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#1 RE: Stellung und Anlehnung von Rustico 28.02.2009 12:41

Hallo.

Ich hab ein Problem mit meinem Rustico. Er ist auf der linken Seite fast blind.

Ich reite ihn viel aufm Platz um seine Muskulatur zu stärken und Fehlhaltungen abzubauen. Auf der linken Hand läuft alles super. Er geht total entspannt in Anlehnung und Stellung, kennt Versammlung und Verstärkung. Einfach super. gibt’s gar nix zu meckern.

Aber nun mein Problem. Auf der rechten Hand läuft gar nix. Er ist total hart und stellt sich ausschließlich nach außen. Selbst inner Volte gibt er nur wenig nach.
Nun hatte ich mir überlegt ihn vor dem Reiten auf der rechten Hand zu longieren. Er wird ja auch noch beim Reiten ausgebunden um ihm zu helfen, also wollte ich das dann beim longieren auch machen. Nun gab mir im Stall einer den Tip ihn rechts in Stellung auszubinden. Also so richtig krass ihn in die Haltung zu zwingen. Ich hab bisher alles ohne Zwang geschafft und möchte das eigentlich jetzt nicht ändern. Ich halte davon auch nicht viel. Aber ich weiß mir nicht mehr zu helfen. Das geht jetzt schon 1,5 Jahre so.

Vielleicht habt ihr noch einen Tip für mich.

Liebe Grüße Jenny und Rustico

#2 RE: Stellung und Anlehnung von Carinossylv 28.02.2009 13:05

Hey

ich kann dir leider keinen Tip geben. Nur dich in deiner Einstellung bestätigen; nicht mit Gewalt erzwingen. Das geht immer nach hinten los.

Meiner sieht auch auf einem Auge schlechter. Aber halt nur schlechter.Er ist nicht bzw noch nicht blind.
Ob er es wird weiß man noch nicht.

#3 RE: Stellung und Anlehnung von Kristin Stetter 28.02.2009 20:10

Hast du schon prüfen lassen, ob eine Verspannung vorliegt, sodass er sich rechts nicht biegen kann? So war das bei Lanzelot, seit dem der Osteopath dran war läuft er auf beiden Händen annähernd gleich.
Mit Zwang in eine Richtiung stellen würde ich auch nicht, denn so kann es gerade zu Verspannungen kommen.
Dehnt er sich denn bei der Bodenarbeit nach rechts? Vielleicht kannst du vor dem Reiten vom Boden aus lockern (Schulter vor, Schulter herein, Vorhand- und Hinterhandwendung, Rückwärtsrichten, Schenkenweichen ...)? Bei meinem hat das Wunder bewirkt. Ist auch eine nette Abwechslung.

Viel Erfolg!
Kristin

#4 RE: Stellung und Anlehnung von Rustico 28.02.2009 20:58

THP und TA haben drauf geschaut. Im Stand von Oben ist das auch gar kein Thema. Da macht er das ganz toll übertreibt es sogar gerne mal. Im Schritt können wir noch drüber reden aber alles schnellere ist keine Chance. Ich vermute wirklich dass sein Auge ihn da behindert. Vermutlich hat er Angst irgendwo gegen zu laufen. Bisher gehe ich viel mit ihm spazieren aber immer bewusst auch links. Da ist er ja nehezu blind und er soll lernen mir zu vertrauen. An der Hand beim Führen ist er auch entspannt. Mit Stimme reagiert er ganz toll. Da gehen wir ja auch nur Schritt. Werd trotzdem es mit Bodenarbeit noch versuchen.
Was haltet ihr denn von longieren und dezent ausbinden?? Also nur ihm die Richtung deuten nicht die Richtung vorschreiben, er soll ja selbst dahin finden.
Hab in einem anderen Forum den Tipp Dipo Trainer bekommen, was haltet ihr davon?? Ich empfinde es schon fast wieder als Zwang. Ist zwar irgendwo Monty Roberts Prinzip, richtiges Verhalten leicht falsches schwer zu machen, aber mit Druck auf die Luftröhre??

Erzählt mir mal was ihr so wisst.

Grüße Jenny

#5 RE: Stellung und Anlehnung von El Carino 01.03.2009 14:51

Vielleicht hat dieses Problem auch mit seiner Vergangenheit als Rennpferd zu tun! Ich kenne das nämlich von vielen Rennpferden, die im training sind! Da die meisten " Rennreiter" keine Dressurausbildung haben, machen die wirklich viele Fehler! Und das dauert ewig bis man die raus hat! Deiner ist zwar jetzt schon lange weg vom Sport, aber bevor er zu dir kam hat sich da wahrscheinlich keiner die Mühe und arbeit gemacht das wieder hin zu bekommen! Ich würde es auch versuchen über Bodenarbeit und Longieren mit leiter Stellung über einen Hilfszügel! Nur damit er den ansatz hat! Und beim reiten viele Wendungen im Schritt, so daß du ihn immer schön stellen kannst!

#6 RE: Stellung und Anlehnung von Rustico 22.03.2009 21:17

Hallo.

Ich dachte mir ich liefer mal wieder einen zwischen Bericht. Dank des Wetters konnte ich ja nun häufiger wieder aufm Platz arbeiten. Hab es jetzt immer so gehalten, dass ich ihn eine halbe Stunde nur auf der rechten Hand longiert habe. Habe am ANfang mit Ausbindern in leichter Stellung gearbeitet und jetzt schon ohne und er macht das ganz gut. Danach dann noch vom Sattel aus gearbeitet. Zirkel vergrößern und verkleinern, Volten und viel aus der Ecke kehrt. Wenn er sich nach außen stellen will immer gleich eine Volte. Heute ist er rechts schon deutlich geschmeidiger und fleißiger. Aber ich stell fest, er ist einfach stur und mag rechts rum nicht. Im Gelände wenn er sich weigert irgendwo lang zu gehen dreht er immer nach links, ihn rechts zu halten ist ziemlich schwer, aber es wird besser.

Grüße Jenny

#7 RE: Stellung und Anlehnung von Ingenious 27.04.2009 11:46

Hallo,

also ich würde ihn auf keinen Fall in eine erzwungene Haltung beim Longieren bringen, das gibt nur noch mehr Verspannungen. Versuche doch einmal, ob er über Stangen trabt. Fange mit einer Stange an und wenn ers gut macht die 2. dazu usw. bis Du 4 bis 6 Stangen nutzen kannst. Ich hatte mit meinem die gleichen Probleme und seit ich ihn über Stangen arbeite, (er hat die Probleme allerdings auf der linken Hand) geht er schön vorwärts-abwärts und nach einer Zeit automatisch in Stellung. Beim Reiten mache ich es denn nach der Lösungsphase genauso. Mit viel Geduld und Zeit läßt er sich jetzt auf beiden Händen in Biegung und Stellung reiten. Seit 2 Wochen lasse ich ihn ab und an mal über ein Cavaletti springen und das macht ihm richtig Spaß. Den Tag danach ist er denn immer total locker im Rücken.
Wenn Du Jemanden in Deiner Nähe hast, der Natural Horsemanship macht, kannst Du auch über Bodenarbeit zum Ergebnis kommen. Da gibt es viele nützliche Tricks und Tips.
Seit geraumer Zeit reite ich meinen mit Gebisslosem Zaum und seitdem macht er riesige Fortschritte. Wenn er ein Gebiss im Maul hatte, machte er immer einen riesen Aufstand und kaute wie verrückt, das macht er überhaupt nicht mehr.
Manchmal muß man über den Tellerrand hinausschauen und neue Wege gehen um zum Ziel zu kommen. Ich komme aus der klassischen Reiterei, bin früher bis L-Springen geritten und hatte mit NHS überhaupt nichts am Hut, seit ich mich auf einen Kurs eingelassen hatte, weil ich auch schon ziemlich am Verzweifeln war und mittlerweile bereue ich nicht, neue Wege gegangen zu sein.
Dir und Deinem Galoppsi weiterhin alles Gute,
Biene

#8 RE: Stellung und Anlehnung von Rustico 21.05.2009 23:52

So wollte mal den neusten Stand der Dinge hier schreiben. Hatte heute ein riesen Erfolgerlebnis. Zum ersten mal in diesen Zwei Jahren ging Rusti bei mir auf beiden Händen in jeder Gangart auch ohne Ausbinder am Zügel. Und das wunderschön gelassen und mit viel schwung. Jetzt hab ich nur ein anderes Problem, ich kann den Trab nicht mehr sitzen, der schwingt so heftig.

Grüße Jenny

#9 RE: Stellung und Anlehnung von Carinossylv 22.05.2009 07:32

Hey Jenny
Schön das er gelernt hat dir zu vertrauen auch auf seiner blinden Seite. Pferde sind in der Hinsicht schon genial. Wenn sie erstmal vertrauen.
das problem kenn ich. Mein VB hat auch so viel Aktion im Kreuz. Ist wirklcih echt schwer. Ich habe sogar Tage wo ich noch nicht mal richtig leichttraben kann.

An was das wohl liegt?

[ Editiert von Carinossylv am 22.05.09 7:33 ]

#10 RE: Stellung und Anlehnung von Rustico 22.05.2009 08:20

Ja ist wirklich heftig. Der hat sich dermaßen entwickelt. Ich seh in ja nur noch am Wochenende und wenn er nicht so auffällig gezeichnet wäre würd ich ihn glaub ich kaum wieder erkennen. Er hat endlich richtig Muskeln im Rücken. Er sieht einfach nur noch wunderschön aus. Muss mal schauen dass ich ein schönes Foto von ihm schießen kann.


Tja, kennst du denn vielleicht einen Trick wie man den Trab dann besser sitzen kann??? Ich komm da wirklich nicht mehr mit.

Tja und dann muss er wohl sich jetzt zwangsweie an Hufglocken gewöhnen, im Trab und Galopp ist seine Hinterhandaktion so heftig geworden, der tritt sich immer wieder vorne rein.

Aber ich sag dir.... Ich bin unendlich stolz!!!!!

Grüße Jenny

#11 RE: Stellung und Anlehnung von Carinossylv 22.05.2009 08:37

Zitat
Gepostet von Rustico
Ja ist wirklich heftig. Der hat sich dermaßen entwickelt. Ich seh in ja nur noch am Wochenende und wenn er nicht so auffällig gezeichnet wäre würd ich ihn glaub ich kaum wieder erkennen. Er hat endlich richtig Muskeln im Rücken. Er sieht einfach nur noch wunderschön aus. Muss mal schauen dass ich ein schönes Foto von ihm schießen kann.


Tja, kennst du denn vielleicht einen Trick wie man den Trab dann besser sitzen kann??? Ich komm da wirklich nicht mehr mit.

Tja und dann muss er wohl sich jetzt zwangsweie an Hufglocken gewöhnen, im Trab und Galopp ist seine Hinterhandaktion so heftig geworden, der tritt sich immer wieder vorne rein.

Aber ich sag dir.... Ich bin unendlich stolz!!!!!

Grüße Jenny



Hey

das glaub ich dir. Stolz kannst sein auf den. Bin schon ein Bild gespannt.

Ne hab leider noch keinen Trick gefunden wie man die sitzen kann. Einzig wenn ich meinen schön ganz langsam gehen lasse funtioniert es recht gut.

Da ich aber Geländereiter bin, verlockt ihn die Narur immer wieder zu schneller. Meist fällt er dann in einen schönen fleissigen aber ruhigen Galopp. Allerdings ist das ja nicht sinn un zweck der Sache. Bei meinem kommt es mir manchmal so vor als könnte er nicht so aus dem Rücken wie er wollte.

Allerdings er geht recht schön über den Rücken. Ich wachse manchmal sogar auf ihm wenn er so richtig wölbt. Irgenwie wiederspricht sich das. Ne?


Er wird jetzt auch langsam aber sicher Pferd. Hab gestern ein neues Foto von ihm gemacht.

#12 RE: Stellung und Anlehnung von Carinossylv 22.05.2009 08:40

Zitat
Gepostet von Rustico
Tja und dann muss er wohl sich jetzt zwangsweie an Hufglocken gewöhnen, im Trab und Galopp ist seine Hinterhandaktion so heftig geworden, der tritt sich immer wieder vorne rein.

Grüße Jenny[/b]



Dazu kann ich dir nur sagen die Hufe überprüfen zu lassen.

Die Vorderhufe brauche zu lange um weg zu kommen. Evtl zu lang?

Hatte mein grosser WB auch ne Zeit lang. Ist der Beschlagen oder Barhuf?

#13 RE: Stellung und Anlehnung von Rustico 22.05.2009 10:24

Barhuf und frisch ausgeschnitten. Aber er hat nun mal ziemlich heftige "Plattfüße".

#14 RE: Stellung und Anlehnung von Carinossylv 22.05.2009 11:04

Zitat
Gepostet von Rustico
Barhuf und frisch ausgeschnitten. Aber er hat nun mal ziemlich heftige "Plattfüße".



Ja an dem kanns auch liegen. Dann wirst für die Übergangszeit auf Glocken zurückgreifen müssen. Bis sich die Hufe aufgerichtet haben. Und die Plattfüsse verschwunden sind. Allerdings in spätestens einem halben Jahr bei richtigem Auschnitt müßte das vorbei sein.

#15 RE: Stellung und Anlehnung von Paulaxx 22.05.2009 14:09

Zitat
Gepostet von RusticoTja, kennst du denn vielleicht einen Trick wie man den Trab dann besser sitzen kann???


Du reitest einfach zu schnell für's Aussitzen bzw. das Pferd ist im Rücken verspannt und wirft Dich. Aussitzen ist ja eigentlich nur für die konzentrierte Dressurarbeit gedacht ...

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