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#16 RE: Halten von Ca Blue 21.09.2011 16:46

Ach so. Ja das ist klar. War bei Blue anfangs auch ein Problem, was mich bei ihm echt wunderte weil der ja eigentlich ne tolle Ausbildung hat und super gehen kann....Gut, als mir die Ostheo dann sagte, dass mein Pferd vom Ohr bis zum Po quasi alles ausgerenkt hat und seine Halsmuskeln ein Graus sind konnte ich es dann schon verstehen. Seitdem sie ihn behandelt läuft er wieder deutlich besser.

#17 RE: Halten von Wasserdrache 21.09.2011 17:27

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sunnyboy hat recht je sicherer und ausbalancierter ein pferd im halten an den hilfen steht desto weniger muss der reiter einwirken also erst am geichgewicht arbeiten. Beim halten nicht einfach ausruhen. Wenn sich das pferd beim halten gegen den zügel drückt mit durchhaltende hand verbindung halten und leichten vorwärtstreibenden schenkeldruch beihalten. Erst wenn das pferd dann nachgibt dann auch leichter in der hand werden also etwas passiver. Ach ja das ist immer alles leichter gesagt als getan aber ich würde da an korektes halten erst denken wenn alles andere stimmt . Ein Schwankendes schiff halten ist schwer

#18 RE: Halten von Swing 21.09.2011 22:02

Das hast du gut gesagt, Wasserdrache! Ich finde auch das korrekte Halten nicht so wichtig, wenn es noch andere Dinge gibt, an denen man arbeiten kann. Wenn er überhaupt anhält, ist doch auch schon gut Wozu der Ehrgeiz? Step by Step

#19 RE: Halten von Cristino 21.09.2011 23:15

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Meeensch .. jetzt krieg ich aber echt langsam das Gefühl, dass ihr mich missversteht.

Es geht mir nicht darum, dass er beim Halten da in einer perfekten Anlehnung steht + ich ihn da irgendwie "runterzuppeln" will. Mit Sicherheit nicht ! Ist mir wichtig, das mal klarzustellen.

ABER: Ich wundere mich, warum er eigentlich jedes Mal den Kopf wirklich hochreißt UND den Rücken wegdrückt - auch, wenn er vorher bereits wirklich entspannt gelaufen ist.
Ich hatte teilweise schon das Gefühl, dass ihm irgendjemand das Rückwärtsrichten irgendwann mal ohne Ende eingehämmert haben muß .. !?

Aus euren Antworten nehme ich jetzt erstmal mit, dass ich die Zügel einfach mal "weglassen" werde. Atmen, Sitzen, Stimme.

#20 RE: Halten von Swing 22.09.2011 00:11

Zitat
Gepostet von Cristino
Es geht mir nicht darum, dass er beim Halten da in einer perfekten Anlehnung steht + ich ihn da irgendwie "runterzuppeln" will. Mit Sicherheit nicht ! Ist mir wichtig, das mal klarzustellen.



Gut. Ich hatte es so verstanden. Jetzt verstehe ich es klarer. Gegenfrage: Warum stört es dich? Du stehst ja nicht stundenlang und wirst ihm nicht schaden. Lass dir Zeit, es herauszufinden. Wobei ich jetzt erkenne, dass es wirklich komisch ist. Es wird eine Ursache haben- klar! Vielleicht vermutest du das Richtige. Umso mehr Zeit braucht es, ihm zu zeigen, dass du nicht mehr so mit ihm vorgehen wirst. Rückwärtsrichten ist auch eine Vertrauenssache. Wenn das mit ihm nicht gefühlvoll trainiert wurde hängt es fest.

Überleg doch, was du erreicht hast bisher! Auch das "Problem" wirst du erkennen und lösen!

#21 RE: Halten von Sunnyboy75 22.09.2011 00:17

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Ich denke, er kennt es nicht und weiß nicht, was er tun soll, du verspannst dich und sitzt "komisch" und tust komische Dinge beim Anhalten und dann verspannt er auch.

Twingo kann das auch super, Figur stehende Giraffe, und bei der kleinsten Unebenheit meinerseits *räusper* hebelt er sich raus, bevorzugt wenn ich beim durchparieren Trab- Schritt "komisch" sitze, weil ich denke, jetzt bloss nichts falsch machen dass er sich bloss nicht raus hebelt oder wenn ich im Trab die Hand wechsele und meinen äußeren Zügel wegwerfe, bevorzugt den rechten, da geht mein Arm nämlich nicht richtig und die Hand greift nicht so gut wie links. Da Modell Vollblut ist sehr störanfällig.
Beim Fahren vom Boden- kein Problem, da hält er fein mit Kopf runter und kann ewig stehen.

Fetti ist da unsensibel, wenn der beim reiten steht steht er und wenn der Kopf einmal unten ist ist er unten und bleibt da in jeder Gangart.
Beim Fahren allerdings- und das ist das Extrem zu Twingo- kann er keine Sekunde ruhig stehen und beginnt entweder zu pullen oder stark in die Hand zu gehen und irgendwann zu steigen.
Hat das was mit der vorigen Verwendung, Konditionierung, Rennkopf beider Pferde (wisst ihr was ich meine?) zu tun?

Zitat
Gepostet von Cristino
. Atmen, Sitzen, Stimme. [/b]



... und ans Halten denken und nicht an ein Pferd, was den Kopf in die Luft streckt.
Wie beim Springen über fetse Hindernisse, immer sich vorstellen, wie es aussieht, wenn das Pferd nach dem gelungenen Hindernis weiter galoppiert.

Ja, es funktioniert wirklich! Marenco hat mir das beigebracht, der war so übersensibel und hat so viel angeboten und mitgedacht. Nur wenn ich an den Klang Zweitakt ("einszweieinszwei") im Trab gedacht habe, trabte er wirklich taktrein. Der konnte nämlich Gedanken lesen, und las meistens Tölt= Viertakt ("Blackunddekkerblackunddekker").

[ Editiert von Sunnyboy75 am 22.09.11 0:18 ]

#22 RE: Halten von Swing 22.09.2011 07:39

Schön gechrieben, Sunny

#23 RE: Halten von Shirana 22.09.2011 08:50

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Das entickelt sich ja zu ner schönen Diskussion über die Verbindung zwischen Pferd und Reiter. Das heißgeliebte "Eins-Sein"

Christino, wie sieht denn Deine Haltung beim Anhalten aus?
Ich kenn das ja alles nur zu gut von mir selbst: Wenn ich Dressur reite, denke ich oft nicht nur, was das Pferd machen soll, sondern tu's auch. So kann ich z.B. ganz toll durchs Genick gehen
Eine Reitlehrerin fragte mal, warum ich denn immer nach unten gucke. Dabei blickten meine Augen durchaus nach vorne zwischen den Ohren durch... es war mir vorher nie aufgefallen, aber ich ritt mit der Spannung in Hals- und Rückenmuskulatur, die ich vom Pferd wollte: Hals leicht aufgewölbt nach unten. Seit ich das mal gemerkt hatte. fiel's mir immer öfter auf, dass ich auf dem Pferd unbewusst "Pferd spiele".
Reiter, die ihr Pferd in höheren Dressurlektionen in die richtige (!) Aufrichtung bringen, sitzen auch immer besonders aufrecht dabei.

Deshalb denke ich mal folgendes: Wenn ich auf einem Pferd wie Tino (mit Deinen Gedanken über seine Vergangenheit und wie er das mal gelernt hat) Halten möchte, Halten denke und mich deshalb aufrichte... (und dann auch noch aus Erfahrung erwarte, dass das Pferd ja wie immer den Kopf hochnimmt und den Rücken wegdrückt...) dann würde ich bestimmt ganz genauso sitzen wie er steht: Leichtes Hohlkreuz, Kinn hoch. Und damit macht's Pferdchen das dann natürlich auch.

#24 RE: Halten von Cristino 22.09.2011 09:47

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Zitat
Gepostet von Sunnyboy75
Ich denke, er kennt es nicht und weiß nicht, was er tun soll, du verspannst dich und sitzt "komisch" und tust komische Dinge beim Anhalten und dann verspannt er auch.



Das kann tatsächlich sehr gut sein !
Vielen Dank nochmal für eure Antworten - ich wollte eben nur nicht missverstanden werden .. denn nichts liegt mir ferner, als Tino zu überfordern, in eine bestimmte Position zu "pressen", oder ihm die Schuld in die Schuhe zu schieben.

Ich denke auch, dass es eher eine Mischung aus "er weiß nicht, was ich will" und ich bin "total angespannt" ist.
Momentan ist es auch nicht so, dass wir das überwiegend üben. Ich habe das Halten immer zum Ende hin (also, wenn er schon entspannt war und sich schön rund machte) versucht, mit einzubauen. Und mich dann eben gewundert, warum er sich dabei wieder so raushebelt.

Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden, wie es weitergeht !!

#25 RE: Halten von Sunnyboy75 22.09.2011 16:18

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Zitat
Gepostet von Cristino
[quote]

Das kann tatsächlich sehr gut sein !
Vielen Dank nochmal für eure Antworten - ich wollte eben nur nicht missverstanden werden .. denn nichts liegt mir ferner, als Tino zu überfordern, in eine bestimmte Position zu "pressen", oder ihm die Schuld in die Schuhe zu schieben.




Das will glaube ich keiner und denkt auch keiner von dir. Aber manchmal ist es doch so, dass wir sehr hohe Ziele haben, eine bestimmte Übung MUSS endlich klappen, und gerade dann geht gar nichts.

Ich zum Beispiel bin ja früher mal ganz gut geritten, Springen und Vielseitigkeit bis L. Dann hatte ich lange Zeit nur noch Jungpferde, bin dann "altersbedingt" mit dem Araber und "pferdebedingt" mit Marenco, der so ein Reitplatztrauma hatte, viel ausgeritten und hatte längere Zeit keinen Unterricht und krankheitsbedingt eine einjährige Reitpause.
Dann kam Gaby, meine neue Reitlehrerin, die reitet bis Grand Prix Dressur, und ich wollte unbedingt ganz hübsch reiten und alles richtig machen, und dachte, sie denkt ich bin reiner Anfänger, denn es haben sich in der Zeit viele, viele Fehler eingeschlichen und mein Sitz ist nicht mehr ganz so toll wie er mal war. Dann noch das Pferd, was nichtmal taktrein geradeaus laufen konnte.
Jedenfalls war ich in den ersten Reitstunden so verspannt und so bemüht, dass gar nichts ging. Ich hing wie ein nasser Sack auf einem spannungstöltendem, schnaubenden Etwas, das im Kreis rannte.
Irgendwann haben wir dann mal drüber gesprochen und seitdem ging es und ich bin nicht mehr aufgeregt, wenn ich irgendwo vorreiten muss.

#26 RE: Halten von Sintra 22.09.2011 21:05

Tip: Laß Dich und Dein Pferd bei der Arbeit mal Filmen. Das hilft, Fehler zu erkennen und zu eliminieren - mir zumindest.

#27 RE: Halten von clodette 08.10.2011 12:52

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Das Thema ist ja schon ein bisschen älter und ich vielleicht hat es sich inzwischen auch schon erledigt, aber nachdem ich heute mal wieder Basis-Arbeit mit meinem Krümelchen in der Halle gemacht habe ist mir das wieder ins Auge gesprungen.

Ich habe das Problem mit dem "nach hinten entziehen" so wie es Cristino am Anfang beschrieben hat immer gut durch vorwärtsreiten in den Griff bekommen. Klingt blöd, schließlich geht es ja eigentlich ums Halten. Aber oft liegt das Herausheben und Rückwärtsweichen am fehlenden Bein des Reiters und weil ich persönlich ein fauler Reiter bin und das nicht mit Kraft ausgleichen will, habe ich in solchen Fällen erstmal ein paar Tage damit zugebracht immer mal wieder Anzuhalten und gleich wieder fleißig im Schritt vorwärts zu reiten. Die Parade zum Halt muss nicht jedesmal komplett sein, je nach Pferd reicht es oft schon wenn die Paraden angenömmen werden und das Pferd fast stehenbleibt wieder weiterzureiten. Es geht eigentlich nur darum, dass sich das Pony an der Vorwärtstendenz orientiert und die Möglichkeit des Entziehens durch Rückwärtsgehen "vergisst". Natürlich ist in der Zeit erstmal das Rückwärtsrichten gestrichen, wobei ich das sowieso seltenst übe.

Mit Koh Chang sind wir ja derzeit noch ganz am Anfang (Gleichgewicht, Takt, Losgelassenheit) aber mit ihm übe ich das auch schon, wobei es erstmal egal ist wie er anhält und wie er antritt, Hauptsache ich komme mit Paraden und treibender Hilfe durch. Er muss ja erstmal lernen was mit den Hilfen anzufangen. Die ersten zwei bis dreimal sind manchmal Hängen und Würgen, dann tritt er aber meistens richtig schön ans Gebiss heran und lässt sich auch schön fein durchparieren. Sich nach hinten zu entziehen hat er dabei noch nie versucht, ich hoffe auf so einen Quatsch kommt er erst gar nicht.

#28 RE: Halten von Swing 08.10.2011 13:04

Das Thema ist ja schon ein bisschen älter und ich vielleicht hat es sich inzwischen auch schon erledigt, NÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖ! Es hatte nur Pause.

#29 RE: Halten von Magics Monja 10.10.2011 09:09

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Halten ist bei Magic immer von seiner Laune abhängig. An der Hand und auch beim Reiten kann er das sehr schön, aber nicht wenn andere Dinge spannender sind...
Und was ich auch gemerkt habe: Übergänge wie Trab/Schritt sind eigentlich kein Problem. Klar, auch da hebt er sich manchmal raus, aber das wird mittlerweile besser. Aber: Mit Trab/Halten kann man ihn auch zur "Weißglut" bringen. Hatte mal die Situation, dass ich das auf einer Bahnrunde gemacht hab. Bin an jedem Bahnpunkt angehalten. Eselchen war danach echt motzig Und da hab ich mich irgendwann gefühlt als Würde ich auf ner Kanonenkugel sitzen. So nach dem Motto: Noch ein mal Frollein, dann kannste was erleben!!!
Hat das auch jemand von euch?

[ Editiert von Magics Monja am 10.10.11 9:09 ]

#30 RE: Halten von jn_doe 14.11.2011 12:15

Also Bardo hat das Halten recht lieb gewonnen, nachdem ich das Futterlob für das perfekte Halten eingeführt habe. Einfach ein paar Körner Lieblingsmüsli in das verhungerte Pferd werfen... Vielleicht nicht die pedagogisch wertvollste Methode, ABER ich habe nun ein Pferd, dass Komando "reiten" kennt. Daraufhin geht er SELBSTSTÄNDIG zu Aufstiegshilfe und parkt sich SELBST dort so ein, dass ich aufsteigen kann. Und STEHT dort und wartet, bis ich da bin. Dann steige ich auf die Hilfe, gebe ein paar Körnchen Müsli, steige auf (Pferd steht immer noch), lobe (mal mit Müsli mal ohne) und dann erst gehen wir los.

Das Gleiche beim halten unterm Sattel. LEICHT den Zügel annehmen (einfach die HAnd ein wenig festermachen reicht bei Bardo) an halten denken und ausatmen )schwer machen). Zuerst auch mal mit Stimme kombinieren. Und dann, wenn er vollständig steht paar Körner Müsli geben. Wichtig ist, falls er anfängt nach dem Halten sich umzudrehen um sich die Belohnung abzuholen NICHTS zu geben. NUr wenn er scön nach vorne guckt und wartet, dass er sich umdrehen DARF.

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