heu (!) füttern. Keine Möhren, Kraftfutter, Gras! Und ne wirklich sichere Diagnose!
Danach kann man sich dann leider mit den völlig gegensätzlichen Meinungen auseinandersetzen, ob nun Rehebeschlag aufgebracht wird oder die evtl. vorhandenen Eisen ab und barfüß die Trachte runtergesetzt wird (um den Huf um die rotierte Zehe herum neu aufzubauen) = zwei völlig gegensätzliche Meinungen. Hurra...

[ Editiert von Shirana am 12.06.13 10:41 ]

#4 RE: Hufrehe von Wasserdrache 12.06.2013 16:08

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Shirana das hast du super erklärt ich glaube ich bin auch nicht so der Rehe erkennprofi wenns gerade erst anfängt ist es sicher oft zu verwechseln mit anderen kleinen wehwehchen gut das du beim pony direkt reagiert hast

#5 RE: Hufrehe von Kentucky Moon 12.06.2013 21:57

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Danke für euere Antworten

Ich hab keine Ahnung wie die weiter machen wollen, ob sie tatsächlich röntgen würden...Wäre nämlich auch mein Vorschlag gewesen. Sie ist halt das typische Pony, neigt leider auch schnell zum Übergewicht, was sie aber über den Winter und mehr Bewegung gut in den Griff bekommen hat. Im Winter waren sie nur im Paddock, kein Gras, erst als es jetzt wärmer war, kamen sie wieder auf Gras. Denn meine RB hatte ja letztes Jahr eine schlimme Rehe. So langsam wird sie wieder fett, dadurch das sie halt 12 Stunden auf gras steht (nachts stehen sie auf ihrem Paddock) und nix tun kann. Hätte sie allerdings jetzt auch nicht mehr auf die Wiese gelassen ohne genau zu wissen, was es ist! Aber ich kann da leider nicht viel ausrichten....

@Shirana: Wenn ich ein Foto vom Huf mache, könntest du dann was erkennen oder ist das eher schwierig?

#6 RE: Hufrehe von Shirana 13.06.2013 10:28

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@ Kentucky: Also der Anblick des Hufes alleine macht's nicht. Abgesehen davon, dass ich a) kein Arzt bin und b) eine Diagnose aus der Ferne ohnehin schwierig ist.
Aber wenn Du ein Bild vom Pony hättest, wie es einfach so rumsteht und das Bein schont - oder mehrere verschiedene... dann könnte man vielleicht was sehen. Oder ein Video, wie es sich bewegt.
Aber ne handfeste Diagnose kommt da auch nicht raus. (außer, es ist schon dermaßen deutlich, dass kein Zweifel besteht. Und dann ist's schon mehr als spät...)
Ich versuch am Montag mal Mona zu fotografieren oder zu filmen (Film wird ne furchtbare Qualität haben...), wie sie auftritt. Falls man dann überhaupt noch was erkennen kann, die flitzt prächtig in ihrer Box rum und regt sich auf, dass sie nicht mit den anderen raus darf. Aber bestimmt sieht man auf Asphalt was.
Vorher schaff ich's nicht, weil ich heute allein am Stall bin und ab morgen für 3 Tage am Meer
Vielleicht kann Jana Bilder machen - falls Monas RB auch kommt und sie dann führt.

Die lassen das Pony immer noch auf die Weide??? Bei Rehe-Verdacht??? Wollen die das arme Tier umbringen??? Himmel, ein paar Tage ohne Gras werden nicht schaden - auch nicht, wenn's was anderes ist als Rehe. Aber ein paar Tage zu viel Gras WENN es Rehe ist:
Die sollen sich mal überlegen, wieviel eine Röntgenaufnahme kostet - und wieviel ein Klinikaufenthalt oder - wenn das nicht in Frage kommt: Einschläfern und Tierkörperbeseitigung sind auch nicht kostenlos! Und wenn die Klinik nicht nötig ist, muss das Pony trotzdem dann aufgestallt werden, wenn's raus kommt. Samt Kolikgefahr wegen zu wengi Bewegung - denn mit diesen Schmerzen kann es sich nicht mehr ausreichend bewegen, um den Verdauungstrakt im Gang zu halten!
Und wenn's nur ein Hufgeschwür ist, kann man das vielleicht auch erkennen.
Ich warte ja auch immer gerne ab, wie sich was entwickelt, bevor ich zum (Tier)Arzt renne, aber ein Rehe-Verdacht gehört defintitiv in die Kategorie: Früh erkannt ist halb gebannt.
Zu spät erkannt kann hohe Kosten verursachen, das Pony für längere Zeit oder für immer unreitbar machen oder im schlimmsten Fall zum Ausschuhen führen. Ich kann auch von nem chronischen Rehefall Bilder machen... steht nur 100 m von unserem Stall entfernt. Vielleicht schockt das dann genug.

#7 RE: Hufrehe von winningdash 13.06.2013 17:41

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Bei uns wurde letztes Jahr auch eine Hafistute "erlöst", weil die Besitzerin immer auch Kraftfutter gefüttert hatte, war schon der zweite Hafi, den sie zu Tode gefüttert hatte

#8 RE: Hufrehe von Kentucky Moon 13.06.2013 19:47

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@Shirana: Das du keine richtige Diagnose machen kannst, ist mir bewusst, dachte nur. man könnte vllt an der Stellung des Hufes was sehen... TA war ja da, war allerdings nicht dabei, weiß nicht, ob sie überhaupt über Rehe gesprochen haben.... Sie hat auf die Hufzange auch nicht reagiert. Der Huf sollte aber gebadet werden und sie hat Buta? (schreibt man das so?) bekommen. Wenn sie ruht, belastet sie beide Beine, hab ich jetzt an zwei Tagen beobachtet. Also vorne belastet sie und hinten ruht eins. Ich würde jetzt so nicht auf Rehe tippen.... na ja, ich weiß auch nicht. Der TA wird wohl nochmal kommen...

Mach dir keine Stress wegen eines Videos oder Fotos, so wie du es schaffst! Viel Spaß und gute Erholung am Meer

#9 RE: Hufrehe von Shirana 14.06.2013 09:06

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So wie Du's beschreibst, wenn sie ruht, klingt es wirklich eher nicht nach Rehe, aber vermutlich entlastet sie ja das Bein, das betroffen ist. Und wenn der TA auch mit der Zange nix auslösen konnte, passt das auch nicht - vor allem nicht dazu, dass sie so stark tickt = wirklich irgendwo Schmerzen hat.

Trotzdem kommt übreraschenderweise hier ein Video in der vresprochenen unterirdischen Qualität. Unser Ponylein ist nämlich gestern ausgebüxt und stand auf der Weide, als ich gekommen bin. Böses Pony! Aber so konnte ich schön von der Seite filmen, wie sie die Hufe aufsetzt.
Nun denn, man kann wirklich wenig erkennen. Sie entlastet vorne auch schon gar nicht mehr, das kann ich also nicht zeigen - die Heu-Diät wirkt wunderbar.

Also: Auf die Hinterbeine achten. 1. Stellung ganz leicht untergeschoben. Und dann, wenn sie ein Bein nach vorne setzt, macht sie das ziemlich flott und wirft quasi den Huf nach vorne, um nicht mit der Zehe aufzusetzen. Also eigentlich eher so, als würde sie im ordentlich gerittenen Schritt gehen oder traben, da fußt das Barfußpferd ja auch korrekterweise mit der Trachte zuerst auf und rollt dann ab. Mona schlendert aber auf der Weide rum und das sieht halt sonst anders aus. Außerdem rollt sie nicht ab sondern vremeidet auch später wieder, die Zehe zu belasten.
Ich hoffe, Ihr könnt's erkennen. Und nicht vergessen: Normalerweise sind die Vorderbeine stärker betroffen als hinten, hier ist's umgekehrt, weil ich Doof die hinteren Zehen noch zu lang gelassen habe. Sonst würde man das noch schlechter sehen...(also hatte meine Schlamperei dieses Mal was gutes ;-))

http://www.youtube.com/watch?v=1qn2JVZeyw0&feature=youtu.be

#10 RE: Hufrehe von winningdash 14.06.2013 09:20

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Aha, also bei dem einen Schritt hinten rechts, hat sie das Bein so "geworfen", wie Du das beschrieben hattest! Danke! wieder was dazugelernt

#11 RE: Hufrehe von Kentucky Moon 14.06.2013 22:28

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Danke Shirana, auch ich hab wieder was gelernt

Also, ich muss mich nochmal korrigieren! Sie hat wohl beim ersten Besuch vom TA auf die Zange ganz leicht reagiert, deshalb der Verdacht auf ein Hufgeschwür. Und ein leichtes pulsieren war wohl da.

Nun war der TA wieder da! Das pulsieren war weg und auf die Zange hat sie wieder ganz leicht reagiert. Das Lahmen ist auch stärker geworden und die Beugeprobe war auch positiv. Jetzt wird der Huf dann mal geröngt! Ich bin gespannt...

#12 RE: Hufrehe von Shirana 18.06.2013 09:31

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... ich bin auch gespannt. Vielleicht ja auch ein Hufbeinbruch? Soll ja öfters vorkommen.

#13 RE: Hufrehe von santöschen 18.06.2013 09:58

ich weiß das meine mutter mal eine stute hatte die einen hufbeinbruch hatte,stand eine halbes jahr in gips,weiß allerdings nicht ob da noch andere faktoren
einen rolle spielten,die lahmheit war dann weg ungefähr 5 jahre und dann kam sie wieder,da sollte ein nervenschnitt gemacht werden wo aber dann raus kam
das der schonmal gemacht wurde ( die stute kam von einem händler,wir wussten gar nichts aus ihrer vergangenheit) zum schluss hat sie dann immer mehr angenommen
zwar gefressen aber sah aus wie ein hungerhaken,und das schlimmste war sie hatte nur noch schmerzen und konnte dann gar nicht mehr laufen,sie wurde dann eingeschläfert

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