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#1 RE: Umstellung auf Barhuf von Cristino 17.05.2009 13:05

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Würde gerne mal wissen, wie viele von euch ihren Blüter bereits auf barhuf umgestellt haben + was ihr für Erfahrungen damit gemacht habt ?

Da Tino grundsätzlich sehr gute Hufe hat + ich weder Turniere, noch großartig ins Gelände reite (bis jetzt), dachte ich mir, dass die Umstellung auf Barhufer eine ganz gute + immer noch die natürlichste Sache wäre !? Denke dabei allerdings eher an den Herbst, damit er während der Umgewöhnungszeit nur auf weichem Hallenboden laufen muß.

Was sagt ihr ? Gab es bei euch Probleme bei der Umstellung ? Wie lange hat es gedauert, bis ihr den Eindruck hattet, dass das Pferd wieder klar läuft ?

[ Editiert von Administrator Cristino am 17.05.09 19:27 ]

#2 RE: Umstellung auf Barhuf von Kristin Stetter 17.05.2009 14:23

Hallo Cristino!
Ich kann nur Positives zur Umstellung sagen. Jedoch gleich vorweg: als Reiter muss man sich drauf einstellen können und auch mal Rücksicht nehmen!
Ich hatte Lanzelot im September 2007 hinten die Eisen abgenommen. Mir wurde dazu geraten, da man im Winter eher weniger reitet. Im Nachhinein war das Quatsch, da ich Lanzelot täglich bewege - egal welches Wetter ist. Da nach Abnahme der Eisen die Hufe recht weich sind, habe ich zum Reiten Hufschuhe angezogen. Lanzelot kam damit super klar und somit trug er ein knappes 3/4 Jahr Schuhe hinten. Im April 2008 kamen dann auch die Eisen vorn runter. Im Frühjahr war das für Lanzelot günstiger, da das Hufwachstum deutlich stärker ist und der Huf besser korrigiert werden kann. Da wir hinten keine Schuhe mehr benötigten, wurden sie gleich für vorn genutzt.
Da die Hufform vorn deutlich schlechter war, haben wir trotz toller Huforthopädin noch keine optimale Form erreicht. Daher trägt Lanzelot noch immer zum Reiten vorn Schuhe. Ich muss dazu sagen, dass unsere Reitwege sehr steinig und hart sind.
Grundsätzlich kommen bei uns keine Eisen mehr in Frage! Denn barhuf ist einfach das Natürlichste. Ein Argument für mich war, dass Barhufer keine Probleme mit der Hufrolle haben (durch bessere Hufformen). Bei uns hat der Beschlag nur Schaden angerichtet und es dauert lange, bis der wieder behoben ist.

Nach der Abnahme würde ich dir zu Schuhen raten, damit der empfindliche Huf geschützt wird. Dein Pferd zeigt dir dann schon wenn er sie nicht mehr benötigt.


Viel Erfolg bei der Umstellung!!!
Kristin

#3 RE: Umstellung auf Barhuf von El Carino 17.05.2009 14:28

Also ich hab das bei meinem kurz nachdem ich ihn abgeholt hab gemacht! Der hatte überhaupt keine Probleme! Ging direkt völlig klar und hatte auch im winter auf gefrorenem Boden keine Probleme! Seitdem mußte auch erst enmal der Schmied wieder etwas ausscheiden und raspeln,weil er echt total super Hufe hat! Allerdings reite ich den ja noch nicht, das mß ich dann noch abwarten wie das wird! Denke aber das das auch kein Problem wird!

#4 RE: Umstellung auf Barhuf von Rustico 17.05.2009 17:22

Ich hab meinen Barhuf bekommen. Aber es war tierquälerei so. Denn er konnte nochnicht mal auf trockenem Lehmboden laufen. So gabs dann erst mal Eisen drauf, aber nur vorne. Im Winter kamen die dann aber runter. Jetzt läuft er Barhuf und hat nur Probleme wenn es grober Schotter ist auf dem er läuft. Wenn es aber wieder los geht mit Training für den Wanderritt im September gibts Eisen drauf. Also hab ich so quasi beides und es geht wunderbar.

#5 RE: Umstellung auf Barhuf von Cristino 18.05.2009 12:00

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Das mit den Hufschuhen hört sich ganz interessant an - an diese Möglichkeit habe ich noch gar nicht gedacht. Ich habe mir das so vorgestellt, dass ich ihn die ersten paar Wochen der Umstellungsphase wesentlich weniger arbeite und sein Hufwachstum mit Keralit unterstütze. Aber stimmt, im Frühjahr/ Sommer wachsen die Huf natürlich viel schneller und können besser korrigiert werden.

Ich habe meinen Schmied bereits angesprochen - er ist absolut für barhuf, rät mir durch die Bodenverhältnisse aber immer zum Herbst/ Winter. Ich denke, ich werde Hufschuhe grundsätzlich mal ausprobieren - ob Tino damit überhaupt anständig läuft und sie sich vernünftig anziehen lässt !?

#6 RE: Umstellung auf Barhuf von Beware of the Danaans 18.05.2009 14:17

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Dana läuft ebenfalls Barhuf! Dadurch, dass sie im Rennstall über ein halbes Jahr nicht für Rennen trainiert wurde, hatte sie auch keine Eisen drunter als ich sie bekam!

Sie hat recht harte Hufe (sie wurde ca. 1-2 nach ihrer Ankunft bei mir ausgeschnitten und seitdem musste der Schmied noch nicht wieder kommen), läuft nicht so schnell ab und ausbrechen tun sie auch nur geringfügig!
Ausserdem läuft sie fast nur auf weichem Boden... und nur wenn wir mal spazieren gehen, kurz auf Asphalt.
Fühlig wird sie auch nur auf groben Schotter!

#7 RE: Umstellung auf Barhuf von Aiuta 19.05.2009 09:12

Aiuta und Keep the Faith gehen im Herbst /Winter auch barfuß.
Nur im Sommer haben beide vorn ihre Eisen, da sie trotz allem (Biotin, Keralit, Ölen,Wässern und Gelen) doch recht trockene Hufe haben und diese anfangen auszufransen.
Mir wäre komplett barfuß auch lieber, aber es geht halt nicht.
Wenn allerdings jemand einen Zaubertrick hat, her damit.
Bin für jedenTipp dankbar.

#8 RE: Umstellung auf Barhuf von Carinossylv 19.05.2009 17:41

Zitat
Gepostet von Cristino
Das mit den Hufschuhen hört sich ganz interessant an - an diese Möglichkeit habe ich noch gar nicht gedacht. Ich habe mir das so vorgestellt, dass ich ihn die ersten paar Wochen der Umstellungsphase wesentlich weniger arbeite und sein Hufwachstum mit Keralit unterstütze. Aber stimmt, im Frühjahr/ Sommer wachsen die Huf natürlich viel schneller und können besser korrigiert werden.

Ich habe meinen Schmied bereits angesprochen - er ist absolut für barhuf, rät mir durch die Bodenverhältnisse aber immer zum Herbst/ Winter. Ich denke, ich werde Hufschuhe grundsätzlich mal ausprobieren - ob Tino damit überhaupt anständig läuft und sie sich vernünftig anziehen lässt !?



Hey Christino

ich kann dir da abraten. Ich weiß von was ich da rede. Weniger arbeiten ist kontraproduktiv. Je mehr Bewegung desto besser wird das Hufwachstum angeregt. und du kannst wesentlich leichter den Huf umstellen auf eine gesunde Form wie die anderen schon geschrieben haben. Wenn er nicht so toll laufen kann kauf dir Hufschuhe und arbeite ihn ganz normal weiter. Ausser natürlich er würde lahmen oder so. Dann geht das nicht.

Aber eines ist bei der Umstellung am aller aller wichtigsten. Bewegung Bewegung und nochmal Bewegung. Am besten auf total unterschiedlichen Untergründen. Ich glaube mich zu erinnern das dein Pferd auf der Sommerkoppel steht. Also viel Bewegung hat. Das ist gut.

Ich habe meinen VB wenn ich wanderritte gehe die sind meist im Juli und August einmal beschlagen. Ansonsten geht er Barhuf. Weil ohne Hufschutz gehts nicht bei sowas. Werde mir aber dieses Jahr für ihn noch Schuhe für vorn und hinten besorgen. Er geht auf allen Böden klar. Und was man sich da Geld sparen kann wenn der Schmied nciht kommt.

Ich kann euch nur allen raten zur Umstellung auf Barhuf.

Weil mein Grosser WB war unreitbar als ich ihn vor drei Jahren bekommen habe. Hufrollenentzündung hochgradig. Zwanghufe sowas habt ihr hoffentlich noch nicht gesehen. Die erste Zeit nach der Eisenabnahme war echt nicht einfach für uns beide.Er stand auch 8 Monate auf der Koppel weil er nicht mal ohneReiter einen normalen Schritt machen konnte. Er war total am Ende. Er hätte eingeschläfert werden sollen. Und ich habe seit letztes Jahr soviel Freude mit ihm. Mein bestes Pferd. Und mein Lucky hat in kurzer Zeit von ihm so viel gelernt. Er geht heute über alle Böden fast ohne mit der Wimper zu zucken. Ausser spitze Steine. Aber das ist die nätürliche Schutzfunktion zu zucken wenn was in die Sohle sticht.
Oder wie seht ihr das?

Dieser WB (nochmal war unreitbar) war letztes Jahr auf Wanderritten. Ohne Probleme. Natürlich nicht ohne Hufschutz.

#9 RE: Umstellung auf Barhuf von Carinossylv 19.05.2009 17:49

Zitat
Gepostet von Aiuta
Aiuta und Keep the Faith gehen im Herbst /Winter auch barfuß.
Nur im Sommer haben beide vorn ihre Eisen, da sie trotz allem (Biotin, Keralit, Ölen,Wässern und Gelen) doch recht trockene Hufe haben und diese anfangen auszufransen.
Mir wäre komplett barfuß auch lieber, aber es geht halt nicht.
Wenn allerdings jemand einen Zaubertrick hat, her damit.
Bin für jedenTipp dankbar.



Den Zaubertrick hab ich.

Wenn nämlich die Hufform (stellung/Winkel) für dieses Pferd nicht passt dann franst das aus.

Alles was ausfranst ist zuviel. Der Huf will sich selber korrigieren. Wenn du magst stell mal bilder rein. Vielleicht kann ich dir dazu was sagen. Ich bin kein Profi aber ich habe mit meinem Ex-Hufrollenpferd mitgelernt.

Ein gesunder Barhuf franst nicht aus. Allerdings laufen unsere Pferde nicht so viel wie die wildlebenden. Das heißt sie haben nicht den Abrieb den sie bräuchten. Zuviel Hufwuchstum. Das müssen wir mit der Feile dann sozusagen nachahmen.

Ich mache sehr viel in der Zeit in der der HP nicht kommt. Er kommt einmal im Jahr mittlerweile - Anfangs war er jede 4 Wochen da. Ich raspel einmal in der Woche nach. Berunde den Tragrand.Das meine Pferde, hab ja drei, gut über die Zehe abrollen können. Alles andere bleibt bei einem gesunden Barhuf eigentlich überwiegend gleich.

#10 RE: Umstellung auf Barhuf von Carinossylv 19.05.2009 17:54

Sieh mal so sieht von der Seite ein fast gesunder Barhuf aus.

#11 RE: Umstellung auf Barhuf von Cristino 20.05.2009 13:45

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Zitat
Gepostet von Carinossylv
Hey Christino

ich kann dir da abraten. Ich weiß von was ich da rede. Weniger arbeiten ist kontraproduktiv. Je mehr Bewegung desto besser wird das Hufwachstum angeregt. und du kannst wesentlich leichter den Huf umstellen auf eine gesunde Form wie die anderen schon geschrieben haben. Wenn er nicht so toll laufen kann kauf dir Hufschuhe und arbeite ihn ganz normal weiter. Ausser natürlich er würde lahmen oder so. Dann geht das nicht.



Hmm, das mit der Bewegung klingt im Grunde auch logisch. Also ich denke, ich werde wie geplant, die Eisen zum Winter abnehmen und ihn ausschließlich erstmal in der Halle arbeiten. Zum Frühjahr kann ich dann ja sehen, wie er sich auf etwas Härterem Boden anstellt + ansonsten Hufschuhe einsetzen. Ich spreche das aber auch nochmal alles mit meinem Schmied durch. Vielen Dank für eure Tipps !

#12 RE: Umstellung auf Barhuf von Kristin Stetter 20.05.2009 18:34

Sind das auf dem Bild Hufe eines VB? Bin erstaunt wie gut die aussehen. Die Hufe meines VB sind (jetzt 1 Jahr nach Umstellung) noch immer recht flach mit leicht untergeschobenen Trachten. Die Huforthopädin kommt alle 4 Wochen. Der Beschlag hat so viel Schaden angerichtet, dass ich gespannt bin, wie lange es noch dauert bis die Hufe "optimal" sind.
LG
Kristin

#13 RE: Umstellung auf Barhuf von Carinossylv 20.05.2009 20:41

nein das ist kein VB Huf. Aber ein ExHufrollenentzündungs Huf.

Hier der Huf als ich ihn bekommen hab.




Von meinem VB sieht er mittlerweile so aus.



Auch nicht mehr ganz so übel wie letztes Jahr. Da hab ich aber leider keine Fotos.

#14 RE: Umstellung auf Barhuf von Stripie 22.05.2009 20:19

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Kennt sich jemand mit Hufschuhen aus? Weiß jemand, welche gut sind, gut halten, gut sitzen, ...? Ich muss wohl welche für Stripe besorgen...

LG, Anna

#15 RE: Umstellung auf Barhuf von Carinossylv 22.05.2009 20:49

Zitat
Gepostet von Stripie
Kennt sich jemand mit Hufschuhen aus? Weiß jemand, welche gut sind, gut halten, gut sitzen, ...? Ich muss wohl welche für Stripe besorgen...

LG, Anna



Hey Anna

ich habe die Easyboot epic. Halten sehr gut. Allerdings finde ich mittlerweile das die Ballen so eingequetscht werden. Mein Pferd geht ohne besser als mit.

Die Dallmer oder die Renegade werde ich mir besorgen. Demnächst. Mein Hufpfleger hat die Renegade und ist extrem zufrieden damit

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