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#331 RE: Umstellung auf Barhuf von Neshad 26.03.2014 10:16

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Ja, ich HOFFE, dass es "nur" ein Abszess ist.
Heute kommt gleich jemand aus der Klinik, nach dem Hufpfleger-Fehlgriff (selbst, wenn es nichts direkt mit der Barhufumstellung bzw. der Bearbeitung zu tun hat - er hätte ja wenigstens mal von selber abdrücken können, ihn sich im Laufen anschauen können etc. ...) hab' ich keine Lust auf noch einen. Also hoffe ich mal, dass es der Kliniktierarzt ein bisschen drauf hat.

#332 RE: Umstellung auf Barhuf von Neshad 26.03.2014 18:23

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Hallooo,
also der Tierarzt tippt auf Huflederhautentzündung. Der Kleine reagierte beim Abdrücken überall und dazu noch gleichintensiv. Da er heute in der Box stand, lief er, als ich ihn von dort holte, sogar ziemlich gut. Hatte einen richtigen Takt und der Kopf nickte gut mit.
Dann hab ich ihn eine halbe Stunde auf's Paddock getan - zack, total lahm.

Der Tierarzt hat nach Kanälen zwecks Hufabszess gesucht, aber nichts gefunden. Das Abdrücken spricht eben auch für Huflederhautentzündung.
Er hat jetzt einen Angussverband bekommen, muss in Boxenhaft bleiben und hat Entzündungshemmer gespritzt bekommen. Hoffe, dass es dann auch nun wirklich kein Abszess ist, sonst wär das ja etwas kontraproduktiv.
Er hat ebenfalls etwas über den Hufpfleger geschimpft, der hätte dies und das stehenlassen, was man hätte anfangen müssen umzustellen... Jaaa, hahaha... Der hat ja eben NICHTS gestellt...
Echt komisch, ich hab heute dann nochmal ein anderes Pferd am Stall angeguckt, das von ihm bearbeitet wird, und da finde ich die Hufe echt super bearbeitet! Verstehe ich nicht, wieso er uns so vernachlässigt hat.

Freitag kommt der Tierarzt wieder, mal sehen, ob es bis dahin besser ist...

#333 RE: Umstellung auf Barhuf von Milka2006 26.03.2014 20:15

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oh je, ich verstehe dich voll. Meiner hat ja auch richtig stark gelahmt. Boxenhaft kam bei uns nicht in Frage da er ja im Offenstall steht. Meiner hat Hufschuhe anbekommen. Die haben super geholfen. Falls du an sowas Interesse hast kann ich dir die Hufschuhe von Sattlerei Engl empfehlen. Da ist noch eine Filzsohle drin. Meinem hat das echt gut geholfen. Er steht auf befestigtem Boden, wo doch relativ viele Steine sind. Mittlerweile läuft er jetzt seit einer Woche ohne Schuhe. Und wir sind jetzt insgesamt 2.5 Monate barhuf.

#334 RE: Umstellung auf Barhuf von Carlucia 27.03.2014 10:15

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Gibt es für die Barhufumstellung eigentlich Hufschuhe, die man mindestens 12 Stunden anlassen kann? Würde den Schimmel auch gern umstellen, da er wegen seiner atrophierten Muskeln eh noch nicht (oder nur sehr wenig) geritten werden kann. Denke, dass es vielleicht auch ganz schlau ist, da im Frühjahr/ Sommer das Horn besser wächst.

Der Offenstall ist mit Paddockmatten ausgelegt, wo oben etwas Gummi übersteht. Ich habe Angst, dass das zu hart ist. Sie stehen ja da viel, da das Heu hauptsächlich dort liegt.

#335 RE: Umstellung auf Barhuf von Milka2006 27.03.2014 14:45

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Carlucia die Engl Hufschuhe kannst du 24 Std. theoretisch drauf machen. Meiner hatte Sie den ganzen tag an nur wenn ich da war hab ich Sie ausgezogen.

#336 RE: Umstellung auf Barhuf von Sansugu 27.03.2014 14:50

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Milka, wie sieht das mit den Engl Hufschuhen denn aus wenn da Feuchtigkeit oder Schmutz rankommt, kann man die gut reinigen, sind die robust und gammeln dann nicht vor sich hin? Naturpaddock oder Weide wird wohl nicht gehen, denke ich aber evtl. uneingestreute Box mit Gummimattenboden?

#337 RE: Umstellung auf Barhuf von Neshad 27.03.2014 15:20

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Ja, habe auch über Hufschuhe nachgedacht, weiß aber nicht, ob das so sinnig ist. Die müssen halt auch wirklich richtig passen, dann verändern sich seine Hufe ja jetzt sowieso noch und sie werden alle paar Wochen wieder nicht passen und rutschen/scheuern etc.
In 4 bis 6 Wochen kommen sie auf die Weide, ich hoffe, das bessert dann schon einiges.


Mal eine andere Frage: Der Stallbesitzer meint die ganze Zeit, da müssen wieder Eisen drauf. Er hätte auch mal sein Pferd umstellen wollen und dann hätte der auch nicht laufen können.
Ja - warum wohl? Ich bin eigentlich absolut dagegen, aber wenn er halt nicht kann...? Weiß nicht... ich würde jetzt einfach mal die Weidesaison abwarten, oder denkt ihr, ich sehe das falsch?
Überlege, ob ich ihm bis dahin für die Zeit auf dem Paddock (sobald er wieder raus darf) einfach immer noch die Hufe verpacke, zumindest vorne.

Ich will nicht gleich wieder Eisen drunter hauen, auf der der anderen Seite auch keine weiteren Entzündungen in nächster Zeit riskieren...

#338 RE: Umstellung auf Barhuf von Sunnyboy75 27.03.2014 16:28

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Umstellen kann man dann,w enn das Pferd ohne Eisen laufen kann. Bis dahin würde ich nur minimal was machen, vor allem an Strahl und Sohle nicht.
An Huflederhautentzündung stirbt kein Pferd, auch wenn es humpelt. Wenn da jetzt wieder Eisen drauf kommen, hast du weiterhin das Problem, dass du die Stellung nie richtig korrigieren können wirst. Gib doch dem Pferd erstmal die Chance, sich an barhuf zu gewöhnen. Sowas dauert und sieht leider oft nicht so schön aus
Das Pferd m einer Kollegin lief in der Umstellung auf der Weide 12 Stunden am Tag mit diesen Joggingschuhen. In der Box war er barhuf. War problemlos, auch im Moorboden.

#339 RE: Umstellung auf Barhuf von Neshad 27.03.2014 16:34

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Genau, ich hab mich auch auf "lange" und "nicht schön" eingestellt, aber dann sind da die Leute aus dem Stall "Oooh, läuft er immer noch nicht besser?" (Äh? 3 Wochen barhuf, WANN bitte sollte er sich da umgewöhnt haben?), der Stallbesitzer, der meint, so einer jungen Frau muss man sagen, was sie zu tun hat ("Da müssen Eisen drauf, ich leide mit ihm!") und dann auch noch der Tierarzt, der wirklich nett und kompetent war, meinte, er ist auch immer für barhuf, wenn es geht, aber meiner wohl immer anfällig für Abszesse und Lederhautentzündungen sein wird.

Da sagt ein Funken von mir, egal, ich zieh das trotzdem durch, und ein anderer Teil sagt - aber wenn das sogar der (gute) Tierarzt sagt...

Naja, erst beiße ich mich/uns mal noch durch. Und komme regelmäßig hierher, um zu jammern.

#340 RE: Umstellung auf Barhuf von Sunnyboy75 27.03.2014 17:09

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Ach, ich hatte schon mindestens vier Pferde, die niemals nicht ohne Eisen hätten laufen können, wenn man Täs und Schmieden gegluabt hätte. Twingo hatte 6 Monate nach Umstellung dauernd HGs, die durchgebrochen sind. Ist ja gut, wenn das raus kommt. Seitdem nie wieder was. Entgegen der Prognosen

Die Zeit jetzt ist ja nichts. Eisen sind nur dafür da, dass die Leute immer und sofort wieder reiten können. Tierärzte und Hufschmiede wollen ja zufriedene Kunden haben, die ihre Pferde nutzen können, darum entscheiden und raten die oft sowas ;) Das musst du aber ja nicht. Das ursächliche Problem löst das außerdem gar nicht, im Gegenteil. Und wie soll er denn barhuf lernen, wenn sofort wieder beschlagen wird? Dann hat er halt mal ein Jahr Probleme. Es wird aber dann stetig besser werden. Lass dir da nicht reinreden, das Pferd wird es dir irgendwann danken. Prognosen für die Zukunft stellen kann da keiner, schon gar kein Stallbetreiber oder Miteinsteller.

#341 RE: Umstellung auf Barhuf von Neshad 27.03.2014 17:46

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Danke Dir!!
Solche Worte brauche ich gerade echt zur Unterstützung...!
Erst morgen kann ich den Kleinen wieder sehen, dann kommt ja auch gleich nochmal der Tierarzt. Mal sehen, wie's bis dahin ist.

Aber du hast recht, wahrscheinlich sagen die meisten sowas, weil sie an's Reiten und Nutzen des Tieres denken - ich wurde nun auch schon öfter mitleidig gefragt, ob ich ihn denn noch gar nicht richtig reiten könne.
Öhm - etwas untergewichtiger, unbemuskelter Wallach, gerade aktuell bei der Barhufumstellung? Nein, den reite ich noch NICHT richtig?
Allerdings macht mir das auch gar nichts aus, ich freu mich jeden Tag 'nen Keks über den Kleinen (er guckt trotz Aua-Huf immer noch total spitzbübisch und ist gut drauf), dazu muss ich ihn nicht "nutzen"...

Aber kommt bestimmt auch darauf an, mit welcher Einstellung man an sowas herangeht. Ich hab ja sowieso damit gerechnet, dass ich den erst mal monatelang aufbauen werde bzw. die Barhufumstellung abwarten muss. Da kommt ihn nicht zu reiten nicht gerade unerwartet.

Nur diese starken Beschwerden des kleinen Knopfs stecke ich gerade nicht so leicht weg.

#342 RE: Umstellung auf Barhuf von Shirana 27.03.2014 18:51

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Ach, weißte... Eigentlich ist es ja andersherum:
Die Probleme resultieren ja nicht daraus, dass er jetzt Barfuß läuft, die sind in der vorherigen fehlerhaften Bearbeitung begründet und natürlich darin, dass die Hufe vorher keinen Kontakt zu hartem Boden hatten.
Ist halt so, als wenn Du selbst plötzlich Barfußgänger werden würdest. Das täte auch weh - je nachdem, wie viel Hornhaut schon unterm Fuß ist.
Klar, das dauert meist etwas, bis sich die Hufe dran gewöhnt haben, aber wenn das Horn erst mal anfängt, hart zu werden und keiner an der Sohle rumschnippelt (AAARRRGH Der TA hat nen Kanal gesucht?? Etwa mit dem Messer?? Das machen die ja immer gerne, die TÄ...und oft auch die Schmiede... damit der Schmwerz schnell abklingt und sie nen guten Job gemacht haben. Dummerweise hat der Huf dann ein Loch - OK, wenn das HG durchbricht hat der Huf ebenfalls eins, daran laborieren wir auch gerade noch herum)
dann geht's irgendwann in Riesenschritten vorwärts. Ist doch gut, wenn die Weidesaison anfängt und er dann auf dem Naturboden laufen kann. Packt man ihn in ne weiche Box, wird das ja nie was...
Ich würd auch auf Hufschuhe zurückgreifen, wenn's so schlimm ist. Diese Equine Fusion Joggingschuhe sollen doch recht flexibel sein, vielleicht sind die ja was?

Jedenfalls verstehe ich Dich sehr gut, dass Du Zweifel bekommst, wenn die Fachleute und Stallkollegen meckern. Da fühlt man sich ja glatt wie ein Tierquäler.
Sag einfach die Wahrheit: Als zartes Fohlen konnte er auch barfuß laufen. Garantiert ohne Probleme.

#343 RE: Umstellung auf Barhuf von Sunnyboy75 27.03.2014 18:58

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Zitat von Shirana im Beitrag #342
Ach, weißte... Eigentlich ist es ja andersherum:




Ganz genau.

#344 RE: Umstellung auf Barhuf von Milka2006 27.03.2014 19:30

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Ich bin ja aktuell in der gleichen Lage. Ich habe schon zu Hause gesessen und geheult... Pferd lief gar nicht mehr. Er stand an der Heuraufe und hat sich nicht einen Meter bewegt. Hat dort gepinkelt, hinter ihm war ein Turm von Haufen. Ich habe oft an meiner Entscheidung gezweifelt. Einem Pferd was 13 Jahre beschlagen war und viele Baustellen hat die Eisen abzunehmen. Wir dachten erst er bekommt ein Hufgeschwür, dann dachten wir er hat eine Huflederhautentzündung. Schlussendlich war es eine Allergie auf Blutegel wo sich starkes Narbengewebe gebildet hat. Zudem hat er eine Hufrollenveränderung auf beiden Vorderbeinen... Naja kurze Rede, langer Sinn ich hab zum Glück nur super Leute im Stall die immer hinter mir standen. Wir sind jetzt bei Tag 76 barhuf und es wird jeden Tag besser. Er läuft mittlerweile ohne Schuhe auf dem Paddock und ist im Schritt völlig klar. Trab sieht noch nicht so schön aus, geht aber auch. Bald fängt die Wiese an und ich bin jetzt schon froh diesen Schritt gegangen zu sein. Meine Hufbearbeiterin sagte, manchmal wäre es besser wenn die Besitzer während der Umstellung in Urlaub fahren und wieder kommen wenn die Tiere aus dem gröbsten raus sind hat Sie nicht ganz unrecht. Sei tapfer, dein Pferd wird es dir danken. Wenn ich es schaffe lade ich mal ein Video hoch, wo er anfing zu lahmen.... Das war aber noch harmlos.

@ Sansugu: wir haben auch ein unbefestigtes Stück auf dem Paddock wo Akki natürlich auch durch ist. Die Schuhe halten echt super, von aussen kann man Sie abwaschen. Innen ist Filz. Auf einer ganz nassen Wiese könnten die Pferde damit etwas rutschen da kein richtiges Profil drunter ist. Aber ich würde mir die Schuhe jederzeit wieder holen. Fand Sie echt super.

#345 RE: Umstellung auf Barhuf von Sunnyboy75 27.03.2014 20:05

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Zitat von Milka2006 im Beitrag #344
Wir dachten erst er bekommt ein Hufgeschwür, dann dachten wir er hat eine Huflederhautentzündung. Schlussendlich war es eine Allergie auf Blutegel wo sich starkes Narbengewebe gebildet hat. Zudem hat er eine Hufrollenveränderung auf beiden Vorderbeinen


Manchmal ist es ganz gut, einfach aufzuhören zu denken und sich zu freuen, dass die Eisen runter sind und es dem Pferd damit besser geht. Oder in den Urlaub zu fahren.
Meine erste Umstellung beim Traber war unproblematisch. Da hab ich mich Jahre nicht getraut, weil alle sagten, der stirbt dann. Nix war, außer dass vom ersten Tag ohne Eisen alle Probleme weg waren, mit denen ich mich jahrelang rumgeschlagen habe. Bei Twingo war`s ja anders. Ich hab ja jeden Tag mehrfach Ta und Huffrau angerufen und berichtet, wie er läuft, wo er humpelt, auf welchen Stein er getreten ist und wie lange er gelegen hat. Und immer gefragt, ob der jetzt ganz kaputt ist. Die waren völlig genervt.
Mittlerweile bin ich tiefenentspannt. Erstmal runter mit den Dingern und dann gucken was passiert. Irgendwie gibt`s da keine Alternative mehr für mich. Pony war "ging so", der stand ja so unendlich lang, Töpfchen schrabbelt sich ordentlich schief ab, das Horn ist total weich. Der hatte in den ersten Tagen auch mal ne Sehne dick, kein Wunder bei dem schiefen Beschlag der da drauf war. Wird schon.

Ich sehe das heute anders und würde bei sowas wie mit Twingo damals nicht mehr verzweifeln: was sind schon ein paar Wochen barhuf bzw. 2 Jahre mehr oder weniger starke Probleme barhuf in artgerechter Haltung gegen 10 Jahre mit Eisen in der Box? Der hatte in seinem neuen Lebensabschnitt nach der Bahn ja mit allem Probleme, nicht nur mit den Füßen.

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