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#1 RE: Distanzreiten von Swing 24.06.2011 11:57

Hallo Ihr Lieben!

Bei uns geht das Thema "Wanderritt" um. Ich bin mit Swing noch nie länger als 3 Stunden unterwegs gewesen. Macht jemand von euch mit seinem Ex-Renner Wanderritte? Welche Distanzen geht ihr? Welches Tempo? Wie ich zu hören bekomme, laufen die Wanderreiter hauptsächlich Trab und Schritt. Macht eurem Pferdchen das Spaß?

Bin gespannt!

GLG

#2 RE: Distanzreiten von Mobi 24.06.2011 12:27

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Naja.. Wanderitt... also ich schrubbe einmal die Woche 15km meist auch im Schritt und ein bisschen Trab. Das ist zwar keine große Distanz, aber ich kann sagen dass Mobi da richtig Spaß dran hat. Er ist immer fleißig damit und schaut sich immer alles gaaanz genau an.
Ich denke schon, dass ein Pferd da Spaß dran hat, es ist ja eigentlich normal dass die riesige Strecken am Tag zurück legen. Wenn die Strecken länger werden sollen, muss man es halt trainieren.

#3 RE: Distanzreiten von Swing 24.06.2011 12:49

Wie lange bist du denn unterwegs für 15 km?

Mit Spaß daran meinte ich, ob es nicht zu langweilig wird nur im Schritt und Trab?

#4 RE: Distanzreiten von Lex-R 24.06.2011 14:53

hallo ihr!

ich mache auch sehr gerne ausritte...und habe auch vor demnächst längere ritte mit rio zu machen, wenn das wetter endlich mitspielen würde! rio liebt es drausen zu sein, ich glaube es müsste daher auch kein problem sein längere ritte zu machen!

bo ich werde ja noch draufkommen und wenn ich alles heil überstehe berichte ich es euch natürlich! solange wir aber auf keiner bahn vorbeikommen denke ich ist es relativ siher mit meinen spinner!

#5 RE: Distanzreiten von Lex-R 24.06.2011 14:57

etwas habe ich noch vergessen...also meiner geniest es auch nur in schritt und trab zu gehen...aber auf längere strecken würde ihm das glaube ich auch ein bisschen auf die nerven gehen!
da ich ja vor allem mit alles ex galopper ausreite und seit neuesten meistens jockeys dabei sind geht es aber auch mit vollgas...wir lassen die pferde immer mal eine strecke laufen so schnell sie wollen...machen dann ihr eigenes rennen untereinander...natürlich aber alles kontrolliert! ich muss schon sagen, man merkt wie gern sie laufen! also ich würde auf längere distanzen ihn schon auch laufen lassen! sind ja insgeheim immer noch laufjunkies!

#6 RE: Distanzreiten von Mobi 26.06.2011 15:02

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Also wir machen die Ausritte eigentlich fast nur im Schritt mit kleinen Trabreprisen, da sonst meine Stute wegen Luftmangel umkippt. Mobi muss sich also Tempo technisch an ihr ausrichten.
Ihm sind Ausritte nie! langweilig, solange man immer neue Strecken reitet.

Ab und zu Galöppel ich auch mal 500m, aber das muss nicht unbedingt sein. Tempo ist ihm egal, hauptsache raus.

Für 15km lassen wir uns 2,5 bis 3h Zeit. Man bedenke wir sind mit einer COB-Stute unterwegs (die kann einfach nicht so lange schnell laufen, aber fleißiger Schritt ist drin) und das halt auch mit Kutsche und ich reite vonweg, hinterher oder nebenher.


Ich bin mir sicher, dass Swing bestimmt auch Spaß dran hat, wenn nichts zwickt.

#7 RE: Distanzreiten von Tessy 18.10.2011 13:09

Da in meinem Thread ja mehrere Leute Interesse am Distanzreiten angemeldet haben, dachte ich mir, ich mache mal ein passendes Thema auf. Ich würde mich freuen wenn hier noch ein paar Distanzler sich zu Wort melden würden und man sich ein bisschen austauschen kann. Oder wenn Interessierte Fragen haben oder was wissen wollen - nur raus damit.
"Profi" bin ich sicher nicht, vor allem bin ich mit dem deutschen Reglement nicht so 100%ig vertraut, da ich bislang nur in Luxemburg und Belgien Wettkämpfe geritten bin, und dort das Tempo anders geregelt wird und auch die verlangten Maximalpulswerte anders sind.

Mit meinem Oldie Khalif bin ich selbst bis 80km geritten. Allerdings waren wir immer nur im hinteren Mittelfeld platziert, wenn überhaupt. Er war immer sehr aufgedreht und nervös und hatte deshalb sehr hohe Pulswerte. Unser bestes Ergebnis war ein 5. Platz über 60km im belgischen Frenois mit einer Geschwindigkeit von 15km/h. Leider kam und dann eine Weideverletzung an der Schulter in die Quere, und danach kam er nie wieder richtig in Form. Ich habe 2x versucht, ihn wieder aufzutrainieren, aber jedesmal fing er an zu ticken wenn wir mehr als 30km gingen. Er kann jetzt nächstes Jahr mit seiner RB noch die ersten Einführungsritte von dem Kleinen mitlaufen, dann ist für ihn endgültig Schluss mit dem Distanzreiten.

Navy macht sich für den Anfang ganz gut. Er hat im Training sehr regelmäßige, relativ niedrige Pulswerte und eine enorme Freude am Laufen. Seinen ersten und bislang einzigen Wettbewerbsritt hat er auf Anhieb gewonnen ohne sich groß anzustrengen. Ich bin gespannt was die Zukunft da für uns bringt.

Wer reitet denn hier noch Distanzen? Erzählt doch mal!

#8 RE: Distanzreiten von Mobi 18.10.2011 15:37

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Ich bin sogesehen Freizeit "Wanderreiter" und wir fahren halt mit der Kutsche meistens so 15-20km und ich mit Mobs nebenher.
Außer normalen Reiten auf dem Platz etc. bereite ich ihn aber nicht wirklich darauf vor, sonder wir legen einfach los. Zwischen drin, steige ich mal kurz auch für meinen Popser ab und laufe etwas nebenher. Ansonsten gehts halt locker flockig im fleißig Schritt voran. Mobs ist auch da sehr lauffreudig und hochmotivietr bei der Sachse dabei. :moehre:

Was mich interessieren würde, wie Trainiert man die Pferde auf solche richtig langen Distanzen? 15km-20km tu ich für ein Pferd eher als Witz ab. Aber so ab 30-40km aufwärts wirds sicherlich schwierig. Bin da total neugierig. :aeppeln:

#9 RE: Distanzreiten von Swing 18.10.2011 15:46

Ich bin zwar kein Distanzreiter, aber mich interessiert es auch total! Eine Bekannte ist dieses Jahr den Tevis Cup gelaufen, und das hat mich fasziniert. Wie halten die Hufe das aus? Was muss man unterwegs mit bei sich haben? Wie oft werden Pausen gemacht? 1000 Fragen...

#10 RE: Distanzreiten von Tessy 18.10.2011 16:15

Das Training hängt immer vom Pferd ab.
Kondition baust du hauptsächlich über Schrittreiten auf, also nicht am-langen-Zügel-bummeln - sondern konsequentes, intensives Schritttraining. Dabei sollen die Pferde ein möglichst zügiges Tempo gehen (mindestens 6km/h) und möglichst große, gleichmäßige Schritte machen, also nicht Trippeln oder eilig werden. Idealerweise das Ganze in hügeligem Gelände.
Wichtigstes Tempo ist dann der Trab. Nach und nach sollen die Pferde lernen, über immer länger werdende Strecken ein konstantes Trabtempo zu halten, und auch mal zwischendrin über etwas steinigeres Geläuf oder Asphalt, sowie tieferen Boden zu traben, ohne gleich den Takt zu verlieren. Ein normales Trabtempo wären 12-13km/h durchschnittlich, das wird auch generell auf den Einführungsritten verlangt. Je länger dann die Distanzen werden, desto höher wird dann das Durchschnittstempo. Wichtig ist, dass der Takt konstant bleibt, dass die Pferde nicht anfangen zu rennen wenn der Boden weicher wird, oder dass sie auf einmal stocken und man sich einen Wolf treiben muss.
Anfangs reicht es, wenn man ein paar hundert Meter in einem gewissen Tempo trabt, nach und nach werden dann diese "Intervalle" immer länger. Am leichtesten ist es natürlich wenn ein erfahrenes Pferd voraus läuft, an dessen Tempo man sich anpassen kann. So kann man auch gezielt immer schnelleres Tempo trainieren.
Galoppiert wird auf den Distanzen eigentlich nur wenn der Boden es wirklich zulässt, oder man sein Pferd gut genug kennt um auch den Endpurt im Galopp zu wagen oder den Puls auf längeren Strecken zu schonen. Viele Pferde haben deutlich niedrigere Pulswerte im Galopp, allerdings geht diese Gangart stärker auf die Gelenke, darum muss man schon ordentlich abwägen wie viel und wie lange man galoppiert, und es ist von Pferd zu Pferd unterschiedlich. Eine Bekannte von mir lässt ihr Pferd bewusst über längere Strecken "traloppieren" weil sie sagt dass dann der Puls sehr stabil ist, und die Gelenke nicht so beansprucht werden. Ich hingegen trabe dann lieber etwas schneller oder lasse zwischendrin mal ein Stück richtig galoppieren, weil ich sonst gerne das Gefühl habe dauernd "auf der Bremse zu stehen". Wie gesagt, das ist halt von Pferd zu Pferd unterschiedlich.

Als ich Khalif im Training hatte für die 80km Strecke sind wir im Winter fast nur Schritt ausgeritten. Ab Februar kam dann nach und nach die Trabarbeit dazu, und Ende März/Anfang April war er dann soweit dass er im Training Runden von 30-40km ging wovon wir dann aber etwa 80% der Strecke ausschließlich getrabt sind. Etwa eine Woche vor dem Ritt ging es dann auf eine größere Runde (etwa 50-60km, oder am Wochende je 30 an einem Tag) und das hat dann gereicht. Wenn die die Grundkondition bis einmal haben, muss man die Ritte halt sorgfältig planen und zwischendurch nur regelmäßig reiten, aber keine so großen Runden mehr.

Den Kleinen werde ich jetzt im Frühling mal "grundaufbauen", dh austesten wie schnell er überhaupt traben kann, und wie lange er ein solches Tempo durchhält ohne sich aufzuheizen und dauernd galoppieren zu wollen. Und dann werde ich versuchen, dieses Tempo zu festigen, also dass er es schön ruhig und gleichmäßig läuft, ob er nun nebendran geht, hintendran oder vorneweg - und ohne dass ich dauernd einwirken muss.

#11 RE: Distanzreiten von Monostrotos 18.10.2011 17:21

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Was für einen Sattel nimmst Du,wenn Du einen Wettkampf bestreitest?Und welchem im Training? Und wo bekommt man diese Biothane Trensen her? Oder machst Du die selbst?

#12 RE: Distanzreiten von Sunnyboy75 26.10.2011 14:21

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Ich habe mittelrweile einen Sattel von ROC, zuvor bin ich einen Marathippo geritten und davor jahrelang einen Malibaud/ Stonewall. Leider bin ich Anfang 2010 den letzten Ritt gegangen, dan aus gesundheitlichen Gründen erstmal gar nicht geritten und mittlerweile habe ich kein Pferd mehr. Der Fette lässt sich schlecht verladen und hat gesundheitliche Zipperlein, Twingo hat noch nicht die Nerven, so einen Ritt und das drumrum zu überstehen.
Mit meinem Araber bin ich bis 80 km geritten, und auch einmal einen Mehrtagesritt, die letzten Jahre allerdings nur noch kurze Ritte bis 60 mit Marenco. Ganz kleine Ritte waren nichts für den, da hat er sich nur heiss gelaufen und mehr habe ich körperlich nicht geschafft.

Mittlerweile sehe ich es entspannt und bin nicht mehr so ehrgeizig, mache lieber gemütliche Wanderritte. Trotzdem möchte ich gern nächstes Jahr mal wieder einen Ritt gehen. Ich reite auch immernoch wie früher im Training flott lange Strecken, allerdings auch viel Schritt, gerade über den Winter. Den Araber habe ich den gesamten Winter über 4 bis 6 Stunden Schritt geritten mangels Halle, jeden Tag. So bekloppt bin ich heute nicht mehr.

Die Biothanesachen bekommt man hier zum Beispiel. Zum selbermachen bin ich zu faul.

http://www.biothane-welt.de/product_info...&products_id=62

http://www.biotrense-shop.de/epages/6286...ts/CHI-A-SI-5-1

http://tajara-horsewear.de/

http://www.shop-020.de/AngiesReitshop-h2-Beschlaege.html

#13 RE: Distanzreiten von Farah-Diba 02.02.2012 17:50

Also wenn dein Pferd ausgewachsen ist und schon ein paar Jahre geritten wird, und du in der Woche eventuell 3x 10km gehst, dann kannst du in ruhigem Tempo (60%-70% Schritt, 20-30% Trab und 10% Galopp) auch 30km am stück gehen.

Für einen Wanderritt über 30-40km/Tag und vielleicht 3 Tage würde ich 3-4 Wochen lang vorher ca 3mal 10-15 km ruhig gehen.

Bei einem Pferd was schon länger unter dem Sattel ist, mußt du dir dabei auch keine Gedanken um die Gelenke machen. Die Belastung beim Wanderreiten ist da nicht so groß. Beim Wanderreiten ist das wichtigste dass alles wie angegossen passt und nix drückt oder scheuert.

Für Distanzritte würde dieses Training je nach Pferd für die Kondition ebenfalls reichen. Aber aufgrund des höheren Tempos sollten Muskeln, Sehnen und Knochen bereits länger Zeit gehabt haben sich an diese Belastungen zu gewöhnen.

Ich trainiere auch manchemal bewußt leicht bergab zu traben oder auf härterem boden. Danach bekommt sie etwas länger Pause als nach einem normalen Ausritt.

VG
Netti

#14 RE: Distanzreiten von ShakaMiami 02.02.2012 18:09

vielleicht kann ich dazu was sagen...
auf dem reiterhof wo ich damals geritten bin,haben wir gerne mal sowas wie wanderritte gemacht...also besser gesagt tagesritte...z.b. sind wir vom karl may festgelände aud den hof geritten...haben eigentlich nur schritt und trab gemacht,wobei uns gesagt wurde,das es besser wäre für pferd und reiter,wenn man hin und wieder mal gallopiert(was nicht ging,da wir netterweise einen reitanfänger bei hatten,der sich nicht getraut hat).natürlich sollte ein pferd schon darauf vorbereitet sein...bei uns warens damals ca 40 km und hat glaub um die 12 stunden gedauert...haben natürlich auch sehr oft pausen gemacht,sonst wärs nicht gegangen...
ausserdem muss ich dazu sagen,das wir keine vollblüter bei hatten,aber man liest ja einiges im netz,das es wohl welche gibt,die das ganze mit vollblütern machen...glaub auf dem karl may fest gibts auch einige,die vollblüter haben und mit denen auf wanderritte gehen...kann dazu nach dem fest vielleicht mehr sagen...werd mich da mal umhören...

#15 RE: Distanzreiten von Passademo 18.08.2013 10:08

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Hey ihr Lieben,
ich wollte dieses Thema mal wieder raus holen und hoffe das es noch den ein oder anderen begeisterten gibt. In ferner Zeit möchte ich mit meiner Stute gerne ernsthaft Distanzreiten. Allerdings ist es bis dahin noch ein weiter Weg zwecks Ausbildung und späterem Training. Aber ich beschäftige mich schon viel mit dem Thema und habe ziemlich viele Fragen...Was ist zum Beispiel mit dem Tross. Also gesetz dem Falle man ist zwar begeisterter Reiter und will an einem Ritt starten aber findet nicht wirklich jemanden der mit gehen kann oder möchte. Machen das manche auch alleine? Stelle ich mir dann doch sehr schwierig vor zwecks Pausen und so weiter?

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