#1 Isländer reiten von Sany 14.10.2017 15:04

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Wir sind gerade auf den Rückweg von Dänemark.
In so einem Reiterleben lernt man ja das eine oder andere Reitervölkchen kennen.
Ich habe schon einige Gangpferde Reiter kennen gelernt ("Ein Gangpferd wäre was für dich!" - "Danke, aber habe einen Ex- Galopper...")
Entsprechend auch Isi Reiter. Bis dato habe ich da nie mitreden können, aber jetzt kann ich mitreden! Kurze Statement Zusammenfassung der Isi Reiter:
"Tölt ist einfach toll! Und auch sehr schnell. Galoppieren können die auch und sind auch da sehr schnell. Isis sind toll. Einmal Isi, immer Isi!"
Da Dänemark neben (fast so) schön (wie Schweden) auch eine Isländer Zucht Hochburg zu sein scheint (Schafe, Kühe und Isis.) haben wir uns zwei Isländer gemietet. Mit Strandgalopp, das typische Klischee also.
Auf jeden Fall hat der Guide uns eine kurze Einführung über den Ablauf gegeben. Darunter auch: " ... am Strand galoppieren wir dann. Lasst die einfach laufen. Und nicht erschrecken, sie sind richtig schnell."

Auf den Weg dahin gab es dann auch regelmäßig Tölt. Bequem ist das, das stimmt. Und Rückenschonend. Und vielleicht habe ich alles falsch gemacht, aber iwie so Dinge wie Bauch anspannen oder so war iWie nicht nötig. Konnte man ohne weiteres sitzen.
Dann der "schnelle" Galopp. Ich glaube, ich bin stumpf. Oder abgestumpft. Schnell definiere ich eindeutig anders 🤣

Aber es war ein einmaliges Erlebnis, mal so ganz anders.
Und bleibe bei meinem Vollblöd 😊

#2 RE: Isländer reiten von Mobi 14.10.2017 16:26

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Ich habe letztes Jahr auf Island einen Woche Islandpferde reiten in der Herde gemacht (52Tiere inkl. Reittiere).

Es ist bequem, das Grundtempo ist schneller als gewohnt, da Tölt, aber ein Galopper ist im Galopp definitiv flotter. ^^
Aber schön fand ich es auch, vorallem kommt man im Tölt schnell und bequem voran. Aber etwas größer ist mir doch lieber.

#3 RE: Isländer reiten von Sunnyboy75 15.10.2017 15:59

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Mir sind die zu klein, zu langsam, zu stumpf, zu wenig menschenbezogen auf Dauer. Aber Tölt ist schön und bequem, Rennpass macht richtig Spaß... und unkompliziert sind die. Aber "schnell" finde ich jetzt auch anders. Mir fiel immer besonders das Leichttraben schwer, die tippeln so rum. Man kann auch nicht im leichten Sitz draufistzen weil der Kopf in einer so ungünstigen Position ist. Und wenn man fällt ist der Weg so kurz dass man sich nicht mehr auf die Füße drehen kann.
Ich bin aber auch zu doof bei Mehrgängern den Takt zu hören/ fühlen und die Gänge klar zu trennen, ich brauche entweder ein gut ausgebildetes Pferd oder jemanden der neben mir steht und mir sagt was ich machen soll.
Einmal saß ich auf einem Schulpony, der war so knapp 135. RL sprach immer von "mehr treiben", aber meine lange Beine hingen so weit unten, dass ich mit dem Knie hätte treiben können. Angeblich galoppierte der auch nicht, das wusste ich aber nicht. Hab den dann einfach angaloppiert als es hiess "Übergänge" und alle haben sich schlapp gelacht und meinten "typisch Rennbahn" Einmal gaben sie mir ein Turnierpferd, das angeblich sehr schnell und sehr feurig war. Ich fand die Stute angenehm, aber "feurig" ist für mich auch was anderes. Man konnte die einfach schlecht bremsen und sie lief gut von selbst vorwärts wie aufgezogen.
Unschön finde ich ich auch (oft) die Reitweise. Nicht bei allen, aber es ist doch sehr ruppig und zielt wenig auf Gymnastik bei so manchen Alteingesessenen.


Mein Isi war ein feiner Kerl. Letztendlich bin ich aber froh dass er ein gutes neues Zuhause gefunden hat. Meine töltenden Traber waren mir lieber, feiner, sensibeler und vor allem waren die wirklich sehr schnell. Leichter machte es die Gangveranlagung aber auch nicht wenn es um "gutes" Reiten ging.

#4 RE: Isländer reiten von smarten die 17.12.2017 23:11

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Ich habe nicht viele Isländer geritten - vier, um genau zu sein - , aber die waren alle unterschiedlich und angenehm. Bis auf den Fuchs, der KEINEN an sich ran ließ, und GRUNDSÄTZLICH voerne lief. Der wurde echt schnell, wardabei aber nicht zu regulieren. Dann gabs einen recht großen, eher langsamen, aber SEEEEHHHR bequemen. Einen, an den ich mich nur erinnere, weil ich ihn den zweiten Teil einer kleinen Jagd geritten habe. Und eine Stute in Island, die ich SOFORT gekauft hätte, weil sie absolut fein geritten war, dabei flott, aufmerksam, und absolut trittsicher. Es hatte einen Wintereinbruch gegeben, alles war vereist, und sie hatte noch den Sommerbeschlag. Töltete ohne schlittern übers Eis. Aber a) gabs damals meine Araberstute noch, und b) fand ich, dass das Pferd in Island mit Sicherheit glücklicher leben würde.
Würde inzwischen aber immer wieder n VB vorziehen.

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