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#361 RE: Umstellung auf Barhuf von daemon-rider 30.03.2014 19:29

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Was diesen Hufbearbeiter angeht sehe ich das genauso: egal wie gut oder schlecht er arbeitet, zumindest ansehen müsste er sich schon wie das Pferd läuft. Kann natürlich sein dass er glaubt er hat soviel Erfahrung dass das nicht mehr notwendig ist, aber professionell finde ich das nicht!

Irgendwie verstärkt was Du beschreibst den Verdacht auf Hufgeschwür... vor allem wenn nur ein Huf so empfindlich ist und er mit den drei anderen noch Bocken kann.

#362 RE: Umstellung auf Barhuf von Neshad 30.03.2014 21:18

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Hey,
Angussverband hatte er zwei Tage lang, nun dann auf tierärztliche Anordnung den Trockenverband. In der Box steht er seit Donnerstag, da noch ohne Verband, bzw. hab ich ihn ja nun gestern und heute kurz rausgelassen.
Vielleicht kühle ich die Hufe morgen bevor ich den neuen Verband anlege. Eine Bekannte hat ihr Pferd damals bei Huflederhautentzündung in Quark"taschen" gestellt...
Wegen Verdacht auf Hufgeschwür: Wir haben geröntgt, da war nichts zu sehen. TA meinte, dass da natürlich noch etwas nachkommen kann, er das aber für unwahrscheinlich hält.
Aber natürlich, das muss man beobachten. Freitag Abend war jedenfalls noch nichts zu sehen.

Wegen der Engl Hufschuhen: Da er ja auch mit Verband heute geschont hat, hab ich eben Angst, dass die Hufschuhe allein, trotz extra Polsterung, nicht genug sind... :/ Oder kann ich mich da auf die Polsterung verlassen? Polstert das ebenso gut wie ein Verband? Hab die Dinger ja noch nicht gesehen...

#363 RE: Umstellung auf Barhuf von Milka2006 30.03.2014 21:25

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In den Engl Hufschuhen ist eine Filzeinlage. Das ist natürlich nicht so wie ein Verband. Vielleicht solltest du dir in dem Fall mal den Easyboot RX Krankenschuh anschauen. Den kann man auch mit Verband anziehen. Hatte ihn von einer Freundin ne Nummer grösser und da ging die Windel und sauerkraut mit rein

#364 RE: Umstellung auf Barhuf von Milka2006 30.03.2014 21:28

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So bei uns kommt am Dienstag ja die Hufpflegerin. Bin schon sehr gespannt was Sie sagt. Akki läuft jetzt seit zwei Wochen ohne Schuhe auf dem relativ Steinigen Paddock. Bei dicken Steinen autscht er schon mal aber es wird jetzt kontinuirlicher besser. Wenn ich überlege das er vor 4 Woche gar nicht laufen konnte. Wir waren auch schon spazieren ohne Hufschuhe. Er sucht sich den besten Weg, was aber völlig ok ist. Bin gespannt wie er nach der Bearbeitung läuft. Auf der Wiese hab ich mal Trab ausprobiert. Dort läuft er klar. Auf Asphalt tritt er noch etwas kürzer. Denke das dauert auch noch etwas.

#365 RE: Umstellung auf Barhuf von Neshad 30.03.2014 21:41

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Danke, hab mir den gerade mal angesehen. Der sieht ja echt gut aus.
Allerdings könnte ich mir da auch den Joggingschuh holen (den Ultra) und noch extra Einlagen reinlegen, dann bin ich auch bei 11 mm, der Easyboot hat 12 mm Polsterung.
Und die Joggingschuhe halten ja vielleicht besser. Wenn er die wirklich wochenlang auch auf der Koppel trägt, ist der vielleicht die bessere Wahl...

Auf jeden Fall Danke für eure ganzen nützlichen Tipps!

#366 RE: Umstellung auf Barhuf von Ulli Lewiss 30.03.2014 22:03

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Zitat von Neshad im Beitrag #359

Was für mich aber gar nicht geht, ist, dass er sich ihn wie gesagt kein einziges Mal in der Bewegung angesehen hat, nicht einmal, als ich schon sagte, dass er wahrscheinlich lahmt! Das ist für mich ein Zeichen, dass er mein Pferd nicht als Ganzes sieht, sondern nur die Hufe selbst betrachtet wurden.

Und das ist für mich kein guter Hufbearbeiter. Man kann die Hufe nicht isoliert betrachten.

Er hat sich da einfach nicht um uns gekümmert, meine Bedenken ignoriert und meine Wünsche, ihn sich doch mal anzugucken oder darüber zu reden, worauf ich achten muss, was evt. kommen kann, dass wenn es schlimmer wird (oder auch schon gleich jetzt) gepolstert werden muss, etc., einfach nicht beachtet.
Das kennzeichnet für mich keinen guten Hufbearbeiter, egal welcher "Philosophie".



Hi, ne da kann ich dich gut verstehen. Sowas kann ich auch überhaupt nicht ab. Ist auch der Grund warum ich die Hufe jetzt selber mache... dann ärgere ich mich nur noch über meine Fehler. ;)

Meine Ulli wurde im Spätherbst auch plötzlich lahm (während ich in der Reha war :/ ) und es wurde ein HG vermutet. Innerhalb weniger Tage wurde sie stocklahm hatte aber nie Pulsation oder hat auf die Zange reagiert (war aber überall empfindlich). Der orthopädische Hufschmied hat sich wirklich Mühe gegeben aber konnte nichts finden. Also wurde ein Angußverband gemacht und Hippopalazone gegeben. Die Lahmheit wurde nur minimal besser. Nach 4 Tagen haben wir ihr dann ein trockenen Verband gemacht. Sie lief besser aber nicht beschwerdefrei. Dann kam ein neues Pferd in die Miniherde und Madam hat sich so richtig aufgespielt und dem Hafflinger gleich mal ihre Galoppeinlage gezeigt :P Und plötzlich lief sie wieder richtig gut obwohl sie bei einer Sprinteinlage den Verband verloren hatte. Als ich Abends den Huf kontrollierte, sah ich im Ballenbereich ein 2cm langen Riss. Wir vermuteten dass sie einen sehr tiefen Abszeß im Ballen gehabt haben musste der erst nach Reifung und unter Druck aufgegangen war. Soweit so gut. Sie bekam Eisen (wurde vom HS überredet wegen der superdünnen Sohle und einem tiefen Hornspalt bis zum Kronrand) aber sie lief damit nur so la la. Im Jannuar, wenige Wochen nach dem zweiten Beschlag, merkte ich das der Huf immer wieder wärmer als der andere war. Abgesehen davon hatte ich den HS auf den Längenunterschied zwischen den Vorderhufen angesprochen (wurde als Knick in meiner Optik abgetan...). Irgendwie kam mir alles komisch vor und ich war superunzufrieden dass wir den Hornspalt mit Hufeisen behandeln wollten (ich als überzeugte Barhuferin) zumal sie total bescheiden damit lief. Naja, als ich überlegte ob die Eisen wieder abnehmen sollte hat Ulli mir die Entscheidung abgenommen und hat sich den Eisen auf den gefrorenen Matschpaddock abgerissen und wieder eingetreten. :/ Zusammen mit einer Freundin (ich konnte mich ja immer noch nicht so gut bewegen) haben wir die Eisen abgefriemelt und sie wieder mit einen Verband (nur mit Zugsalbe wegen der tiefen Temperaturen) versehen. Über ein Hufforum hatte ich dann jemand aus der Gegend kennen gelernt der sich meine Sorgen angehört hat und vorbei kam. Sie hat nur einmal die Raspel angesetzt und schon kam ganz viel schwarze Soße rausgelaufen. Ulli lief seit fast 4 Monate mit einer doppelten Sohle durch die Gegend. Vermutlich war das damals kein Hufgeschwür sondern ein Bluterguss nach einer schweren Huflederhautprellung/-quetschung. Als meine Bekanntin fertig war mit der Hufbearbeitung war kein Längenunterschied mehr zu sehen. ;) Inzwischen weiß ich dass sowas durachaus eine Folge von den untergeschobenen kollabierten Trachten sein kann.

Sorry wenn ich dein Tagebuch misshandelt habe... aber vielleicht gibt es ja Parallele zu eurer Situation. Drücke euch die Daumen dass es bald bergauf geht!

#367 RE: Umstellung auf Barhuf von Shirana 31.03.2014 11:58

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Zitat von Ulli Lewiss im Beitrag #357
Hi!
Pete Ramey hat häufig beobachtet dass der engl. VB die längeren Eckstreben zur Unterstützung der Sohle braucht besonders wenn die Sohle noch sehr dünn ist und der Boden weich. Daher lässt er sie stehen sofern sie sich nicht umlagern und wartet ab dass sie sich selber abnutzen wenn es soweit ist. Und das stimmt!

Ach... Dann mach ich's ja auch "instinktiv" nach Ramey . Na gut, ich bearbeite ohnehin nach dem NHC-Prinzip und lass auch bei den Ponys die Eckstreben immer ein bisschen stehen. Aber bei Shirana mehr... Einfach, weil ich finde, dass sie's so braucht. Sie hat aber inzwischen schon viel mehr Sohle und unser Boden ist auch ganz und gar nicht weich - trotzdem scheint der Ballenbereich die zusätzliche Unterstützung zu brauchen.

#368 RE: Umstellung auf Barhuf von Neshad 31.03.2014 13:38

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Hey Ulli, doch, ich denke auch schon ein bisschen in diese Richtung. Der entzündete Huf wurde bei der Umstellung als letzter durchblutet, mindestens den ersten Tag war er noch kalt. Kann auch sein, dass da totes Gewebe wegen unter den Hufeisen fehlender Durchblutung ist, sodass die Entzündung jetzt versucht, dass irgendwie rauszukriegen...
Ach, und das hier ist ja nicht mein Tagebuch, sondern hier sind solche Beiträge ja eigentlich genau richtig.

Heute ging's ihm schon besser. Wollte den Verband wechseln, lasse ihn heute aber mal ab, da die Hufe darunter ungut gerochen haben.
Er läuft ohne Verband sogar einen Tick besser als mit - die waren jetzt aber auch durchgelaufen.
Auf der Wiese kann er auch ohne Verband mit allen vier Hufen herumbuckeln. Und sogar auf dem steinigen Weg dorthin hat er keinen "Ausfallschritt" gemacht!

Scheint ihm ganz gut zu gehen!

#369 RE: Umstellung auf Barhuf von Neshad 04.04.2014 12:33

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Kurzes Update: Pferdchen läuft inzwischen wieder gut! Er läuft "normal vorsichtig" (normal für 4 Wochen nach Barhufumstellung), im Schritt ist aber kaum mehr ein Unterschied der beiden Hufe bei der Intensität des Aufsetzes zu sehen. Erst recht keine Lahmheit mehr!
Über den Paddock kann er schon wieder traben und auch galöppeln. Im Trab sieht man dann noch ein leichtes Ticken.
Soweit also alles ganz gut. Abends ist der Huf noch sehr warm, weil er ja eben den Tag über den harten Untergrund hat und sich auch bewegen muss (rangniedrig). Am Morgen (nachts ist er in seiner dick eingestreuten Box) ist der Huf dann aber genauso handwarm wie die anderen.

Momentan steht er mit den Vorderhufen in Windeln verpackt auf dem Paddock. Gestern haben wir einen ganz kurzen Spaziergang gemacht und sind auf Asphalt kurz getrabt, um zu sehen, wie er läuft - ein ganz leichtes Ticken noch, sonst alles ok. Jetzt nur aufpassen, dass die Bewegung auf dem Paddock trotz Windelpolster nicht zu viel wird...

#370 RE: Umstellung auf Barhuf von Neshad 07.04.2014 17:07

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Ich hoffe, das stört hier keinen, dass ich immer berichte. ;) Denke nur, vielleicht ist es für manche interessant.

Heute hatten wir die neue Huforthopädin da. Sie arbeitet nach Biernat.

War sehr angetan von ihr! Hat ganz viel ganz ausführlich erklärt, umfangreich "behandelt", sich das Pferd im Ganzen angeschaut.
Die Hufe gefallen mir jetzt schon wieder ein ganzes Stück besser.
Sie hat die Problematiken erkannt, abgedrückt und gut gearbeitet (Pferdchen hält nach einiger Zeit nicht mehr gerne still). Sie hatte auch einen Erklärungsansatz für die Huflederhautentzündung.

Sie hat mir definitiv besser gefallen als der letzte Hufpfleger - vor allem war er der Meinung, der engere-steilere Huf müsse breiter werden, wobei der breitere-flachere Huf eigentlich zu flach ist und aufgerichtet gehört. Er hätte mir also den einzigen Huf, der etwas Trachten hat, runtergeflacht. Bis wohin? Wahrscheinlich, bis die Trachten wie bei den anderen Hufen liegen?


Jetzt sind wir glaube ich ENDLICH auf dem richtigen Weg und jetzt habe ich auch mal die Joggingschuhe bestellt. Mal sehen, ob sie passen.

#371 RE: Umstellung auf Barhuf von daemon-rider 07.04.2014 21:47

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Freut mich dass es aufwärts geht.
Was war denn die Erklärung für die Huflederhautentzündung? Bin ja neugierig

#372 RE: Umstellung auf Barhuf von Neshad 08.04.2014 15:09

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Also ich habe ja gedacht, der Huf steht steiler und enger als der andere, vielleicht war deshalb irgendwas.
Ist aber wahrscheinlich genau andersherum: Der "gesunde" Huf ist zu flach und breit, den will er nicht so belasten. Der erkrankte Huf ist eigentlich korrekt, nur im Vergleich zum anderen sieht er so steil aus. Der ist aber eigentlich genau richtig. (Etwas zu schmal, da Tragrand weggebrochen, aber im Prinzip ist der ok.)
Das heißt also, er hat den immer mehr belastet als den flachen und - zack- war die Entzündung da.

Das erklärt auch, wieso er, wenn ich am kranken Huf länger herumdoktorn muss mit Windelnumwickeln etc., den Huf ungern so lange hergibt. Wenn er ihn dann mal zwischendurch abstellt, hebt er den augenscheinlich "gesunden" Huf hoch, will ihn also entlasten.

Joa, jetzt hat er ja zwei Aua-Füße, also gleicht sich das vielleicht aus... Wobei man den flachen, breiten Huf ja korrigieren kann, das dauert halt nur.

Im Schritt läuft er aber wieder schön, und auf der Wiese geht sowieso alles, auch taktrein traben.

#373 RE: Umstellung auf Barhuf von Shirana 08.04.2014 17:07

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Wie will er denn den breiten Huf korrigieren? Ich kämpfe ja auch noch immer damit, es ist zwar schon besser aber es dauert halt sehr sehr lange... Vielleicht hat Dein Hufpfleger ja einen guten Ansatz, den ich noch nicht kenne?

#374 RE: Umstellung auf Barhuf von Neshad 08.04.2014 22:15

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Ist jetzt eine HufpflegeRIN. ;)
Bei meinem Kleinen ist das recht "simpel": Der Huf ist so breit, weil die innere Wand flacher als die äußere ist; die hebelt. Sieht aus wie ein "Kotflügel". ;) Wenn man den nach und nach korrigiert bekommt, wird der Huf gleichzeitig schmaler.
Also immer von außen beraspeln und dadurch etwas steiler stellen. So, wie das aussieht, wird sich das aber auch mit der Zeit und regelmäßiger Bearbeitung fast von selbst rauswachsen, jetzt, wo der Huf nicht mehr länger in Eisen eingezwängt ist und die Kräfte da natürlich wirken können. (Die Hufe haben sich auch schon selbst etwas in Form gebrochen.)

#375 RE: Umstellung auf Barhuf von Shirana 09.04.2014 09:22

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OK, dann macht die gute Frau auch nix anderes als ich. Schade... hatte gehofft, da hat einer noch ne Idee hat, wie man das unterstützen kann. Ja, wächst von oben immer schmaler nach - aber man muss tierisch aufpassen, dass sich dann keine Risse bilden am "Übergang" zum alten, breiteren Teil und die bestehenden Imbalancen tatsächlich ständig nachraspeln. Dann erledigt sich das wirklich von selbst - aber das dauert halt wirklich...

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