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#16 RE: "Kleberin" von Mobi 02.10.2017 08:09

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@warwing: Gut ausgedrückt! --> "Einerseits soll sie zu dir kommen und Freude signalisieren, andererseits wird sie weggeschickt/auf Abstand gehalten, wenn sie dann kommt..."

Unser Abstand: relativ nah bei mir dran. Wegschicken ist für ihn irgendwie eine Strafe. Das war auch ewig unser Problem beim Longieren.... Die schickt mich weg? -->

#17 RE: "Kleberin" von Shirana 02.10.2017 09:49

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Dito! Shirana braucht meine Nähe und in aufregenden Situationen (Zahnarzt o.ä. unangenehmes) sogar meine Berührung. Nehme ich da die Hand von ihrem Hals, fängt sie selbst im sedierten Zustand an zu hampeln. Hand wieder drauf=alles wird gut, Pferdi kann ruhig stehen.
In normalen Situationen (führen, leichtere Bodenarbeit) ist sie auch ziemlich dicht dran, achtet aber sehr auf meine Körpersprache. Aber sie berührt mich fast dabei!

#18 RE: "Kleberin" von daemon-rider 02.10.2017 10:57

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@ Warwing: Danke! Ich fühle mich beruhigt dass noch andere das mit dem Abstand nicht so eng sehen

Bei Wiko habe ich ja auch die Regel dass er ruhig in "meinen Bereich" darf solange er nicht rempelt oder beisst. Im Sommer ging er immer mit der Nase ganz dicht neben/hinter mir, wohl weil er festgestellt hatte dass er so weniger Fliegen im Gesicht hat.
Jetzt, wo er in der neuen Herde auch immer mal wieder gescheucht wird, kommt er und versteckt sich hinter mir. Ich nehm das mal als Kompliment.

@ Sany: ich denke auch dass es nach so kurzer Zeit in einer neuen Herde normal ist wenn Unruhe entsteht sobald ein Pferd zurückkommt. Bei Wiko beobachte ich ähnliches. Wenn ich komme steht er jetzt immer häufiger an der Heuraufe oder mit anderen zusammen. Wenn ich ihn zurückbringe ist er erst einmal wieder isoliert und wird ein bisschen hin- und her gejagt. Aber solange das ohne Beissen oder Schlagen vor sich geht mache ich mir da keine grösseren Sorgen.

#19 RE: "Kleberin" von Neshad 02.10.2017 22:11

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Ich hab ja eh schon vom geringen Individualabstand meines Pferdes erzählt... Wenn er mir beim Führen zu nah ist, drücke ich ihn entspannt ein bisschen zur Seite.
Ansonsten finde ich es gut, wenn er dicht zu mir kommt. Das heißt, er hat keine Angst vor mir und reagiert hektisch, wenn ich mal direkt neben ihm seltsame Bewgungen mache, sondern er bleibt ruhig. Und ich kann in beengten Verhältnissen direkt um ihn rum krabbeln (an der Brust entlang oder direkt um die Hinterhand), ohne dass er denkt, er muss weichen.

Wenn sie zu dir kommt und du schickst sie zurück, heißt das auf pferdisch eigentlich "lass mich in Ruhe, geh weg, du störst mich hier". Ich würde ihr in dieser neuen Situation Nähe geben.

War gerade erst heute wieder froh, dass meiner Nähe gern hat. Habe zwei Pferde geführt, rangniedrigeres durfte nur hinter meinem laufen (der hat sonst ein ganz böses Gesicht gemacht ). Plötzlich meint meiner, oh Gras, wechselt die Seite und stand im Strick zum anderen Pferd, was hinter ihm war. Ich also quasi beide Pferde auf einer Seite verhuddelt, die andere Seite war ganz frei.
Da musste ich Puri mit meinem Körper bremsen, weil ich sonst den Strick des fremden Pferds hätte losmachen müssen. Gleichzeitig wär aber doof gewesen, wenn Puri fluchtartig vor mir gewichen wäre, weil dann hätte er sicher das andere Pferd rückwärts umgerempelt, ich hätte doch loslassen müssen, usw. usf. ...
So aber schob ich ihn nur mit Körper an seiner Brust schmusend vorsichtig auf die andere Seite zurück.

Ich mag Nähe. (Gibt ja auch Pferde, da muss man aufpassen, wenn sie dominant sind und es gnadenlos ausnutzen oder so. Meiner ist aber gar nicht so.) Ich würde deine Stute nur korrigieren, wenn sie dich umrempelt, auf den Fuß stellt, du ihr weichen musst, weil sie so nah an dir ist, oder so. Und dann aber auch ganz ruhig korrigieren, das muss nicht böse und dominant "Ich-bin-hier-der-Chef"-artig sein. Sondern einfach ruhig und freundlich in die richtige Position bringen.
Aber deine Maus klingt so unsicher, lass ihr doch die Nähe bei dir. Dann wird vielleicht auch die Kleberei besser, wenn sie gerne bei dir ist und dir vertrauen kann.

#20 RE: "Kleberin" von Sany 02.10.2017 23:14

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Wenn es nach mir ginge, dürfte sie viel näher stehen. Aber wenn ich ihr das erlaube, wird sie rempelig.
Geht sie hinter mir im guten Abstand, alles gut. Darf sie auf Schulterhöhe laufen, tritt sie mir in die Hacken und fängt das rempeln an. Lasse ich sie im roundpen (beim Ausruhen) zu nah kommen, wird die wieder rempelig, also stößt mich mit der Schulter beim raus laufen etc. Lasse ich sie etwas entfernt stehen und laufen, tut sie das nicht

#21 RE: "Kleberin" von Sany 02.10.2017 23:51

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Ich werde eure Überlegungen aber trotzdem mit ins Training einbeziehen. Es scheint mir sehr schlüssig. Und mich selber werde ich auch genauer unter die Lupe nehmen 👍🏻
Danke 🙂

#22 RE: "Kleberin" von daemon-rider 03.10.2017 10:42

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Wie sieht's aus wenn sie neben Dir geht? Bei Wiko war zu Anfang ein hinter mir Gehen überhaupt nicht drin. Ich hatte ihn immer neben mir, damit ich sehen konnte wenn er Dummheiten macht. Dabei kann man ja auch schön üben dass das Pferd sich dem Tempo anpasst (also quasi Tempiwechsel zufuss) und nicht überholen darf.
Erst als das klappte durfte Wiko hinter mir gehen.

#23 RE: "Kleberin" von Sany 03.10.2017 14:08

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Neben mir geht es erst. Kopf auf Schulterhöhe. Dann überholt sie, stößt mich an, wiehert mit lautstark in die Ohren und wird unaufmerksam.

#24 RE: "Kleberin" von daemon-rider 03.10.2017 14:52

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o.k. das klingt wie Wiko II
Bei ihm hatte ich dasselbe Problem. Ich habe mir dann einen Punkt ausgesucht an dem er für mich zu weit voraus ist. In seinem Fall sobald der gesamte Kopf vor meiner Schulter ist.

Wann immer er beim nebeneinander Gehen diesen Punkt überschritten hat bin ich stehen geblieben und habe ihn rückwärts treten lassen bis er wieder auf der korrekten Linie mit mir war. Später habe ich dann auch noch ein Stimmkommando dazu genommen um ihm anzuzeigen dass er zu schnell unterwegs ist. Er soll sich ja meinem Schritt-Tempo anpassen, nicht umgekehrt!

Auch das haben wir geübt, noch und nöcher. Sobald ich ein gewisses Tempo erreicht habe darf er antraben, wenn ich wieder langsamer gehe muss er zurück in den Schritt.

Inzwischen klappt das so gut dass falls Wiko mal verpasst dass ich stehen bleibe, er eigenständig rückwärts geht um wieder korrekt zu stehen. Sollte frisches Gras im Spiel sein gibt es aber immernoch Ausnahmen von der Regel

#25 RE: "Kleberin" von Mobi 03.10.2017 19:53

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Ich bin da etwas resoluter vorgegangen. Gerte mitgenommen und bei jedem überholen mit der Gerte angetippt. Wenn es gar nicht ging auch mal doller. Das hat ein paar Versuche gebraucht, aber sitzt nun. Hinzukommend gans auch ein Geräusch... Zzzzt. Wenn er das hört, bleibt er stehen und geht erst wieder los, wenn der Kopf auf meiner Höhe ist.

Heute bestärke ich das noch zusätzlich durch clicken und das sitzt.

#26 RE: "Kleberin" von Neshad 04.10.2017 10:01

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Meiner reagiert auf "NA - a - a!!!"... Also wie ein "Nein", was stecken geblieben ist.
Nicht mal unser Hund reagiert da drauf, und meine Familie sagt dann immer, ich soll doch normal mit dem Hund reden. Also, mein Pferd verstehts.

#27 RE: "Kleberin" von smarten die 07.10.2017 23:51

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Ich denke mal, bei Pferden ist der Individual-Abstand genauso individuell wie bei Menschen. Ich mag manche nicht allzu nah an mich ran kommen lassen, mag auch nicht von jedem oder ständig angefasst werden. Ich habe mir auch schon Umarmungen verbeten, und die Leute damit veprellt, behaupte aber von mir, dass ich ganz gut spüre, wenn andere gerne Abstand hätten.
Das betrifft nicht nur Menschen, sondern auch Pferde. Da gibts welche, die dürfen nicht so nah ( und ich denen auch nicht), und welche, die dürfen sich einiges rausnehmen. Bei manchen bin ich streng, bei anderen zärtlich.
Und sie dürfen mir auch sagen, wann es ihnen zu nah ist.
Ich erinnere mich grade, dass ich mal versehentich meiner Araberstute den Panikhaken ins Gesicht gehauen habe. Sie hatte keine Verletzung, war aber ziemlich sauer, was man daran merkte, dass sie mir mit Nachdruck in den Arm kniff, gleich losließ und mich streng anschaute. Ich hab mich entschuldigt und dann wars gut. Sie hat nie wieder begissen, und ich hab nie wieder so mit dem Strick rumgehampelt.
Smartus hat beim von-der-Weide-holen gerne die Stirn gegen meinen Rücken gedrückt. Anfangs war ich unsicher, ob er mit dem Rest seiner Hormone nicht fies wird und mich treiben will, und habe ihn gut beobachtet. Vielleicht hat er das gemerkt, er war jedenfalls nie bös.

#28 RE: "Kleberin" von Neshad 08.10.2017 00:51

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Der Schluri schnuffelt als beim Führen mit seiner Nase an meinem Rücken rum. Also nicht aktiv, sondern er berührt mich einfach.
Das lass ich auch gerne zu. Er ist halt ein Kuschliger.
Aber stimmt, smarten, man kann nicht pauschal empfehlen. Manche Pferde darf man auch nicht so nah ranlassen. Da kommts wirklich drauf an, was Lina genau für ein Typ ist... Fällt mir grade so auf, dass ich selber vielleicht zu pauschal "JA, gib/lass Kontakt zu" gesagt hab.
Aber Sany, du wirst das schon richtig spüren. :)

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