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#31 RE: Longieren, Pferd dreht beim Anhalten nach Innen von Kiron 05.10.2011 16:40

Sorry, aber vielen Dank! Dass ich nicht den Unterhals trainieren will bei einer erfolgreichen Gymnastizierung wäre ich gar nicht drauf gekommen.

Nochmal: der Kopf fällt bei einer erfolgreichen Gymnastizierung automatisch in die gewünschte Stellung. Es ist ein Resultat (für eine erfolgreiche Arbeit) - kein Auslöser. Auch ein untrainiertes Weidepferd würde automatisch in diese Postition fallen. Und ja, es trainiert dann automatisch Muskeln, die erstmal nicht sonderlich vorhanden sind. Deshalb muss man hier auch sehr vorsichtig rangehen. Ein Zenit, den man mit Ausbinder übrigens zu 100% überschreitet. (Warum gab es plötzlich soviele Osteopathen..:nuts

Aktives Longieren meint - kurz gefasst - die dynamische gebogene Linie. Ja, man benötigt etwas mehr Platz und schwitzt nachher kaum weniger als das Pferd.

Ein Pferd soll bei mir nicht kauen sondern eher lutschen. Es beginnt zu kauen, wenn es nach unten gezogen wird und gegen das Gebiss arbeitet. Man hat automatisch Druck auf dem Zügel (beim Reiten).
Wird die Kopfhaltung allerdings über die Bewegung erarbeitet, ist es mehr ein Lutschen denn ein Kauen. Beim Reiten habe ich so gut wie nichts in der Hand; die Zügel stehen nur ganz leicht an.

Und ja, das tut das Pferd tatsächlich auch mit Kappzaum, kurz bevor es in die Senkrechte fällt. Das ist der ursprüngliche Grund, warum man mit Kappzaum longieren sollte...

#32 RE: Longieren, Pferd dreht beim Anhalten nach Innen von jn_doe 05.10.2011 17:10

Na ja, du hast dennoch nicht unbedingt erklärt WIE man mit dem aktiven Longieren es verhindern sollte, dass ein überbautes VB mit einem tiefen Halsansatz sich erstmal schön nach außen stellt und losprescht... Oder wie man es erreicht, bei so einer Lauferei NICHT den Unterhals zu trainieren (denn er ist ja immer dabei gespannt). Mit einer "dynamischen Linie" ist es wohl nicht getan, oder?!

Du sprichst immer von der Senkrechten... Senkrechte hört sich so nach relativer Aufrichtung an, ist es das was du meinst? Dabei frage ich das im Moment noch gar nicht ab. Bardo soll mal schön mit der Nase nach vorne laufen und die Oberlinie strecken. Warum, um Gottes Willen, soll ich eine Aufrichtung antrainieren, wenn NICHTS an Muskeln da ist um das Gewicht zu tragen??? Das würde doch nur dazuführen, dass mein Pferd wie ein Elefant auf Boden rumstampft, da die Spannungsintervalle der Muskeln beim abverlangten Impuls zu lang sind... Kurz gesagt, würde ich Aufrichtung wollen, würde ich Passage und Piaffe trainieren und nicht VA, aber das wäre so...seltsam...

#33 RE: Longieren, Pferd dreht beim Anhalten nach Innen von HappsyPepsi 05.10.2011 17:13

Würde jetzt gerne von Kiron wissen, wie du ein Pferd mit einem richtig dicken Unterhals gymnastizierst, so dass es gegen Ende deiner Gymnastizierungseinheit von alleine in deine beschriebene Haltung fällt...Ich habe zumindest schon mal deine Erklärung so verstanden, dass du freies Gymnastizieren an der Longe so umsetzt, dass du mit dem Pferd auf großer gebogener Linie mitläufst...

#34 RE: Longieren, Pferd dreht beim Anhalten nach Innen von Kiron 05.10.2011 18:48

Eine Piaffe oder Passage trainiere ich nicht mit einem Weidepferd. Hier möchte ich aber ansetzen. Wenn das das Ziel sein soll, wundert mich nicht, dass das Pferd losprescht. Und bitte, lass Gott aus dem Spiel. Er hat nichts dagegen, dass ich gerne diskutiere. Deine Beschreibungen sind sehr meschanisch und starr, finde ich.

Ja, eine gewisse Aufrichtung erreiche ich tatsächlich, aber nicht permanent sondern dynamisch. Sehr schön zu steuern - finde ich - über die gebogene Linie. Gebe ich mehr Longe und nehme die vordere Peitsche zurück, so dass der Bogen weiter wird, fällt der Kopf ins VA. Ich kann das steuern, wie ich denke, dass es sein soll - egal wo der Hals angewachsen ist. Und nein, wie ein Elefant geht mein Pferd wahrhaftig nicht. Allerdings geht sie schon etwas motivierter als das Pferd in dem Video. Ich verwehre mich absolut dagegen, dass das Pferd starr in einer Haltung bleiben muss. Es ist ein Wechselspiel. Nur so bekomme ich ein Pferd, dass locker und weich zu reiten ist, sich selber trägt, schön und spontan auf Hilfen reagiert und eine gute Balance hat. Mehr will ich nicht. Bei der Piaff oder Passage sind wir noch nicht. Ich weiß nicht, ob wir dort ankommen, weil wir zwischendurch ja auch immer wieder unsere Geländephasen haben. Pferde sind halt Leidenschaft und das birgt keinen Ehrgeiz bei mir.

Ein Pferd, das losprescht, ist entweder übermütig oder überfordert. Bei Übermut bietet sich ein wenig Freilauf zum Abreagieren an und wenn es überfordert ist, sollte man vielleicht ein oder zwei Gänge zurückschalten. Ein Pferd, das an der Longe losprescht, erzeugt Druck auf die Longe. Indem Du die Longe festhältst, erzeugst Du Gegendruck. Das ist manchmal unvermeidbar, aber Druck - egal wie - erwürgt jede Form von eigener Motivation. Was aber ist schöner, als mit einem motivierten Pferd zu arbeiten?

Meine Kira hat unheimlich viel Spaß dabei, wenn wir auf dem Platz arbeiten, z.B. an der Longe. Die Peitschen ruhen meist und sie bewegt allein über meine Stimme. Sie hat zeitweise einen ganz ordentlichen Unterhals, weil sie - je nach Arbeit im Büro - auch mal nur Weidegaul ist. Trotzdem reißt sie mich förmlich mit, wenn ich sehe, mit welcher Motivation und Begeisterung sie die Sache macht. Es ist schon vorgekommen, dass ich ein verschwitztes Pferd mit weißer, tropfender Schnute vor mir hatte, obwohl sie nur am Kappzaum und im Schritt gearbeitet hat.
Die rechte Seite klappt halt nicht so gut; hier ist die Biegung ein bissi schwer und so kommt es hier manchmal vor, dass sie losprescht. Das ist aber für mich ein Signal! Da geht aber in meinem Kopf eine Sirene los, denn dann habe ich ein wenig zuviel verlangt. Ein Ding, was ich absolut vermeiden möchte, denn diese Motivation und diese Power, mit der die Stute arbeitet, möchte ich mir doch auf keinen Fall zerstören.

Weiter vorne hatte ich mal beschrieben, dass ich mit zwei Peitschen arbeite. Hierüber ist eine Stellung nach außen nicht möglich.

@HappyPepsi: Es ist ein ständiger Wechsel- ein Spiel- zwischen stark gebogener Linie bis hin zur fast geraden Linie, zwischen rechter Seite und linker Seite, zwischen verschiedenen Gangarten. Dabei beobachte ich das Pferd genau. Ich spule kein Programm ab und auch keinen Zeitraum, sondern beobachte genau, wie mein Pferd mitmacht, wann wir langsamer machen, wann der weite Bogen angebrachter ist als der enge etc. Es gibt solche Tage und solche, aber das oberste Gebot ist, dass ich mir ihre Motivation erhalte. Die Longe ist dabei wie der Zügel. Hängt sich das Pferd in die Longe, d.h. habe ich etwas in der Hand, ist es an der Zeit, nachzugeben.

Die Vollblüter sind eine so wunderbare Rasse. Sie sind so sensibel, weich und reaktionsschnell. Sie verbünden sich so gerne mit ihrem einen Menschen und sind so dankbar, wenn ihr Mensch Zeit für sie hat und mit ihnen arbeitet, sie motiviert und in ihren Talenten bestärkt.

[ Editiert von Kiron am 05.10.11 18:49 ]

#35 RE: Longieren, Pferd dreht beim Anhalten nach Innen von Sunnyboy75 05.10.2011 19:04

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Ich denke, für jedes Pferd gibt es einen Weg. Man muss einfach nur hinschauen und dann für sich entscheiden, wie man es machen will.

Ich finde das Video völlig okay und finde auch den Longenkurs von Frau Teschen gut.
Ich habe anfangs mit Marenco und auch mit Twingo mit solch einer Unterstützung an der Innenseite gearbeitet. Marenco musste zuerst lernen, den Kopf fallen zu lassen, egal wohin. Der lief die erste Zeit manchmnal mit der Nase auf dem Boden und zog Furchen in den Sand im Gelände. Das war oberste Priorität um ihn überhaupt zu entspannen und in den Takt zu bekommen. Bei Twingo war es deutlich einfacher, bei ihm habe ich recht früh zwischen Spannung und Entspannung gearbeitet- alles im v/a, aber mal mit mehr "Aufrichtung" mal mit weniger. Bei Mooni zum Beispiel hat einfach ein Halsverlängerer ihm endlich verständlich gemacht, wie er sich bewegen soll, so dass er jetzt auch am Kappzaum ordentlich laufen kann, auch wenn ich mich sehr gegen das ausbinden gewehrt habe.

[ Editiert von Sunnyboy75 am 05.10.11 19:05 ]

#36 RE: Longieren, Pferd dreht beim Anhalten nach Innen von HappsyPepsi 05.10.2011 19:35

Also ich finde diesen Meinungsaustausch echt seltsam, wenn ich das mal so sagen darf... Ständig spitze Bemerkungen...und viel bla bla (meine jetzt aber nicht Sunnyboy) Ich finds schön dass Bardo das Video hier reingestellt hast und mir gefällt es auch. Und das mit Gott... das ist eben so einen Redewendung... das bedeutet nicht mehr und nicht weniger! Finde dass man die Dinge auch echt auf die Goldwaage legen kann...

@ Bardos Erklärungen finde ich echt stimmig, konnte man gut lesen find ich...

#37 RE: Longieren, Pferd dreht beim Anhalten nach Innen von jn_doe 05.10.2011 19:50

Heh, das mit Piaffe und Passage war ein wenig Sarkasmus meinerseits... Jedenfals nicht ganz ernstgemeint. Meine Ausführungen sind sicherlich sehr sachlich, wir sprechen ja auch von physioligischen Vorgängen und da sind Emotionen (die mir nicht fremd sind) nun mal fehl am Platz.

Ein Pferd das losprescht kann auch einfach dur keine BALANCE finden können. Das ist nicht Übermut, das ist Gleichgewicht...Und es muss nicht zwingend Druck an der Longe erzeugen, es kann wie ein Duracellhase mit Fliehkraft um dich herumsausen schön schräg in die Kurve gelegt. Es muss aber nicht, wenn es gymnastiziert wird. Und ICH verstehe darunter folgendes: selbständig die Stellung halten können, locker im Genick, spurig gehen (heißt dann so viel wie "gebogen auf einer Volte, gerade auf einer Geraden") und schön im Rücken schwingen. Darüberhinaus wird das Pferd in Handarbeit (Seitengänge) geradegerichtet; damit es eben nicht "rechts ein bissl schlechter geht".

Auf dem Video was du gesehen hast, läuft Bardo das erste Mal überhaupt an der Longe und lahmt noch dazu (man sieht aufm Video eine Taktunreinheit, die man live nicht gesehen hat). 3 Tage später stand er lahm mit dem Abszess. Aber schon da hat es ihm wohl wehgetan... Glaube mir, er war motiviert!

Ich bin ehrgeizig, das gebe ich zu, aber das ist Bardo auch. Er soll ja auch kein reines Freizeitpferdchen werden, dazu wären seine Talente viel zu schade. Wenn er soweit ist, werden wir auch sportlich aktiv sein. Es steht nur nicht im Vordergrund unserer Beziehung, aber wir sind beide Sportler und es ist auch gut so.

Hier ein Ausschnitt aus unserer aktuellen Aufwärmarbeit... Ich denke Gegendruck, fehlende Motivation und "nicht aktives" Longieren ist nicht unbedingt zu sehen. Und 2 Peitschen brauche ich auch nicht. (Aber ich wollte es damit beim freien Longieren mal versuchen, wenn wir soweit sind... Wenn du Tipps hast, bin ich jederzeit dankbar!)
http://www.youtube.com/watch?v=GQjT7QLmj...e=youtube_gdata

Meinungsaustausch kann schon mal energisch werden, dagegen habe ich nichts . Ist ja alles nicht böse gemeint, sondern dient der eigenen Erleuchtung und Unterhaltung...also nur Gutes!!!

[ Editiert von jn_doe am 05.10.11 20:02 ]

#38 RE: Longieren, Pferd dreht beim Anhalten nach Innen von Mobi 05.10.2011 21:43

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@Erinnerung an alle: Immer an die Netiquette denken. Wir wollen doch ein nettes und hilfsbereites Forum sein.

#39 RE: Longieren, Pferd dreht beim Anhalten nach Innen von smarten die 05.10.2011 22:19

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Irgendwie hab ich den Eindruck, dass alle doch das gleiche wollen: nämlich ein gut gymnastiziertes Pferd, leicht an den Hilfen, gesund, beweglich, stahlharte Nerven usw.
Wie man zu dem Ziel kommt, ist aber ganz unterschiedlich. Das hängt vom Pferd ab, vom Menschen, von der Kombination beider.
Ich denke durchaus auch, dass ein Pferd mit vier Beinen auf die Welt gekommen ist und besser weiß, wie es die bedienen sollte, als ausgerechnet ich Zweibeiner. Und persönlich verstehe ich gut, was jn doe /Bardo meint.
Ich freue mich, wenn ich hier andere Ansichten höre / lese als meine eigene. Sicher bin ich öfter der Meinung, dass ich es besser kann oder weiß, aber andere Gedanken befruchten meine Einstellung. Ich stelle mich und mein Handeln in Frage, und ändere etwas oder bestätige es für mich selber. Das muss aber wirklich nicht heißen, dass der andere Unrecht hat. Es passt nur eben für mich nicht, oder für mein Pferd.
Beispiel: Natürlich steht in der HDV 12 (=Heeresdienstverordnung zur Ausbildung der Kavalleriepferde, für die, die mit der Abkürzung nix anfangen können), dass man von links führt und auch von da aufsitzt. Aber ehrlich: dem Pferd ist das komplett egal. Sieht halt besser aus, wenn die ganze Kompanie von der gleichen Seite raufklettert, nicht?
Aber mein Pferd fällt nicht um und wird auch kein schlechteres Reitpferd, wenn ich es anders mache.
Genauso mit dem Longieren, Anbinden, an Gespenster gewöhnen. Da gibt es unterschiedliche Wege, die alle gewaltfrei und unschädlich sind.
Noch ein Beispiel: Eine Bekannte, Reitlehrerin, erzählte, ihr altes Pferd habe von Anfang an dauernd fliegende Wechsel gesprungen und sie habe es ihm mühsam abgewöhnt, weil das ja keine Lektion für eine Remonte ist. Ergebnis: Das Pferd hat sich später geweigert, es wieder neu zu lernen. Sie sagte, das sei einer der größten Fehler ihres Lebens gewesen. Sich würde das nie wieder verbieten, aber auch nicht über Gebühr fordern.
Ebenso läßt sie junge Pferde in Maßen Seitengänge machen, wenn denen das hilft und sie Spaß dran haben.
Also, was solls?

#40 RE: Longieren, Pferd dreht beim Anhalten nach Innen von Sunnyboy75 05.10.2011 22:28

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Also wenn das Pferd es anbietet... mein Marenco bot auch den Tölt an, bevor er geradeaus laufen konnte und taktrein traben. Nun gibt es viele, die sagen, tölten darf man erst, wenn Trab und Galopp sitzen. Ich habe den Tölt gleich mit eingebaut und wage mir (als absoluter Gangpferde- Nichtkenner) das es dem Pferd immens geholfen hat, die anderen Gänge zu finden und zu trennen. Tölt haben wir immer mit der Situation "Gelände" verbunden, Galopp war immer Reitplatz.
Ich sehe das häufig bei den Trabern, denen ja das Galoppieren nicht nur weggezüchtet (kann man das so sagen?) sondern auch abtrainiert wird. Bieten die Galopp an, lasse ich sie erstmal gehen, egal ob der Trab schon perfekt ist., sonst bekommt man das schwer wieder rein.

#41 RE: Longieren, Pferd dreht beim Anhalten nach Innen von Sintra 05.10.2011 22:28

@Mobi
Was Kiron meint, habe ich selbst gesehen und erlebt und bei diesen Ausführungen wieder vor Augen. Schade ist nur, dass der Meinungsaustausch allgemein so starr und überzeugt von nur dem einen, richtigen Weg verläuft. Ich denke, mit etwas weniger scharfen Worten kann man gut und richtig von Kiron annehmen. Pferdeverstand ist da, was eigentlich Feingefühl pur ist. Und das sage ich als Hengst-, Stuten- und Wallachbesitzer und alle drei sind angeblich "scheintot".

[ Editiert von Sintra am 05.10.11 22:44 ]

[ Editiert von Sintra am 06.10.11 22:44 ]

#42 RE: Longieren, Pferd dreht beim Anhalten nach Innen von Swing 06.10.2011 12:59

Zitat
Gepostet von HappsyPepsi
Also ich finde diesen Meinungsaustausch echt seltsam, wenn ich das mal so sagen darf... Ständig spitze Bemerkungen...und viel bla bla (meine jetzt aber nicht Sunnyboy) Ich finds schön dass Bardo das Video hier reingestellt hast und mir gefällt es auch. Und das mit Gott... das ist eben so einen Redewendung... das bedeutet nicht mehr und nicht weniger! Finde dass man die Dinge auch echt auf die Goldwaage legen kann...

@ Bardos Erklärungen finde ich echt stimmig, konnte man gut lesen find ich...



Den Eindruck, dass einige Beiträge mit scharfem Unterton verfasst wurden, habe ich auch. Es wäre jedoch schade, wenn der Thread jetzt hier stagniert. Sachlich und mit gut beschriebenen eigenen Erfahrungen ist hier viel Wissenswertes, Hilfreiches und Lesenswertes zu vermitteln. Wir wollen doch alle einfach ein gesundes, glückliches Pferd! Auf welchem Wege wir das erreichen- dafür gibt es nicht eine einzige, festgeschrieben Methode. Lasst uns doch voneinander lernen und dieses Forum weiterhin so nett sein, wie es bisher war!

#43 RE: Longieren, Pferd dreht beim Anhalten nach Innen von Kiron 07.10.2011 08:55

Jn-Doe hat ein Video eingestellt, alle schreiben, wie toll das ist und ich schreibe, dass es mir nicht gefällt. Nun bin ich die Böse? Darf man hier nicht anderer Meinung sein?
Ja, es gibt unterschiedliche Ansätze, unterschiedliche Pferde und unterschiedliche Menschen, aber in fast vierzig Jahren Vollblut hat man tatsächlich einige positive und negative Erfahrungen gemacht und seinen Blick geschult.

Dass Du die zweite Peitsche nicht brauchst, ist nicht unbedingt eine Antwort. Brauchen tut sie wahrscheinlich keiner, aber sie ist nützlich und bewahrt z.B. vor - für mich(!!) - sehr seltsam und vor allen Dingen störenden Bodenkontrukten. Die zweite Peitsche habe ich übrigens aus dem Longenkurs von Frau Tesch übernommen. Ich habe sie eingesetzt und fand sie sehr nützlich und effektiv.
@Sunnyboy: Der Longenkurs hat tatsächlich einige gute Ansätze und ich habe mir dort auch so manche Anregung geholt. In dem o.g. Video finde ich allerdings kaum Ansätze in diese Richtung?!?

Das zweite Video zeigt ebenfalls kein aktives Longieren: die Kopfhaltung ist starr und die Biegung ändert sich auch nicht, ebensowenig das Tempo oder die Seiten. Was ist da aktiv? Dass Du mitläufst?
Außerdem lege ich schon immer Wert darauf, dass mein Pferd bei der Arbeit die Füße hochhebt und nicht gelangweilt über den Boden schlufft.

Jedes Pferd hat eine natürlich Schiefe; das ist anatomisch nunmal so. Hierdurch hat es eine schlechte und eine gute Seite, also eine Seite die besser klappt und eine, die schlechter klappt. Wenn Du schreibst, Dein Pferd läuft auf beiden Händen gleich, ist das für mich ein Beweis, dass Du noch nicht richtig hingesehen hast. Bevor Du aber groß in den Sport einsteigst, wäre es ratsam, das zu lernen. Nein, ich habe nichts gegen den Sport. Auch ich habe meine Reitabzeichen und meine Turnierschleifchen daheim in der Kiste.

Und noch was: Wenn ein Pferd losprescht, weil es die Balance nicht halten kann, ist es doch wohl eindeutig überfordert!!

@Sintra: Schade, dass Du Dir nicht die Zeit nimmst, so zu lesen, wie ich es geschrieben habe. DU warst nämlich EINDEUTIG nicht gemeint.

[ Editiert von Kiron am 07.10.11 9:12 ]

#44 RE: Longieren, Pferd dreht beim Anhalten nach Innen von Sintra 07.10.2011 09:27

Gut, dann sehen wir das einfach als unglücklich gelaufen an und ich reiche Dir die Hand zur Versöhnung?!?

#45 RE: Longieren, Pferd dreht beim Anhalten nach Innen von Swing 07.10.2011 12:12

@ Kiron:

Selbstverständlich darf man hier anderer Meinung sein!!! Der Ton macht die Musik. Dieses Forum ist, im Gegensatz zu vielen anderen, ein sehr friedliches, freundliches und hilfreiches Forum. Das soll bitte auch so bleiben. Wenn du dich auf die vorangegangene Art auseinandersetzen möchtest, mache dies doch bitte per PN und verdirb mit deiner Gesprächspartnerin zusammen nicht den anderen Lesern die Stimmung. Es wäre sehr schade, wenn ein Admin hier den Thread schließen müsste. Ich bin an dessen Inhalt interessiert- so wie andere auch.

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