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#31 RE: Schwellung am Sprunggelenk von Shirana 13.08.2014 21:56

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Na fein, ist doch kein Weltuntergang! Jetzt kannst Du bestimmt wieder besser schlafen, hihi.

#32 RE: Schwellung am Sprunggelenk von Neshad 13.08.2014 22:15

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Ja, auf jeden Fall!!
Da hätte ja auch echt was Anderes kommen können. Aber bin gespannt, wann sich der Kleine dann das Nächste zuzieht. Gestern kam er schon wieder mit sooo 'nem Placken an der Schulter von der Koppel. Kleines Wündchen und darunter ein großer Bluterguss.
Ich weiß nicht, was der mit seinen Spielkumpels so alles treibt.

#33 RE: Schwellung am Sprunggelenk von daemon-rider 13.08.2014 23:06

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Schön dass das Rätsel jetzt endlich gelöst ist und es nichts so Schlimmes ist. Die Sehnenscheidenentzündung heilt schon wieder aus ...

Ich glaube bei dem Schimmelchen siehst Du auch alle Beulen viel besser als bei braunen Pferden.

#34 RE: Schwellung am Sprunggelenk von smarten die 13.08.2014 23:40

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Oh ja, und wenns dann noch heller wird sieht man auch Blut so gut.
Smartus hatte die doofe Angewohnheit, den anderen Jungs immer den Kopf zwischen die Beine zu stecken, möglichst von hinten, um zu gucken und zu riechen, obs denn auch Jungs sind. Der kam dann schonmal mit Nasenbluten und dicker Beule auf der Stirn an.

#35 RE: Schwellung am Sprunggelenk von Neshad 14.08.2014 17:06

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So langsam sinkt die Erleichterung wieder etwas... Ich erinnere mich, dass die letzte Sehnenscheidenentzündung, die ich mitgekriegt habe, nicht so einfach heilte... Letztendlich hat die nämlich auf die Sehne übergegriffen und es wurden 6 Monate Schrittprogramm daraus plus nur noch eingeschränkt reitbar für die Zukunft.
Ich denke, die angegebenen 3 Wochen der TÄ kann ich auf jeden Fall verdoppeln und dann weiter sehen. Dann kommt eh wieder der Winter und man kann wenig machen...

Ich denke mir, dass er noch jung ist und wir sooo viel Zeit haben, und (meiner Meinung nach ) die beste Zeit zum Reiten sowieso gekommen ist, wenn die Herrschaften etwas gereifter und gesitteter sind. (Sprich älter.)
Aber so richtig fühlen tu' ich das leider irgendwie nicht.

#36 RE: Schwellung am Sprunggelenk von daemon-rider 14.08.2014 17:15

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Ich glaube dass das sehr schwer einzuschätzen ist da es bei "Sehnenscheidenentzündung" eine grosse Bandbreite gibt. Da kann wahrscheinlich auch der TA nur Mittelwerte für die Auszeit angeben. Bei jüngeren Tieren heilt sowas aber auf jeden Fall schneller als bei älteren.

Hast Du den TA mal gefragt ob Du den Heilungsprozess mit irgendwas unterstützen kannst?

#37 RE: Schwellung am Sprunggelenk von Victoria_L 14.08.2014 17:46

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Na das sind doch schon mal "Arbeitsdiagnosen" , mit denen man beruhigter umgehen kann als mit so manchem anderen.

ERsteinmal : in den meisten Fällen und unter korrekter Therapie heilen Sehnenscheidenentzündungen völlig blande und komplikationslos aus !
Erst recht bei einem jüngeren Patienten! Das sollte dir Hoffnung geben !
DIe Tatsache, dass allerdings ein Gelenkserguss dabei ist, spricht für eine massive Überlastung der Stelle, und für eine eher schwere Sehnenscheidenentzüngung !
Bei leichten bis mittleren Sehnenscheidenentzündungen wäre nämlich defintiv kein Gelenkserguss mit dabei ! (oder ist der ERguss nicht im Gelenk, sondern an der SEhnenscheide, ähnlich einer Bursitis?! Das wäre superwichtig zu wissen, weil völlig andere Therapieaspekte !!)

Also, sollte der Erguss wirklich IM Gelenk sitzen und nicht AUF dem Gelenk:
Musst du davon ausgehen dass es sich um eine schwere Sehnenscheidenentzündung handelt.
Heisst im Klartext: Antiphlogistika, ordentlich dosiert, über 2-3 Wochen, keinesfalls vorher runterfahren. Wenn die Entzündung nicht zur Ruhe kommt, hast du eine massive Chronifizierungsrate !! Also lieber 3 Wochen in den sauren Apfel beissen.
Denn: bei nicht ordentlich abgeheilten Sehnenscheidenentzündungen ist die rezidiv-Quote sehr hoch ! (heisst : es kommt sehr leicht wieder, auch schon bei kleineren Anstrengungen !!)
Eine Tendovaginitis ist ausgesprochen schmerzhaft, deshalb ein doppelter Grund im ordentlich Schmerzmittel und Antiphlogistika zu gönnen.
Denke bitte unbedingt an Magenschutz. Pferde sind da allgemein schon empfinlich. Selbst wenn er einen Vollblut-untypischen-Saumagen hat : das Kolikrisiko ist bei Schmerzmittelgabe sehr hoch, vor allem wenns länger als 5 Tage geht.

Tendovaginitis Therapie heisst im wesentlichen: Antiphlogistika bis zum umfallen über längere Zeit, plus absolute RUHE !
Die betroffene Sehnenscheide bzw SEhnenscheidenfächer brauchen RUhe und sollen wenn es irgendwie geht null bewegt werden !
Beim Lauftier PFerd leider nicht möglcih. Ich würde daher davon abraten, ihn mit seinen KUmpels auf die Weide zu stecken. Zäune lieber einen kleinen Paddock nahebei ab: dann ist er draußen, kann die anderen über den Zaun hinweg sehen und KOntakt haben, aber nicht toben !
Unkontrolliertes Toben ist das reinste Gift !
Wenns nur die Tendovaginitis wäre, würde ich dir auch von gut gemeinten Spaziergängen abraten.
Nun ist es aber ja leider so, dass dein Pferd einen Gelenkserguss dazu hat. Die Standard Therapie ist folgende: ANtiphlogistika + leichte Bewegung.
VIel Bewegung ist Gift, stehen aber auch !! Eine moderate Gelenksaktion ist nötig, damit der Erguss schonend und schnell resorbiert werden kann!
Und da hast du das Kernproblem deiner DIagnose: weder Erguss noch Tendovaginitis sind echte Probleme. Aber beides in Kombi heisst, du musst die Gratwanderung zwischen maximaler Schonung und minimaler Belastung finden.

Denn das Kernproblem ist: das betroffene Gelenk brauchte Bewegung ohne große Belastung, die Sehne aber leider absolute Ruhe .

Wenn es mein Pferd wäre, würde ich lieber 4-6 Wochen einplanen, und keinen Tag zu früh. Ich würde ihn nicht auf die Koppel stecken, sondern in einen Einzelpaddock nahebei. Dann hat er zwar Kontakt zu den anderen und frische Luft und erlebt was, aber kann nciht toben oder rennen.
Das bisschen Bewegung in einem Extrapaddock sollte erstmal in Kombi mit ANtiphlogistika genügen um den Erguss abheilen zu lassen. Weil laufen wird er eh.
Ich würde außerdem unbedingt auf Magenschutz bestehen.

Die Crux deiner Geschichte liegt nicht an der sache an sich : das heilt bei deinem 100% aus, bin ich mir sicher. Das Problem liegt vielmehr darin, dass du Angst haben musst dass es wieder kommt! Und diese Gefahr ist nunmal sehr groß, wenn es nicht vollstöndig ausgeheilt ist.
Wann genau es ausgeheilt sein wird, wird dir kein Tierarzt der Welt genau sagen können! Denn das ist nicht am Befund festzumachen (also wann im Sono kein ERguss o.ä. mehr da ist), und auch nicht an einer bestimmten Schonzeitfrist. Leider! Man sagt, es ist geheilt wenn der Patient bei moderater Belastung keinerlei Symptome oder Schmerzen mehr schildert. Problem: er kann dir nicht sagen, obs beim Toben auf der Koppel heute wieder ein wenig geziept hat!
Ich würde aber rein aus der Erfahrung davon ausgehen, dass alles unter 3-4 Wochen Hexerei wäre. Gerade wegen des Gelenksergusses würde ich eher 4-6 Wochen mindestzeit ansetzen.
Wenn es mein Pferd wäre, würde ich ernsthaft drüber nachdenken zu tapen. Tapen entlastet und schont die betroffene Sehnenscheide enorm ! Ermöglicht aber dennoch Bewegung für ihn (was dem erguss hilft)

Was du sonst noch tun kannst, um die Therapie zu beschleunigen:
Kühlen !!! Das betroffene Gelenk zb 20min täglich unter den kühlen Wasserschlauch halten. Quarkwickel, Kühlgamaschen etc.
Mit einem KOMPETENTEN TA ernsthaft erwägen, den Erguss unter sterilen Umständen zu punktieren (je nach Größe des Ergusses und Zutrauen des TA).
Wenn die Flüssigkeit raus ist, heilt es schneller. ALte Chirurgenweißheit. Ich möchte aber an der Stelle betonen, dass die wenigsten Standard TA die in den Reitställen so unterwegs sind, regelmäßig punktieren, geschweigedenn Erfahrung gesammelt haben. Wenn du keinen fähigen TA auftreibst, dann lieber nicht punktieren sondern 2-3 Wochen länger in die Genesung investieren.
(es kommt natürlich auch auf die Größe des Ergusses an. Bei 3 cm3 brauchst du nicht drüber nachdenken. Wenn aber zb 50ml Ergussvolumen anzunehmen sind, dann bringt es viel. (die Größe des Ergusses und sein Volumen lässt sich mit 2 Klicks aus dem Ultraschallbefund entnehmen)
Um jeden Preis toben verhindern und sonstige unkontrollierbare Alltagssituationen !
Sich selber am Riemen reissen: zb nicht nach 3 Wochen Pferd auf dem Reitplatz vorsichtig longieren wollen, um zu sehen ob es schon besser geworden ist !
Eine einzige Falschbelastung führt dazu, dass du wieder von vorn anfängst.

ABer nur Mut: wenn du alles richtig machst, heilt das alles ohne Probleme und FOlgeschäden aus und er ist danach wie immer =)

#38 RE: Schwellung am Sprunggelenk von smarten die 14.08.2014 19:04

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Ich habe ja selber keine Erfahrung mit sowas, aber eine erfahrene Bekannte empfiehlt eine Punktierung nur in der Klinik, aus hygienischen Gründen, und weil die einfach mehr Erfahrung damit haben. Grundsätzlich sollen auch Blutegel helfen. Da sollte aber auch jemand erfahrenes dran.

Ansonsten: wie praktisch, dass wir Vic haben!!!

#39 RE: Schwellung am Sprunggelenk von Neshad 14.08.2014 21:29

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Danke Vic!
Wie gesagt habe ich sowieso schonmal um die 6 Wochen eingeplant...
Der Kleine steht momentan auf einem Paddock neben einem Kumpel.
Der Erguss sitzt wirklich im Gelenk, allerdings sozusagen auf der anderen Seite. Also innen, eben da, wo die Kreuzgalle ist. Außen ist die Sehnenscheidenentzündung. Aber ist wahrscheinlich egal, ob innen oder außen, da das Gelenk ja keine Trennwand enthält? Also somit ja, der Erguss sitzt im Gelenk.
Ich war heute eine halbe Stunde mit ihm spazieren... Wüsste aber nicht, woran ich festmachen könnte, was zu viel und was zu wenig ist... Ich versuche einfach, ein Gefühl zu entwickeln.

FRAGE: Nur harter Boden oder zu gleichen Teilen harter und weicher Boden? Ich weiß, dass man bei Sehne auf hartem Boden laufen soll, aber bei Gelenk soll man doch eher auf weichem Boden laufen... Wie ist das bei dem Erguss? Harter oder weicher Boden? Oder beides zu gleichen Teilen?
Was denkst du denn, wie lange ich einplanen sollte, bis ich ihn wieder normal belasten kann? Also abgesehen von den ersten 6 Wochen Schonung. Weil du ja meintest, dass es wieder kommen kann.

Behandlung ist wie folgt: Die ersten drei Tage Danilon. (Also Schmerzmittel+Entzüngungshemmer über's Futter.)
Danach bekommt er für die nächsten 18 Tage ebenfalls einen Entzündungshemmer über's Futter, allerdings ist das so eine Pille (ich habe extra den Namen erfragt und ihn natürlich wieder vergessen ), die von Pferden sehr gut angenommen wird, also sehr magenfreundlich sein soll.
Er bekommt momentan sowieso eine Flohsamenschalenkur, reicht das als Magenunterstützung? (Füttere das getrennt von Entzündungshemmer und anderen Pülverchen.) Bis vor wenigen Tagen hat er sowieso auch ein paar Wochen Bierhefe gefüttert bekommen.
Ach so, außerdem füttere ich ihm nun auch MSM. Er trägt täglich ca. 1 h eine Keramikgamasche um's Gelenk (ähnlich Back on Track Gamaschen) und ich reibe ihn 1 x täglich mit Tensolvet 50 000 ein. (Überlege aber, es auf 2 x täglich auszuweiten - habe nur Bammel, dass die Haut das nicht mitmacht...)

Die TÄ hat sich erst einmal gegen Spritzen ins Gelenk (diese H...säure) oder Punktuieren ausgesprochen. Sie meinte, das birge immer ein Infektionsrisiko und sie würde es erst einmal so versuchen, dann nochmal schallen und dann würden wir sehen, ob das nötig wäre.

An Blutegel habe ich aber auch schon gedacht, oder auch an Laserakkupunktur...

#40 RE: Schwellung am Sprunggelenk von Victoria_L 14.08.2014 22:28

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Zum Thema harter oder weicher Boden: keines tut momentan der Sehnenscheidenentzündung gut. Denn: der Boden ist wurscht, allein die Bewegung und die damit verbdundene Reibung der Sehne in ihrer Scheide ist das Problem ! Ich würde vom Spazierengehen ehrlich gesagt erst mal abstand nehmen. Erst recht von einer halben STunde. In dieser halben Stunde hast du bei normalem Schritttempo ca 2000 mal eine SEhnenreibung in ihrer SCheide provoziert (wenn wir davon ausgehen, dass er ca 1-2 mal pro Sekunde auffusst).
Lass ihn erst mal voll ihn Ruhe. Allein die tägliche Bewegung von Box zu Putzplatz zu Paddock und zurück genügt, die vielen kleinen SChrittchen dazwischen wenn er am Heuhaufen steht oder interessiert beobachtet - das genügt völlig !
Das Problem ist: du kannst nie wirklich festmachen, wann zuviel und wann du zuwenig machst, du wirst da kaum ein Gefühl entwickeln können. Er kann ja nicht sprechen, und sagen, so, jetzt ziept es seit 50m wieder ein wenig mehr. Und wenn du es merkst, sprich geringste Trittunsicherheiten wahrnimmst, ist es eh schon viel zu spät, denn dann hat er schon wieder Schmerzen und Schonhaltung.

Die RUhe in die Sehnenscheide zu bekommen, ist momentan wichtiger als ob der ERguss schneller oder langsamer resorbiert wird !

Ja ist egal auf welcher SEite der Erguss auftritt. Er ist meistens dort am besten sichtbar/zu erfühlen, wo die Gelenkkapsel am dünnsten ist.
Das mit der Punktion eines Ergusses ist ein zweischneidiges SChwert . Natürlihc, das Infektionsrisiko ist gegeben. Deswegen mein Hinweis, und der Hinweis von smarten: kompetenter erfahrener TA oder gleich in der Klinik machen lassen.
Statistisch ist allerdings belegt, dass eine Punktion wenn dann am Anfang gewinnbringend ist. Später beeinflusst das den Heilungsprozess kaum mehr.
Heisst: Am Anfang zu punktieren, bedeutet, dass die positiven Effekte weit dem INfektionsrisiko überwiegen . Macht man es erst in 2-3 Wochen, ist der therapeutische Effekt weitaus geringer, bei gleichbleibendem Infektionsrisiko.
Allerdings ist zu sagen: bei jemandem , ders kann, und unter guten Bedingungen arbeitet (sauber u steril), ist das INfektionsrisiko eher ein theoretisches Risiko .

Wann du ihn wieder normal belasten kannst? Das wird dir keiner sagen könnnen, vermutlich erst mal länger nicht. Du kannst bei normalem Verlauf davon ausgehen, dass du in 4-6 Wochen anfangen kannst in ein wenig im Schritt zu bewegen... und vielleicht in 4 WOchen mit der halben Stunde spazieren gehen anfangen kannst.
Entzündete SEhnen muss man erst mal voll in Ruhe lassen. So schwer es fällt (das gilt nicht für chronische langjährige Sehnen, da ist moderate Bewegung gut für die Gelenkschleimhaut etc). Ein akutes SEhnenproblem ohne Vorschäden, zb eine Sehnenscheidenentzündung, lässt man am besten total in Ruhe so lang es geht.
Für menschen gibts zb extra schienen, die jede noch so minimale Sehnenbewegung unterbinden. Geht beim Pferd natürlichn nicht. Erst recht nicht bei einer Beinsehne. Wenn du also davon ausgehst, dass du in 4-5 Wochen mit Schrittspaziergängen anfängst, die du allmählich bis auf 60min ausdehnst.... wird das mit der normalbelastung in den nächsten 2 Monaten eher nichts. Tut mir leid dir keine schönere Nachricht mitzuteilen...
Je nachdem wie gut es verheilt ist kannst du dann langsam aufbauen, und wsl in 3 Monaten wieder voll belasten wenn alles optimal läuft. Aber jedes Pferd ist wie jeder Mensch verschieden... eine Prognose ist da eigentlich nicht wirklich möglich. Außer, dass es langsam gehen wird. Aber: er wird wieder völlig werden, und das ist die Hauptsache !

Keramikgamaschen sind gut!
Mit dem Tensolvet schmieren würde ich aufpassen...manche haben empfindliche Haut die kannst du schnell blistern. Ausprobieren wie viel er verträgt. Wenns die Haut mitmacht, schadet es nicht wirklich.
Tapen wäre wiegesagt eine super Idee. Vielleicht gibts ja eine Physio in deiner Umgebung die das macht...

Zum Thema Ergusspunktion nochmal: ob man das macht oder nicht hängt primär von der Ergussgröße ab ! Ein großer Erguss sollte in der Regel schon punktiert werden. Bei einem kleinen Erguss macht man das nicht, der wird eh von selber ohne Probleme resorbiert sobald Ruhe im Gelenk einkehrt.
Steht und fällt also mit der ERgussgröße.

Die Hyaluronsäure Injektion, die du wahrscheinlich meinst, ist was anderes....ich versteh auch ehrlich gesagt nicht, warum dein TA das erwähnt hat.
Hyaluronsäure ist das Mittel der Wahl bei chronischen Entzündungsprozessen und vor allem bei der Arthrose. Es stellt im weitesten Sinne einen "Puffer" dar. Der dem Pferd schmerzen nimmt und positiven Effekt vor allem den Gelenkknorpel nimmt. Sprich: mittel der Wahl bei jahrelangen Arthrosepatienten und ganz besonders Arthrosepferden, wenn normale Schmerzmittel nicht mehr genügen aber das Pferd noch nicht in den Himmel soll.
Dein Pferd hat weder eine chronische Entzündung im Gelenk, noch ein Knorpelproblem. Dein Pfed hat eine akute ENtzündung, und zwar in der SEhnenscheide. Das Gelenk ist aber gesund, hat nur einen Erguss (dh. volumenzunahme der normalen Gelenksfüssigkeit). Den Erguss hat er nicht, weil das GElenk ein Problem hat, sondern das ist einfach eine Reaktion auf die Tendovaginitis !
Hyaluronsäure in diesem Fall zu injizieren , egal zu welchem Zeitpunkt, bringt bestenfalls überhaupt nix (außer Geld für deinen TA, denn das Zeugs ist richtig teuer).
Therapeutisch bringt es euch nichts. Der Knorpel ist gesund, der Knochenstoffwechsel ist altersentsprechend völlig normal. Das Zeug hat also keinen Effekt.
Nur: es wird ihm schweineweh tun, und birgt ein Infektionsrisiko, bei gleichzeitig null effekt.
(zur Erklärung der Hyaluronsäure: wenn Knochen und Knorpelstoffwechsel chronisch k.o. gegangen sind und man im Rahmen einer Arthriose kaum mehr Knorpel hat: dann lagert sich Hyaluronsäurekomplexe zwischen die verbliebenen Zellen ein, spielt quasi Zellpuffer und Lücken-auffüller. Bei gesundem Knorpel und Kncohen gibts keine "Zellücken" und auch sonst keinen Stoffwechselbedarf an Hyaluronsäure, das Zeug wird ohne Effekt abgebaut. Beispiel Plastische Chirurgie: Hyaluronsäure ist extrem beliebt zur Faltenunterspritzung im GEsicht, wird als "filler" an den Wangen genommen.)

zum Thema Magenschutz: die Flohsamenschalen sind ein natürliches Quellmittel, und in erster Linie kein Magenschutz.
Im Magendarmtrakt quellen die Flohsamenschalen auf, speichern das wasser und regen die Verdauung an - so sehr dass ab einer gewissen Dosis mit Durchfall zu rechnen ist. Beim Menschen wirds zum Beispiel vor allem bei Tumorpatienten mit Verstopfung verwendet ... damit da wieder was vorwärtsgeht im Darm.
Das ist kein Magenschutz, allenfalls ein ganz geringer.
Wenn deine TA allerdings sagt deine Schmerzmedikation ist magenfreundlich... würde ich das erst einmal so glauben.
Es sei denn er ist sehr magenempfindlich. (weisst du ja wahrschienlich nicht, da du ihn noch nicht lange hast).
(beim Menschen ist es ein Kunstfehler der dir viel Geld kosten kann, wenn du länger als 5 Tage schmerzmittel als Tabletten gibst ohne Magenschutz).
Schmerzmittel ist nicht gleich Schmerzmittel. Auf den Wirkstoff kommt es an. (guck mal auf den Beipackzettel der Schachtel). Und die meisten "klassichen" Schmerzmittel gehen leider schon auf den Magen. Vor allem die Antiphlogistika, denn ihr Wirkmechanismus steht immer konträr zum Magenschleimproduktion. Der Magenschleim schützt den Magen vor der Säure. Fehlt der SChleim, überwiegt relativ die Säure und man bekommt es im Magen.
(ich erspare euch weitere Ausflüge in die biochemische Wirkung und Effektwelt der Prostglandinsynthese , an der sich das ganze aufzäumt)
Ich schweife ab, lange rede kurzer Sinn: das mit dem Magenschutz ist wirkstoffabhängig !! AUf dem Beipackzettel steht der genaue Wirkstoff. Oder du googelst es. Wenn du den Wirkstoff des SChmerzmittels kennst, kannst du das Magenschmerz-Risiko automatisch einschätzen.

Blutegel könnten tatsöchlich helfen.
Die Keramikgamasche oder sonstige "Kühlung" schadet übrigens nie - je mehr STunden gekühlt, deso besser!

Tut mir leid dass das wieder so länglich geworden ist. Aber wenn man nicht genau erklärt, ist es schwer verständlich.

#41 RE: Schwellung am Sprunggelenk von Victoria_L 14.08.2014 22:50

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Ohje, ich glaub das geschrieben hört sich an wie das typische Chirurgen-Aufklärungsgespräch: entweder wir operieren, oder sie sterben.
So wollte ich es nicht klingen lassen.

Also nochmal auf nicht-chirurgisch:
Freu dich, denn er wird, wenn du ein paar Sachen richtig machst, wieder voll fit werden, denn er hat letztendlich "nur" eine akute mittel bis schwere SEhnenreizung.
Mit ein bisschen wachsam sein, kritischer Diagnostik und vor allem viel Ruhe wird der bald wieder der alte sein.... und keine Folgeprobleme haben.
Einfach 4-6 Wochen komplett Ruhe, und dann mal vorsichtig gucken und wieder aufbauen.
Ein bisschen vorsicht wegen der Langzeit-Entzündungshemmer...und kritisch sein wegen gewisser Aspekte. Aber ansonsten - sieht die welt schon bald wieder wie vorher aus ! In ein paar Wochen wird alles beim alten sein.
Bin ich mir sicher !

#42 RE: Schwellung am Sprunggelenk von Neshad 15.08.2014 00:36

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Haha, kein Problem, finde ich gut, deine Ausführungen! Vielen, vielen Dank!

Dann gucke ich eben doch genauer drauf als die TÄ das gesagt hat. Diese Pillen habe ich leider ohne Beipackzettel - die TÄ hatte die nur in 60er-Döschen, sodass sie mir die nötige Anzahl in einer Dose mitgegeben hat, also ohne Zettel. Wie gesagt hat sie mir extra noch den Namen und den Wirkstoff gesagt, es war was mit E... super, ne? Aber auf jeden Fall nicht Equipalazone, das hätte ich mir ja gemerkt (bekannter Name) und wäre jetzt auch nicht das Magenschonendste gewesen.^^ Ich hab dauernd sowas wie "Evoloxyn" drin, aber das gibt's nicht...

Die TÄ wollte in 3 Wochen nochmal schallen. Macht das denn überhaupt Sinn, wenn ich ihn deiner Meinung nach (und meiner ja auch) eh 4 bis 6 Wochen ganz in Ruhe lasse?

Wie wäre das denn deiner Meinung nach mit Koppelgang? Könnte das nach 6 Wochen wieder gehen oder nicht? Ich frage, weil ich in 6 Wochen 3 Wochen lang kaum da sein werde. Und da ich nun selber jeden Tag 2 bis 3 Mal am Stall sein muss, um ihn raus- und reinzustellen sowie zu misten, wäre das schlecht, wenn ich das in 6 Wochen immer noch machen müsste. Weil ich eben dann nicht da bin...
Klar kann man versuchen, was zu organisieren, aber dann kann ich wenigstens jetzt schon planen. Die Koppel wäre dann sozusagen das Aufbauprogramm, könnte ja dann in der Zeit aufgrund meiner Abwesenheit auch nicht laufen gehen.
Also evt. in 5 Wochen stundenweise den Koppelgang erhöhen, dass er dann nach 6 Wochen wieder draußen bleiben kann, wenn ich nicht da bin...

#43 RE: Schwellung am Sprunggelenk von Neshad 15.08.2014 00:46

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Oh nee, ich denke mir gerade selber, dass gleich wieder Koppel im Vergleich zu langsam das Schritt führen steigern nicht so wirklich nach dem passenden Programm klingt.
Naja, werden wir sehen, wer in der Zeit für mich einspringen kann... :/

#44 RE: Schwellung am Sprunggelenk von Neshad 15.08.2014 10:20

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Heute morgen erzählt mir der Stallbesitzer was von mein Pferd sei ja letztens, als er den Heuballen auf der Koppel erneuert habe, so was von mega abgedreht angaloppiert gekommen und alle anderen hinterher, er habe richtig aufpassen müssen... Hätte er ja nieee gedacht, dass der sich so zum Chef entwickelt...
Ja, bitte erzähl's mir noch!! Ich seh das nie, aber ständig kriege ich von anderen erzählt, was er alles für Faxen macht... Kein Wunder, da bleibt sowas wie jetzt natürlich nicht aus...

#45 RE: Schwellung am Sprunggelenk von Neshad 06.09.2014 22:44

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Gnaa, bin nicht so zufrieden. :(
Seit 3 1/2 Wochen steht der Gute jetzt schon. (Nachts Box + tagsüber eigener kleiner Paddock.) Erst noch lange Tensolvet geschmiert, bis die Haut zu gereizt war. Dann Back on Track Gamaschen genutzt, nachdem sie anfangs wenigstens für die Zeit des Tragens ein Abschwellen mit sich führten, bringen auch diese jetzt GAR nix mehr.
Schwellung war bei kühlerem Wetter 3 Tage lang besser, nun wieder seit 5 Tagen genauso dick wie vorher.
Mein Pferd wird nervig und er tut mir furchtbar leid, er langweilt sich zu Tode. Ich versuche ja alles, um ihn zu unterhalten, aber es ist langsam wirklich schwer und schlägt mir ganz schön auf's Gemüt, nachdem ich die erste Woche eigentlich sogar ganz positiv war.
Aber langsam reicht es einfach, zumal keine Besserung eintritt. Nächste Woche sind wir also in Woche 4. Habe nun noch eine Tierheilpraktikerin angerufen, die bald vorbei kommt...
Weiß nicht, ob ich nun schon den nächsten Ultraschalltermin machen soll (eigentlich wollte die TÄ nun in diesem Zeitraum zur Kontrolle kommen) oder ich es einfach noch lassen soll, zumindest bis mal die THP noch etwas herumtherapiert hat, weil sich ja eh noch nichts getan hat.
Völlig frustrierend. :(

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